Die Identität bleibt stets schützenswert

Zugehörigkeit gibt einem Menschen das Gefühl, Teil von Gemeinschaften zu sein. Thomas W. Albrecht nennt Beispiele: „Dazu zählen deine Familie, dein berufliches Umfeld, dein Sportverein, deine Nachbarn und deine Mitmenschen, die Gesellschaft, in der du lebst und die gesamte Menschheit.“ Es bettet das Individuum mit seiner Identität in etwas ein, es gibt ihm einen Rahmen, in dem es mit seiner Identität Sinn stiftet. Es gibt die Antwort auf die Frage: „Für wen bin ich da?“ Die Spiritualität bezieht sich auf das Gefühl, Teil eines größeren, über die Gemeinschaft hinausgehenden Systems zu sein – einem System, das umfassend ist. Spiritualität gibt die Antwort auf die Fragen: „Um was geht es mir wirklich?“, „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Thomas W. Albrecht ist Experte für Kommunikation und Rhetorik.

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Überreizten Menschen entgeht das Wesentliche

Dass der Begriff „Achtsamkeit“ nicht nur in den Medien immer häufiger auftaucht, ist für Georg Milzner ein Grund, ihn unter diagnostischen Gesichtspunkten zu betrachten. Denn eine ruhende, aufmerksam dem Tag und den wichtigsten Menschen begegnende Lebensform würde keine Achtsamkeit benötigen. Sie hätte alles Wesentliche in sich selbst schon herangebildet. Aktuell herrscht aber eine Kultur, der das Informiertsein über alles geht. Infolge dieses Drangs nach Informationen entwickelt sie immer stärkeren Stress. Georg Milzner nimmt als Beispiel Menschen, die beständig überreizt sind und denen oft das Wesentliche entgeht. Dazu kommt eine Lebenswelt, in der Hektik der typische Begleiter allzu vieler Verrichtungen ist. In dieser haben allzu viele Menschen das Gefühl, niemals richtig dort zu sein, wo sie eben gerade sind. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut.

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