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Morgan Housel gibt Tipps zur Orientierung

Laut Morgan Housel gibt es zwei Orientierungspunkte: „Erstens: Pass auf, wen du lobst und bewunderst. Pass auf, wen du verachtest und nie kopieren würdest.“ Zudem sollte man nicht einfach annehmen, dass Anstrengungen und Entscheidungen allein das Ergebnis bestimmen. Morgan Housel erklärt: „Zweitens: Konzentriere dich weniger auf Einzelpersonen und einzelne Fallstudien, sondern mehr auf allgemeine Muster.“ Eine konkrete Person zu studieren, kann gefährlich sein, weil Menschen dazu neigen, Extrembeispiele zu betrachten. Dazu zählt Morgan Housel Milliardäre, Spitzenmanager und jene spektakulär Gescheiterten, deren Schicksal durch die Medien geht. Doch Extrembeispiele lassen sich…

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Nicht jede Kränkung führt zu einem Trauma

Joachim Bauer betont: „Nicht jede Widrigkeit ist ein Trauma, auch wenn heute eine Tendenz zu beobachten ist, jede Kränkung oder Verletzung, jeden Unfall oder jede unerwartete Veränderung zu einem Trauma zu erklären.“ Ob eine Erfahrung ein Trauma ist oder nicht, entscheidet sich daran, ob das Selbst durch eine extreme Erfahrung völliger Hilflosigkeit seiner Möglichkeiten als Akteur vollständig beraubt und dadurch dauerhaft geschwächt wurde. Das menschliche Selbst ist, ein Lebewesen eigener Art, ein Lebewesen im Lebewesen Mensch. Wie die Heldin oder der Held eines Märchens durchläuft es eine Kindheit, wird groß,…

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Behauptungen dienen der Beeinflussung

Thorsten Havener vertritt die These, dass das Aufstellen einer Behauptung eine der grundlegendsten Methoden der Beeinflussung ist. Es ist in vielen Fällen tatsächlich so einfach. Der Manipulator stellt einfach voller Selbstbewusstsein irgendeine Behauptung auf und schaut, was passiert. Thorsten Havener betont: „Eine einfache Behauptung ist ein unglaublich starkes Mittel der Einflussnahme. Das Schöne daran: Mit genügend Selbstbewusstsein vorgetragen wird derjenige, der die Behauptung aufstellt, nie nach Beweisen für seine Prognosen gefragt.“ Ein wahrer Meister im selbstbewussten Aufstellen wilder Behauptungen ist der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump. Er hat,…

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Grübeln verursacht psychische Störungen

Wie sehr Grübeln für viel psychischen Störungen und psychosomatische Krankheiten verantwortlich ist, wurde lange Zeit unterschätzt. Gerade der Umgang mit negativen Gedanken ist für viele Menschen ein Problem, für das sie keine geeignete Lösung haben. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Nachdenken ist ein Instrument, um Probleme zu lösen. Finden wir keine Lösung, suggeriert nicht selten ein unbestimmtes Gefühl, dass durch intensiveres Nachdenken doch noch eine Lösung gefunden werden könne.“ Liegt die Lösung für ein Problem in der Zukunft beziehungsweise ist nicht möglich, kann noch so viel Nachdenken nicht weiterhelfen, sondern läuft ins…

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Vertrauen benötigt Wohlwollen

Martin Hartmann stellt fest: „Wenn wir vertrauen, so die Annahme, setzen wir darauf, dass jemand nicht nur deswegen zu uns freundlich ist, weil er sich vor Sanktionen fürchtet, sondern weil er uns im weitesten Sinne wohlwollend begegnet.“ Eine solche Person wird das Vertrauen auch dann nicht verletzen, wenn sie das straflos tun könnte. Sie tut es nicht, weil sie um die Verletzlichkeit des Gegenübers weiß und diese nicht negativ für sich nutzen will. Damit man wirklich von Vertrauen reden kann, muss also eine Form von Wohlwollen vorhanden sein. Natürlich muss…

