Viele Menschen verwenden zu wenig Zeit in ihre Lebenserfüllung

Die Mitteleuropäer leben auf einem Fleck der Erde, der eine so hohe Lebensqualität garantiert, dass sie viele Bewohner anderer Kontinente darum beneiden. Viele riskieren sogar ihr Leben, um in Europa eine neue Heimat zu finden. Andreas Salcher stellt sich die berechtigte Frage, woher dann die kollektive Angst der Europäer vor der Zukunft herrührt. Außerdem ist es verwunderlich, dass die Menschen in Europa so viel Zeit zur Befriedigung der Grundbedürfhr als 50.000 verkauften Exemplaren. Sein aktuelles Werk heißt „Erkenne dich selbst und erschrick nicht“.

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Victor-Emil von Gebsattel stellt eine Theorie der Depression auf

Das Zustandsbild der Depression reicht von der normalen Trauer bis zur pathologischen Melancholie. Johannes Heinrich Schultz beschreibt das Wesen der Depression in seinem Werk „Grundfragen der Neurosenlehre“ als eine aversive Fluchthaltung oder Abwehrhaltung bezüglich des gesamten Lebens eines Menschen. Das Element der Lebensvereinung ist in der Depression wirklich überall erkennbar: bei einem depressiven Patienten ist sogar ein Selbstmord jederzeit möglich. Victor-Emil von Gebsattel konstatiert beim Depressiven folgende Symptome: vitale Hemmung, vitale Traurigkeit und Kleinheitswahn. Wie in allen Neurosen stellt er bei der Depression eine fundamentale Werdenshemmung und Handlungsunfähigkeit fest. Die Zeitdimensionen der Gegenwart und der Zukunft existieren für den Depressiven kaum, er scheint vor allem in seiner Vergangenheit zu leben.

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Reinhard Haller stellt die Techniken der Narzissten vor

Ein Narzisst ist ein Meister im Schweigen. Wenn ein Mensch nichts sagt, bedeutet dies unter anderem Rückzug, innere Sammlung, Konzentration auf das Wesentliche oder im Falle eines Narzissten Gekränktheit. Narzisstische Menschen instrumentalisieren ihr Schweigen aber keinesfalls im positiven Sinn, sondern setzen es als Defensiv- beziehungsweise Offensivwaffe ein. Durch keine andere Emotion kann die eigene Empfindlichkeit und Verletztheit so deutlich zum Ausdruck gebracht werden wie durch das Schweigen. Der Narzisst zelebriert dadurch im Prinzip einen sogenannten Primitivreflex, den Mutismus.

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Alexander Mitscherlich erforscht das Phänomen der Grausamkeit

Brutales, grausames Verhalten von Mensch zu Mensch begleitet die Menschheitsgeschichte. Grausamkeit beherrscht auch viele Phantasien über ein Leben nach dem Tode und hat für Alexander Mitscherlich noch andere erstaunliche Aspekte. Als individueller Verstoß, zum Beispiel bei einer absichtlichen Körperverletzung, wird sie mit Gefängnisstrafen bedroht. Im Falle der Diskriminierung einer Rasse oder Minderheit etwas stimulieren sich ganze Völker zur „Hexenjagd“ und finden Lynchjustiz und ähnliches durchaus in Ordnung. Alexander Mitscherlich fügt hinzu: „Entsprechend unterschiedlich verläuft die Schuldverarbeitung, je nachdem, ob die Handlung kollektiv gebilligt war oder nicht.“ Alexander Mitscherlich nützt diese kollektiven Ausbrüche von Wut, die sich durch Qual, Angst und Tötung des Opfers entspannen will, um die Grausamkeit von der Zerstörungswut und der Lust an der Zerstörung abzugrenzen.

