Achtsamkeit ist eine wunderbare Kraft

Die eigene Präsenz ist das Wichtigste und Wertvollste, was man anderen Menschen entgegenbringen kann. Präsenz, Gegenwärtigkeit und die damit verbundene Ausstrahlung bezeichnet Thomas W. Albrecht als Achtsamkeit: „Achtsamkeit ist eine wunderbare Kraft, die sich mittels Sprache ausdrückt. Achtsame Sprache wiederum ist der Schlüssel zur Transformation, zur Veränderung des eigenen Lebens und des Lebens deiner Mitmenschen.“ Thomas W. Albrecht hat von dem Executive Coach Stewart Emery gelernt, dass er in seinem Leben nur einen Menschen zu führen hat, und zwar sich selbst. Positive oder negative Emotionen haben jeweils ganz unterschiedliche Auswirkungen auf das persönliche Verhalten, auf die Kreativität und das körperliche Wohlbefinden. Herrschen negative Gefühle vor, geht man eher gebeugt und gekrümmt, zeigt einen traurigen oder verhärmten Gesichtsausdruck, meidet die Gesellschaft anderer, und auch die Kreativität und Handlungsfreude sind tendenziell sehr eingeschränkt. Thomas W. Albrecht ist Experte für Kommunikation und Rhetorik.

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Jeder kann sein Leben jederzeit ändern

Jeder sollte jeden anderen Menschen als autonome Person betrachten, die genau wie man selbst als Suchende in einer Welt unterwegs ist, in der man sich leicht verirren kann. Das menschliche Gehirn ist zeitlebens umbaufähig. Daher ist es nie zu spät, sich aus einmal gebahnten Mustern des eigenen Denkens, Fühlen und Handelns zu lösen. Dadurch wird man wieder zu einem selbstverantwortlichen, selbstbestimmten Subjekt und zu seinem authentischen Selbst zurückfinden. Gerald Hüther ergänzt: „Sein bisheriges Leben kann niemand ändern. Aber jeder Mensch kann sich zu jedem Zeitpunkt seines Lebens dafür entscheiden, fortan anders zu leben.“ Etwas bewusster vielleicht, etwas liebevoller gegenüber sich selbst und auch anderen gegenüber. Mehr im Einklang mit der Natur, zuversichtlicher und auch wieder etwas neugieriger. Gerald Hüther ist Neurobiologe und Verfasser zahlreicher Sachbücher und Fachpublikationen.

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Achtsamkeit verwandelt die Wirklichkeit

In der Haltung der Achtsamkeit vollendet sich die in sich Gekehrtheit des Einzelnen. Heinz Bude erklärt: „Man entschleunigt sich, entzieht sich und enthält sich.“ Was um einen Menschen herum passiert, trifft diesen nur dann, wenn er sich dazu entschließt, sich davon treffen zu lassen. Sein reiner, ungetrübter Blick lässt alles so sein, wie es ist. Und er kann sich mit lächelnder Unberührtheit ganz auf sich selbst konzentrieren. Es kann aber passieren, dass sich Menschen mit dem Wunsch nach Achtsamkeit, Verbundenheit und Gelassenheit selbst eine Falle stellen. Für den Philosophen ist dies ein Versuch, ein anderes Verhältnis zur Wirklichkeit zu gewinnen. Dieses rückt vom wollenden Ich ab, das etwas in der Welt bewirken will und sich um die Zukunft sorgt. Seit dem Jahr 2000 ist Heinz Bude Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel.

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Heinz Bude plädiert für Übungen der Achtsamkeit

Auf die Diagnose der Erschöpfung folgt heute für viele Menschen die Therapie der Achtsamkeit. Erschöpft sind sie durch die Beschleunigung der Verhältnisse, der Flüchtigkeit der Kontakte und dem Zwang zur ständigen Optimierung der gesamten Lebensweise. Deshalb will das Ich wieder mehr bei sich sein, zu sich kommen und bei sich bleiben. Übungen in Achtsamkeit versprechen laut Heinz Bude ein Innehalten und die Konzentration aufs Wesentliche. Zudem erlangt man die Fähigkeit zurück, Grenzen zu setzen, Distanz zu halten und für sich selbst zu sorgen. Heinz Bude fügt hinzu: „Statt einfach weiter zu funktionieren, bis es nicht mehr geht, ergeht der Rat, mal still zu sitzen, im Konjunktiv zu denken oder dem Regen zuzuhören.“ Seit dem Jahr 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel.

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Übungen zur Achtsamkeit liegen im Trend

Die meisten Menschen stellen sich achtsame Personen als respektvoll, mitfühlend und voller Zuneigung gegenüber den Phänomenen des Lebens vor. Bei genauerer Betrachtung trifft diese Erwartung aber nicht unbedingt zu. Georg Milzner erklärt: „Man kann durchaus auch auf Menschen treffen, die Achtsamkeitsübungen praktizieren und zugleich von ungewöhnlicher Kälte sind.“ Meditation macht einen nicht unbedingt zu einem besseren Menschen. Insbesondere in der Welt der Wirtschaft hat sich ein Trend entwickelt, nach dem auch Chefs und Angehörige des Topmanagements vermehrt Übungen der Achtsamkeit praktizieren. Das Ziel ist dabei in erster Linie die Stärkung der geistigen Leistungsfähigkeit. Ein Ziel, das vermittels Achtsamkeitsübungen – die ja auch Konzentrationsübungen sind – durchaus erreichbar ist. In der Achtsamkeitspraxis scheint also auch eine dunkle Seite verborgen zu sein. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut.

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Überreizten Menschen entgeht das Wesentliche

Dass der Begriff „Achtsamkeit“ nicht nur in den Medien immer häufiger auftaucht, ist für Georg Milzner ein Grund, ihn unter diagnostischen Gesichtspunkten zu betrachten. Denn eine ruhende, aufmerksam dem Tag und den wichtigsten Menschen begegnende Lebensform würde keine Achtsamkeit benötigen. Sie hätte alles Wesentliche in sich selbst schon herangebildet. Aktuell herrscht aber eine Kultur, der das Informiertsein über alles geht. Infolge dieses Drangs nach Informationen entwickelt sie immer stärkeren Stress. Georg Milzner nimmt als Beispiel Menschen, die beständig überreizt sind und denen oft das Wesentliche entgeht. Dazu kommt eine Lebenswelt, in der Hektik der typische Begleiter allzu vieler Verrichtungen ist. In dieser haben allzu viele Menschen das Gefühl, niemals richtig dort zu sein, wo sie eben gerade sind. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut.

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