Achtsamkeit verwandelt die Wirklichkeit

In der Haltung der Achtsamkeit vollendet sich die in sich Gekehrtheit des Einzelnen. Heinz Bude erklärt: „Man entschleunigt sich, entzieht sich und enthält sich.“ Was um einen Menschen herum passiert, trifft diesen nur dann, wenn er sich dazu entschließt, sich davon treffen zu lassen. Sein reiner, ungetrübter Blick lässt alles so sein, wie es ist. Und er kann sich mit lächelnder Unberührtheit ganz auf sich selbst konzentrieren. Es kann aber passieren, dass sich Menschen mit dem Wunsch nach Achtsamkeit, Verbundenheit und Gelassenheit selbst eine Falle stellen. Für den Philosophen ist dies ein Versuch, ein anderes Verhältnis zur Wirklichkeit zu gewinnen. Dieses rückt vom wollenden Ich ab, das etwas in der Welt bewirken will und sich um die Zukunft sorgt. Seit dem Jahr 2000 ist Heinz Bude Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel.

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