Eine Philosophie von Reichtum und Verantwortung

Der Soziologe und Vermögensforscher Thomas Druyen hat mit vielen deutschen Millionären und Milliardären gesprochen und dabei herausgefunden, dass Geld allein keine Garantie für Glück ist. Viele Reiche müssen sich abschotten, weil sie vor Neugierigen und Neidern Angst haben. Die meisten der wohlhabenden Klasse scheut das Licht der Öffentlichkeit. Weltweit gibt es etwa 1.300 Milliardäre und zwölf Millionen Millionäre, deren Vermögen fast die Hälfte des weltweiten Handelsvolumens beträgt. In Anbetracht der sich häufenden Krisen aller Art erscheint für Thomas Druyen die Hilfe dieser Reichen für die Zukunft einer funktiohr leisten. Thomas Druyen ist Direktor des Instituts für Vergleichende Vermögenskultur und Vermögenspsychologie an der Sigmund-Freud-Privatuniversität in Wien. 

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Das schwache und empfindliche Geschlecht der Knaben

Jungen sind aggressiver als Mädchen, aber auch ängstlicher als sie. Darüber sind sich Ärzte, Psychologen und Biologen einig. In Förderschulen sind die Jungen in der Überzahl, in den Abiturklassen dagegen dominieren die Mädchen. Selbst biologisch sind die jungen Herren der Schöpfung empfindlicher, ihrer Säuglingssterblichkeit ist höher als bei Mädchen. Außerdem sind die Jungs in ihrer frühkindlichen Zeit stärker auf emotionale Nähe angewiesen als ihr weiblicher Widerpart. Frank Dammasch, in Frankfurt Professor für psychosoziale Störungen von Kindern und Jugendlichen erklärt, dass Kinder ihre frühen Ängste durch aggressives Verhalten abwehren und so ihre Ängste bekämpfen.

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Die Traumdeutung des Victor-Emil von Gebsattel

Alle Gründungsväter der Tiefenpsychologie haben eigenständige Theorien über den Traum entwickelt, die zu ihrem Menschenbild und ihrer Weltanschauung passten. Sigmund Freud entdeckte beispielsweise in den Träumen infantile Sexualwünsche, Alfred Adler das Wechselspiel von Minderwertigkeitsgefühl und Machtbedürfnis. Victor von Gebsattel ergänzt die prospektiven Deutungstechniken eines Alfred Adlers durch seine anthropologische Einsicht, dass der Mensch auf allen Ebenen seines Seins ständig Krisen des Werdens ausgesetzt ist, die mit der ihm aufgegebenen Zeitigung seiner Existenz irgendwie identisch sind.

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Daniel Goleman weist Wege zur emotionalen Erziehung

Das Familienleben ist laut Daniel Goleman die erste Schule für das emotionale Lernen. In dem kleinen Kreis lernt der Mensch, wie er sich selbst empfinden soll und wie andere auf seine Empfindungen reagieren, was er von diesen Empfindungen denken soll, welche Reaktionen ihm offen stehen und wie er seine Hoffnungen und Befürchtungen ausdrücken soll. Daniel Goleman erklärt: „Diese Schulung der Gefühle erfolgt nicht bloß mittels der Dinge, die Eltern ihren Kindern direkt sagen sondern die sie mit ihnen machen, sondern auch über die Vorbilder, die sie abgeben bezüglich des Umgangs mit ihren eigenen Gefühlen und mit den Gefühlen, die zwischen Mann und Frau ausgetauscht werden. Manche Eltern sind begabte emotionale Lehrer, andere sind entsetzlich.“

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Erwin W. Straus empfiehlt die Suche nach dem Sinn

Für Erwin W. Straus spiegeln sich die Geschehnisse der äußeren in den Erlebnissen der inneren Welt wider. Aber wenn zwei Menschen dasselbe geschieht, so erleben sie es mit Gewissheit verschieden. Die innere Lebensgeschichte eines Menschen entscheidet deshalb darüber, was auf ihn als harmlos oder traumatisch wirkt. Ein Psychologe muss die Entstehungsgeschichte einer Persönlichkeit kennen, um ihre Schicksale in ihrer ganzen Tragweite für die Person zu erfassen.

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Der Fanatiker findet in der Massenbewegung sein Heil

Eric Hoffer erklärt in seinem Buch „Der Fanatiker“ warum Massenbewegungen so mächtig werden können. Als einen der Gründe nennt der Autor den Enthusiasmus, den sie ausstrahlen. Mächtige politische Bewegungen zeichnen sich seiner Meinung nach immer durch eine religiöse Inbrunst aus. Die Französische Revolution beispielsweise eigentlich auch eine neue Religion, die die Dogmen und Rituale der Kirche durch ähnliche ersetzte, die nun vom Staat kamen. Dasselbe gilt für den Bolschewismus und den Nationalsozialismus. Eine entstehende Massenbewegung gewinnt und hält ihre Anhängerschaft nicht nur mit Ritualen und Versprechungen, sondern indem sie den Menschen eine Zuflucht bietet vor den Ängsten und der Bedeutungslosigkeit einer individuellen Existenz.

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William James entwirft die Formel für das Selbstgefühl

William James gilt zusammen mit Wilhelm Wundt als der Begründer der modernen Psychologie. Die Psychologie war einst in den Wissenschaftsbereich der Philosophie eingegliedert. Das berühmte zweibändige Buch „The Principles of Psychology“ gilt als sein Meisterwerk. Er schreibt darin, dass der Mensch eine Ansammlung von Gewohnheiten ist, die sich auf Entladungen der Nervenzentren zurückführen lassen. Den Unterschied zwischen Mensch und Tier machte William James daran fest, dass die Handlungen der meisten Tiere automatisch erfolgen und relativ beschränkt und einfach sind, während der Mensch neue Gewohnheiten bewusst ausbildet, um damit bestimmte Ergebnisse zu erzielen.

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Viktor Frankl erforscht das Leiden am sinnlosen Leben

Für Viktor Frankl ist die Sinnfrage zu einem der brennendsten Probleme der Moderne geworden, und zwar keineswegs bloß im Sinne einer Krankheit unter empfindsamen Intellektuellen. Der amerikanische Psychiater Robert Coles hat festgestellt, dass unter seinen Patienten auch die normalen Arbeiter hauptsächlich über ein Leiden klagen, und das ist das Sinnlosigkeitsgefühl. Der Direktor des Washingtoner Zentrums für Verhaltenstherapie hat berichtet, dass hauptsächlich die jungen Leute unter 30 an der Sinnlosigkeit des Lebens leiden.

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