Wie das westliche Denken seit Aristoteles, so war auch Konfuzius der Auffassung, der Mensch habe von Natur aus eine Bestimmung in sich. Dieser müsse er folgen, um Glück und Erfüllung für sich und die Gesellschaft zu erlangen. Aristoteles nannte es das „telos“, die alten Chinesen das „Dao/Tao“. Albert Kitzler betont: „Die Bestimmung hat zum einen mit der allgemeinen Natur des Menschen zu tun. Und meint dann, dass wir ein „naturgemäßes“ Leben führen sollen.“ Zum anderen meint es die besonderen Anlagen, Talente und Bedürfnisse jedes Einzelnen. Diese soll er erkennen, ihnen in seinem Leben folgen und sie verwirklichen. Das ist seine oberste Pflicht. Folgt er dieser inneren Bestimmung, so findet – nach Konfuzius – auch die Welt ihren Frieden. Der Philosoph und Jurist Dr. Albert Kitzler ist Gründer und Leiter von „MASS UND MITTE“ – Schule für antike Lebensweisheit.