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Die Neurose findet ihre Heimat in der Verzweiflung der Menschen

Die Großstadt, so heißt es, sei ein gefährliches Pflaster für den Fremden. Die Fremdheit, die Undurchsichtigkeit schafft Angst und Abenteuer. Alle diese Effekte gehen darauf zurück, dass die Großstadt, eben wie Babylon, die große Hure ist. Der vagen Behauptung, die Großstadt erzeuge Neurosen, erwidert Alexander Mitscherlich mit einer auf viel Erfahrung sich stützenden Gegenbehauptung, dass die Großstadt das probateste Mittel gegen viele Neurosenquellen sei: „Gegen alle Folgen der Enge und Stagnation des Zweitrangigen, der Intoleranz, des Sich-Aufspielens, des unentrinnbaren kollektiven Zwangs, der scheinheiligen Beobachtung und verborgenen Tyrannei.“ Die Neurose ist laut Alexander Mitscherlich überall dort zuhause, wo Verzweiflung ist, und Verzweiflung ist überall, wo Menschen sind. Dennoch sind heut viele Großstädte ohne Zweifel ein nahezu unerträglicher Ort des Aufenthalts.

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Depressionen bei Kindern nehmen in Deutschland stark zu

Die meisten Kinder sind tatsächlich die meiste Zeit über glücklich. In einer der jüngsten Umfragen zum Thema, dem LBS-Kinderbarometer, antworteten im Jahr 2014 rund 80 Prozent der Neun- bis 14-Jährigen, dass sie sich wohl oder sehr wohlfühlen. Zehn bis 20 Prozent dieser Altersgruppe haben allerdings keine glückliche Kindheit. Sie haben eine schwer zu ertragende Traurigkeit im Blick, sind allein und kennen keine lustvollen Gefühle. Auch Depressionen sind häufiger geworden. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Anzahl der Betroffenen nahezu verdoppelt.

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Der Reichtum des Lebens beginnt im genauen Hinschauen

Für viele Menschen hat das Wort Selbstbeherrschung einen positiven Klang, während das Wort Disziplin mit negativen Gefühlen einhergeht. Andreas Salcher nennt als Beispiele die unbarmherzige Erziehung der Kinder bei den Spartanern und die brutalen Drillmethoden im preußischen Militär. Nüchtern betrachtet ist Disziplin allerdings unabdingbar, wenn man vom Niveau eines Anfängers sich zu der Stufe des Könners emporarbeiten möchte. Das gilt in allen Bereichen – vom Sport bis zur Kunst. Je leichter etwas erscheint, desto mehr Disziplin und Meisterschaft stecken dahinter. Ein zweiter Aspekt der Selbstbeherrschung ist für Andreas Salcher die Fähigkeit zur Differenzierung. Dr. Andreas Salcher ist Mitbegründer der Sir-Karl-Popper-Schule und initiierte die Waldzell Meetings im Stift Melk. Er ist einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. Sein aktuelles Buch heißt: „Erkenne dich selbst und erschrick nicht.“

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Depressionen verursachen pro Jahr Kosten in Milliardenhöhe

Rund vier Millionen Menschen leiden in Deutschland unter einer Depression. Für sie ist das Leben nur noch grau und trist. Stephan Grünewald, Mitbegründer des Marktforschungsunternehmen Rheingold, hat durch eine Studie herausgefunden, dass Depression immer noch ein Tabuthema ist: „Die Furcht, sich in seiner Praxis einem Arzt oder Psychologen zu öffnen, ist groß, weil die Betroffenen fürchten, gleich Psychopharmaka verschrieben zu bekommen oder im schlimmsten Fall eingewiesen zu werden.“ Einfacher umzugehen ist mit Symptomen wie innerer Unruhe oder Burn-out, der mittlerweile eine Krankheit ist, die von der Gesellschaft akzeptiert wird, denn er ist irgendwie auch ein Zeugnis des Aktivseins. Niemand will depressiv sein, denn Depressionen passen nicht zum Kulturideal einer auf die Maximierung des Glücks ausgerichteten Gesellschaft von Supertalenten.

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Selbsterkenntnis ist ein Schritt zur inneren Selbstständigkeit

Den Menschen kann die Einsicht helfen, dass es im Leben viel mehr Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Phantasien und Wünsche gibt, als es den Anschein hat. Die Menschen sind nur mit einem Teil ihrer Innenwelt vertraut. Ein anderer Teil liegt im Verborgenen. Wenn man ratlos erlebt, wie unverstandenes Erleben die eigene Person bedrängt, kann es laut Peter … Weiterlesen …