Die Gründe dafür, dass Menschen die Natur als ein empathisches Gegenüber wahrnehmen, sind bei einem Blick zurück nicht schwer zu versehen. Joachim Bauer erklärt: „Was unsere evolutionären Vorfahren der Natur als Sammler – und zu einem späteren Zeitpunkt dann auch als Jäger – entnehmen konnten, wurde ihnen einst frei gegeben.“ Ohne Gegenforderungen zu stellen, gab die Natur jedem Menschen, was er brauchte, um zu überleben. Die Erfahrung, von der Natur ohne Gegenleistung beschenkt zu werden, beschränkte sich nicht nur auf die Vorfahren der heutigen Menschen. Sie widerfährt auch ihnen. Denn es genügt, drei Stunden pro Woche im Wald zu verbringen, um nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die objektive Gesundheit des modernen Menschen messbar zu verbessern. Joachim Bauer ist Arzt, Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Bestsellerautor von Sachbüchern.