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In der Natur geschieht alles unmittelbar

Die psychoanalytische Kulturtheorie á la Sigmund Freud ist eine des Glücks oder, besser, des verbotenen Glücks. Im Jahr 1930 erscheint sein Essay „Das Unbehagen in der Kultur“. Peter Trawny weiß: „Diese steht kurz davor, weltweit abgeschafft zu werden.“ Was hatte die böse Kultur denn getan? Das Pendant zur Kultur war die Natur. In der Natur geschieht alles unmittelbar, will sagen, ohne dass die natürlichen Vorgänge von einem nachdenkenden und zögernden Filter unterbrochen würden. Heutzutage haben viele Menschen die Natur – beinahe – ganz verlassen und leben in kultivierten Verhältnissen. Beinahe…

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Eine Krise ist zeitlich begrenzt

Aktuelle Definitionen aus der Wissenschaft haben immer eins gemeinsam. Auch wenn die genaue Dauer einer Krise, während sie herrscht, meist nicht absehbar ist, ist sie zeitlich begrenzt. Es gilt also weiterhin, dass Krisen ein Zeitfenster meinen, sie also einen Anfang und ein Ende haben. Maren Urner betont: „So wird die vermeintliche Dauerkrise oder die ewige Krise schnell ihrer Daseinsberechtigung beraubt. Sie ist genauso unmöglich wie der tägliche Weltuntergang, der sich jeder Logik widersetzt.“ Was man häufig mit Blick auf Klima-, Finanz- und Flüchtlingskrise eigentlich meint, sind keine Krisen, sondern dauerhafte…

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Negative Bindungen sind meist regellos

„Negative Bindungen“ sind negativ in den folgenden zwei Bedeutungen. Sie verweisen auf ein abwesendes Objekt, das man aufgrund der Unbestimmtheit der Situation nicht zu fassen bekommt. Oder sie bringen zum Vorschein, dass mit einer bestehenden Beziehung etwas nicht stimmt, dass sie nicht so funktioniert, wie sie funktionieren sollte. Eva Illouz erklärt: „Negative Beziehungen haben verschwommene, unklare, unbestimmte oder umstrittene Zwecke. Es gibt keine vorgeschriebenen Regeln für Verbindlichkeit und Unverbindlichkeit. Und sie können straflos oder fast straflos kaputtgemacht werden.“ Negative Bindungen der ersten Form lösen sich schnell auf, nicht weil sie…

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Jedes Erlebnis kann lebensverändern sein

Michaela Brohm-Badry hat Menschen getroffen, die getan haben, was sie schon lange tun wollten. Sie haben gefunden, was sie begeistert, und sie erzählen davon voller Lebensfreude. Menschen, die aufbrechen und leben. Sie sind so wie viele andere Menschen, nur ein ganz klein bisschen anders vielleicht. Michaela Brohm-Badry erklärt: „Etwas zu erforschen heißt, sich lange Zeit zu vertiefen, um die eine Forschungsfrage beantworten zu können. […] Was brauchen wir, um mitten im Leben aufzubrechen und inneren Impulsen zu folgen? Und weiter noch: Woher kommt dieser Impuls zum Aufbrechen, und wie kann…

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Normen bestimmen das Leben

Hadija Haruna-Oelker schreibt: „Der Mensch wird und wächst in ständiger Veränderung von Dingen und anderen Menschen um ihn herum. Sich eingliedern beginnt in der Familie, der Beziehung zu Gleichaltrigen, dem Umfeld.“ Die Vergesellschaftung folgt. Mehr Menschen kennenlernen, Verhaltensweisen in sich verankern, Institutionen durchlaufen, Freundschaften schließen. Sich im Denken und Fühlen an soziale Regeln und Abläufe anpassen. Daneben kann man sich den Meinungen und Gefühlen seiner Nächsten nicht entziehen. Man fühlt sich zugehhörig und angehörig. Die Ausprägung des eigenen Seins, der Persönlichkeit ist eingegliedert in die sozialen Orte, in denen man…

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