Allgemein 

Kooperation gehört zur menschlichen Natur

Ein Wesenszug, der den Menschen half, in seiner Evolutionsgeschichte zu überleben und körperlich gesund zu bleiben, ist seiner Natur nach sozial. Es sind die spontanen und unwillkürlichen Emotionen, die sie erleben und anderen gegenüber äußern. Sie standen im Zentrum von Charles Darwins drittem großem Werk über die Evolution, „Der Ausdruck der Gemütsbewegungen beim Menschen und bei den Tieren“. Es handelt sich dabei um den beeindruckenden Folgeband von „Über die Entstehung der Arten“ und „Die Abstammung des Menschen“. Dieses dritte Werk handelt im Wesentlichen vom menschlichen Sozialleben. Nach Charles Darwins Überzeugung…

Read More
Allgemein 

Sigmund Freud prägt den Begriff „Libido“

Menschen sind in jeder Situation von Krankheit, Tod und Gewalt bedroht. Sie kompensieren dies durch ein Lustsystem, dank diesem ihnen das Leben als sinnvoll und nicht nur als Jammertal erscheint. Markus Gabriel stellt fest: „Wir haben also eine „libidinöse Ökonomie“ eingerichtet, wie dies der französische Philosoph Jean-François Lyotard (1924 – 1998) ausgedrückt hat.“ Eine solche Ökonomie geht weit über das menschliche Bewusstsein hinaus. Welche Handlungen und Empfindungen Menschen als lustvoll einstufen, welche als erlaubt oder verboten gelten, hängt immer auch mit der unüberschaubaren Situation als Lebewesen zusammen. Der Ausdruck „Libido“…

Read More
Allgemein 

Jeder Mensch hat Lösungskompetenzen

Jeder Mensch ist lösungsbegabt. Zur Umsetzung dieser Begabung in eine Leistung, also die erfolgreiche Lösung eines Problems, bedarf es eines bestimmten Wissens und Übung. Markus Hengstschläger betont: „Um ein konkretes Problem zu lösen, braucht es außerdem den Erwerb und die Perfektionierung allgemeiner und zusätzlich für jedes Problem ganz spezifischer Lösungskompetenzen.“ Kompetenzen sind ja Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es jemandem ermöglichen, Aufgaben auszuführen und Probleme zu lösen. Zusätzlich muss die genetisch mitbestimmte Lösungsbegabung mit dem entsprechenden Mut, neue Wege zu gehen, in einem kreativen Prozess, durch motivierte harte Arbeit, umgesetzt werden.…

Read More
Allgemein 

Menschen haben mehrere soziale Identitäten

Gruppen sind mehr als die Summe einzelner Menschen. Einerseits prägt das, was die Einzelnen als Persönlichkeiten mitbringen, die Gruppe, in der sie sich zusammenfinden. Umgekehrt prägt und verändert jede Gruppe diejenigen, die sich ihr angeschlossen haben und zugehörig fühlen. Joachim Bauer weiß: „Jeder kennt die Effekte, die implizite, nicht bewusst beabsichtigte Zugehörigkeiten auf das Verhalten des Einzelnen ausüben, aus eigener Erfahrung. Fußgänger, Rad- oder Autofahrer bilden – ohne deshalb einem Verein anzugehören – jeweils eine virtuelle Gruppe und begründen eine soziale Zugehörigkeit.“ Die Veränderung der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens und…

Read More
Allgemein 

Normen sind die Basis einer Gesellschaft

Unter Normen verstand man früher seit Jahrhunderten überkommene Maßstäbe. Ihre Macht war ihre unhinterfragte und verlässliche Gültigkeit. Manfred Lütz ergänzt: „Auf diesem Fundament, so glaubte man, konnte sich die Gesellschaft in gesicherten Bahnen weiterentwickeln.“ Die griechische Tragödie lebt von ausweglos erscheinenden Konflikten zwischen den überkommenen Normen und der Willkür der Herrscher. Groß ragt die Gestalt der Antigone des Sophokles bis in unsere Zeit hinein, die das eigene Leben aufs Spiel setzt, um pflichtgemäß ihren Bruder zu bestatten. Ethos nannte man die Summe der geltenden Normen einer Gesellschaft. Schon die Griechen…

