Die meisten Männer haben mehr Freude am Risiko als Frauen

Viele Männer suchen den Nervenkitzel und reizen dabei ihre persönlichen Grenzen aus. Fest steht auch, dass Männer einen zehnmal so hohen Testosteronspiegel haben wie Frauen. Der Botenstoff bewirkt, dass sich die männlichen Geschlechtsorgane entwickeln, in der Pubertät die Muskelmasse wächst und die Körperhaare sprießen. Außerdem vermittelt das Hormon die Lust auf Sex. Zahlreiche Laborversuche belegen … Weiterlesen …

Frieda Fromm-Reichmann stellt ihre Form der Psychotherapie vor

Frieda Fromm-Reichmann kommt aus der orthodoxen Schule der Psychoanalyse. Im psychoanalytischen Verfahren eines Sigmund Freud war der Arzt nach wie vor das Subjekt, der Patient in der Regel das Objekt. Frieda Fromm-Reichmann ging es vor allem darum zu ihren Patienten ein enges und intimes Arbeitsverhältnis zu entwickeln. Beim Schizophrenen kann man sich nicht wie beim neurotischen Analysanden in der Therapie auf verbale Äußerungen stützen, da dieser mitunter sehr wortkarg ist und sich hinter kryptischen Satzgebilden versteckt.

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Aggression und Gewalt sind in der Gesellschaft allgegenwärtig

Als Psychoanalytikerin weiß Rotraud A. Perner, dass Drohungen partiell vorweggenommene Aggressionen sind. In Sprache verpackt hört sich die, zwar noch zivilisiert an, aber der darin versteckte nonverbale Inhalt soll neuronale Reaktionen auslösen, deren Potential in der frühen Kindheit vermittelt wurde. Auch ohne Worte, manchmal sogar entgegen dem, was gesagt wurde, erkennen manche Menschen oft nur zu gut, was andere beabsichtigen oder sich wünschen. Diese Menschen erkennen dies aber in erster Linie emotional und nur selten auch kognitiv. Auch Gewalt ist laut Rotraud A. Perner ist eine Form der Zuwendung, an die sich manche Menschen gewöhnen können. Es ist sehr schwierig, sich aus einer solchen negativen Vertrautheit zu lösen. Rotraud A. Perner ist Juristin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin und absolvierte postgraduale Studien in Soziologie und evangelischer Theologie. Eines ihrer zahlreichen Bücher heißt  „Die reuelose Gesellschaft“ und ist im Residenz Verlag erschienen.

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Die Zufriedenheit ist das eigentliche Glück des Menschen

Da fast alle Menschen nach dem Glück streben, sollte man sich die Frage stellen, ob dieses überhaupt erstrebenswert ist. „Nein“, sagt der Psychiater Hans-Otto Thomashoff, da das Glück nur einen Moment währt, während die Zufriedenheit ein dauerhafter Zustand sein kann. Er plädiert dafür das Glück als Lebensziel Nummer 1 zu ersetzten: „Alle Menschen wollen glücklich sein. Und sitzen dabei einem Irrglauben auf: Glück ist flüchtig. Anders die Zufriedenheit. Zufriedenheit ist das eigentliche Glück. Sie kann von Dauer sein.“ Die Zufriedenheit hat allerdings ein Image-Problem: Sie ist nicht sehr sexy. Das Wort allein vermittelt keine ekstatischen Glücksgefühle, keinen Kick. Das neue Buch von Hans-Otto Thomashoff, der in Wien eine Praxis betreibt, heißt: „Ich suchte das Glück und fand die Zufriedenheit. Ein spannende Reise in die Welt von Gehirn und Psyche.“

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Alexander Mitscherlich analysiert Jugendproteste

Für Alexander Mitscherlich gehört zur Kindheit seit je lauter Protest. Dieser ist intensiver, als er in gewöhnlichen Zeiten von Erwachsenen zu hören ist. Es wäre jedoch ein Irrtum dies nur auf Wachstumskrisen zurückzuführen. Alexander Mitscherlich sieht darin eher die unausgesprochene Hoffnung der jugendlichen Rebellen, die verweigerte Anpassungsleistung werde ihnen die Frische und Unbestechlichkeit des Blicks und den Elan der Jugend für die Verwirklichung politischer Zielsetzungen erhalten.

