Die Beziehungen zwischen Geschwistern sind immer schon da und können auch das ganze Leben hindurch erhalten bleiben. Wechselseitiger Beistand und Solidarität kann dieses geschwisterliche Band auszeichnen. In den modernen Familien der Gegenwart ist es allerdings n und mit Leben zu erfüllen, sie zu bejahen oder eben nicht.“ Wilhelm Schmid lebt als freier Autor in Berlin und lehrt Philosophie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt.
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Helene Deutsch entwickelt eine Psychologie der Frau
Da die Psychoanalyse immer auch die Selbsterkennt zu gewinnen. Die eigene Person bot sich dabei als wichtigstes Studienobjekt an. Sie wollte sich gezielt mit dem Rätsel der Weiblichkeit auseinandersetzen. Im Gegensatz zu Sigmund Freud war Helene Deutsch fest davon überzeugt, dass Frauen mindestens so gut geeignet sind wie Männer, den offenen Fragen der Weiblichkeit nachzuspüren und deren Antworten zu suchen. Dennoch stand Helene Deutsch in ihrer Anfangszeit als Analytikerin noch stark unter dem Einfluss von Sigmund Freuds Weiblichkeitstheorie.
Daniel Goleman gibt Tipps gegen die Traurigkeit
Der amerikan, das Weinen die Spirale der Traurigkeit unterbricht, aber es ist auch möglich, dass der Trauernde hinterher mit den gleichen Obsessionen den Gründen seiner Verzweiflung nachhängt.
Das Internet kann abhängig machen wie Glückspiel und Alkohol
Als der Psychiater Ivan Goldstein im Jahr 1995 vorschlug, eine neuartige psychische Störung mit dem Namen „Internetsucht“ in die Diagnosekataloge aufzunehmen, erhielt er unerwartet breite Zustimmung. Ärzte berichteten ihm von Patienten mit exzessiver Nutzung des Internets, Patienten klagten über die von Ivan Goldstein genannten typischen Symptome der Sucht. Dazu zählen Entzugserscheinungen, ständige Steigerung der Internet-Dosis sowie der zwanghafte Konsum der künstlichen Welt. Vielleicht wäre der Diskurs um das Suchtpotential der digitalen Medien nur noch vor sich hingeplätschert, wenn es rkte, wie ihre kleine Tochter gerade verhungerte. Eine Online-spielsüchtige Mutter erwürgte ihren zweijährigen Sohn, weil er ein Essen haben wollte.
Fast jeder Mensch kann zum Mörder aus Liebe werden
Der Psychiater Andreas Marneros, der bei Gericht Hunderte Gewaltverbrecher, darunter Sexualmörder und Vergewaltiger begutachtet hat, sagt: „Aber keiner kann sich sicher sein, nicht zum Mörder aus Liebe zu werden.“ Am Liebesmord, über den er schon ein Buch geschrieben hat, fasziniert den Psychiater das Archaische, das darin zum Ausdruck kommt. Wenn Menschen ihre Partner töten, spielen sich seiner Meinung nach Tragödien griechischen Formats ab, beginnend bei der Faszination und Schönheit der ersten Begegnung, endend beim apokalyptischen Ende des Tötungsakts.