Read More
Allgemein 

Achtsamkeit verwandelt die Wirklichkeit

In der Haltung der Achtsamkeit vollendet sich die in sich Gekehrtheit des Einzelnen. Heinz Bude erklärt: „Man entschleunigt sich, entzieht sich und enthält sich.“ Was um einen Menschen herum passiert, trifft diesen nur dann, wenn er sich dazu entschließt, sich davon treffen zu lassen. Sein reiner, ungetrübter Blick lässt alles so sein, wie es ist. Und er kann sich mit lächelnder Unberührtheit ganz auf sich selbst konzentrieren. Es kann aber passieren, dass sich Menschen mit dem Wunsch nach Achtsamkeit, Verbundenheit und Gelassenheit selbst eine Falle stellen. Für den Philosophen ist…

Read More
Allgemein 

Jeder sollte von den Besten lernen

Die Zeit zwischen 20 und 30 sollte jeder Mensch vor allem dazu nutzen, um zu lernen, möglichst von den Besten. Andreas Salcher ergänzt: „Dabei müssen wir uns noch nicht festlegen, weil wir das Ziel in unserem Leben noch gar nicht wissen können.“ Gleich den Gesellen im Mittelalter kann man von einem Meister zum anderen, von einer Universität zur nächsten, von einer Position zur anderen wandern, um sein Wissen zu mehren. Kein Mensch wird klüger, indem er ständig nur Erfolge feiert, sondern indem man aus seinen Misserfolgen lernt. Im dritten Lebensjahrzehnt…

Read More
Allgemein 

Der Körper leitet Botschaften zum Gehirn

Wenn etwas nicht mehr so ist, wie es natürlicherweise sein sollte, meldet sich der Körper und leitet eine entsprechende Botschaft zum Gehirn. In der Regel ist dieses Signal stark genug, um im Gehirn entsprechende Reaktionsmuster auszulösen, die geeignet sind, die aufgetretene Störung abzustellen. Stark genug ist ein solches Signal aber nur dann, wenn es von der betreffenden Person nicht nur einfach wahrgenommen wird, sondern wenn sie ihm ihre Aufmerksamkeit zuwendet und die damit einhergehende Aktivierung emotionaler Bereiche nicht unterdrück. Gerald Hüther weiß: „Erst dann erlangt diese aus dem eigenen Körper…

Read More
Allgemein 

Mehrdeutigkeiten prägen das Leben

Das Leben ist voller Ambivalenzen. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Alles ist aufgespannt zwischen Polaritäten, hat einen Pluspol und einen Minuspol, alles trägt sein Gegenteil in sich: kein Einatmen ohne Ausatmen, keine Nähe ohne Ferne, kein Berg ohne Tal.“ Auf den Tag mit seiner Helligkeit folgt zuverlässig die Nacht mit ihrer Dunkelheit. Manche Menschen erleben Polarität oft als „innere Zerrissenheit“: Man will in die Alpen, aber am Meer ist es genauso schön. Man schuldet jemandem Treue, aber will sich auch selbst treu sein. Viele Menschen können nicht ohne den Partner leben,…

Read More
Allgemein 

Besonnenheit sorgt für Selbstbeherrschung

„Ich komme vom Himmel, um deinem leidenschaftlichen Drang ein Ende zu machen. Hör auf mit dem Streit und zücke das Schwert nicht!“ Mit diesen Worten richtet sich die Göttin der Weisheit, Pallas Athene, in Homers „Illias“ an den Helden Achill. Dieser will wegen einer ihm zugefügten Schmach gerade zum Schwert greifen, um damit König Agamemnon anzugreifen. Albert Kitzler weiß: „Schon in der Antike hat man dies als Mahnung zur Besonnenheit aufgefasst. Besonnenheit ist die Fähigkeit zur Mäßigung und Selbstbeherrschung. Sie schützt uns vor uns selbst.“ Wer sich selbst beherrschen kann,…

Read More