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Wilhem Schmid untersucht die Eifersucht zwischen Geschwistern

Wilhelm Schmid weist darauf hin, dass die Rivalität zwischen den Geschwistern von klein auf maßvoller auszufallen scheint, wenn der Altersabstand größer ist als die ein, zwei Jahre, die viele Eltern bei der Familienplanung bevorzugen, um die Erziehung ihrer Kinder in einem überschaubaren Rahmen bewältigen zu können. Regelmäßig entzünden sich laut Wilhelm Schmid Konflikte am großen … Weiterlesen …

Kinder dürfen ihren Zorn und Schmerz nur selten artikulieren

Auch wenn das Kleinkind in der sogenannten analen Phase seiner psychosexuellen Entwicklung neben dem lustvollen An- und Entspannen der Schließmuskulatur und dem Einüben auch aller Muskelbewegungen, seinen Willen trainiert und seine Bezugsperson mit Ungehorsam oft zur Verzweiflung treibt, ist das keineswegs ein Endpunkt der Persönlichkeitsentwicklung. Rotraud A. Perner erläutert: „Im Gegensatz zur oralen Wut mit ihrem Geschrei und Gezappel, die kein Ziel kennt, sondern nur Ausdruck von Unbehagen darstellt, richtet sich der anale Zorn gegen irgendetwas – ein Ding, einen Menschen, späterhin dann auch bestimmte Gruppen von Menschen, Frauen etwa, eine politische Partei, eine Religion oder auch die gesamte Gesellschaft. Rotraud A. Perner ist Juristin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin und absolvierte postgraduale Studien in Soziologie und evangelischer Theologie. Sie lehrt an der Donau-Universität Krems.

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Der Neurotiker fühlt sich von der ganzen Welt bedroht

Unter den Formen des neurotischen Gebarens, die der Sicherung der Überlegenheitsfiktion dienen, treten laut Alfred Adler in auffälliger Stärke die Regungen der Selbstvorwürfe, der Selbstquälerei, der Selbstverwünschung und des Selbstmordes hervor. Der Psychoanalytiker erkennt in der Neurose einen selbstquälerischen Kunstgriff, der den Zweck verfolgt, die eigene Persönlichkeit zu erheben. Der nervöse Mensch ist gemäß Alfred Adler erst ruhig, wenn er seinen Anfall hinter sich hat.

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Gute Gespräche können das Arbeitsklima stark verbessern

Ohne Stress wären wir lebendig tot und wahrscheinlich auch nicht in der Lage, uns längere Zeit am Leben zu halten.“ Schon der Vater der Stressforschung Hans Selye unterschied zwischen Eustress, der dem Menschen gut tut und Dysstress, der sich schädlich auf ein Individuum auswirkt. Laut Erwin Ringel kann alles was Freude macht, dem Menschen kaum schaden. Nur bei großer Übertreibung überfordert er sein vegetatives Ausgleichssystem. Was dagegen dem Menschen Kummer und Erbitterung beschert, wird vom krankmachenden Stress begleitet.

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Helene Deutsch entwickelt eine Psychologie der Frau

Da die Psychoanalyse immer auch die Selbsterkennt zu gewinnen. Die eigene Person bot sich dabei als wichtigstes Studienobjekt an. Sie wollte sich gezielt mit dem Rätsel der Weiblichkeit auseinandersetzen. Im Gegensatz zu Sigmund Freud war Helene Deutsch fest davon überzeugt, dass Frauen mindestens so gut geeignet sind wie Männer, den offenen Fragen der Weiblichkeit nachzuspüren und deren Antworten zu suchen. Dennoch stand Helene Deutsch in ihrer Anfangszeit als Analytikerin noch stark unter dem Einfluss von Sigmund Freuds Weiblichkeitstheorie.

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