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Den Narzissmus prägt eine Doppelköpfigkeit

Beim offenen Narzissmus sind die narzisstischen Eigenschaften relativ offensichtlich. Turid Müller erklärt: „Wer diese Menschen besser kennt, merkt, dass sie auf ihren Vorteil bedacht sind und wenig Interessen und Mitgefühl für andere entwickeln. Mit ihrer hohen Meinung von sich halten sie nicht hinterem Berg.“ Sie suchen sich tendenziell eher Rollen, die ihnen ermöglichen, sich ganz offen ins Rampenlicht zu stellen, um Applaus und Macht zu erlangen. Dazu zählen beispielsweise Politiker, Revoluzzer oder Draufgänger. Auch sie haben die für den Narzissmus typische Doppelköpfigkeit. Aber es ist nicht diese besonders tückische Mogelpackung…

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Männer stehen für Freiheit und Macht

Eigentlich wird die ganze verdammte Welt von Männern am Laufen gehalten, die sich am liebsten selbst reden hören und ihre Vorstellung von Männlichkeit an ihre Söhne weitergeben. Tobias Haberl stellt fest: „Es ist eine sexistische Welt, sehr weiß, sehr männlich, sehr heterosexuell, die von zahllosen Filmen und Werbespots reproduziert wird.“ Frauen machen Werbung für Geschirrspülmittel, Gardinen und Waschpulver, Männer für Autos, Versicherungen und Weinbrand. Männer stehen für Freiheit, Abenteuer und Macht, Frauen für Saubermachen und Körperpflege. So etwas wie Lebensglück wird so gut wie immer von einem heterosexuellen Paar mit…

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Im Gehirn gibt es Areale für Hassgefühle

Reinhard Haller möchte wissen welche Erkenntnisse die Neurowissenschaften zu den Grundlagen des Hasses erbringen können. Möglicherweise ist das menschliche Gehirn jedoch niemals in der Lage, sich selbst ganz zu begreifen. Obwohl das Gehirn 100 Milliarden Nervenzellen, 5,8 Kilometer an Nervenbahnen und seiner über die Trillionengrenze hinausreichende Zahl an Schaltstellen besitzt. Weil die Hirnforschung aber heute nachweisen kann, welche Teile des Gehirns unter welchen Bedingungen aktiviert werden, müsste es möglich sein, dort Repräsentationen für den Hass zu finden. In der Tat gibt es einige interessante Ergebnisse: So konnte aufgezeigt werden, welche…

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Es gibt ein Modell der neurologischen Ebenen

Thomas W. Albrecht betont: „Wir können ausschließlich das Verhalten anderer Menschen beobachten. Das Verhalten ist das einzige, was wir sehen und wahrnehmen. Wir können beobachten, hören Geräusche und Sprache und fühlen Berührungen und Nähe.“ Das Modell der neurologischen Ebenen erklärt, wo die Unterschiede zwischen Identität und Verhalten liegen. Robert Dilts entwickelte sie Mitte der 1980er-Jahre. Sie bauen aufeinander auf und beeinflussen einander. Dazu gehören erstens die Umgebung und Umwelteinflüsse, zweitens das Verhalten, drittens Ressourcen und Fähigkeiten, viertens Werte, Überzeugungen und Glaubenssätze, fünftens die Identität, sechstens die Zugehörigkeit und siebtens die…

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Der Sinn des Lebens ist schwer zu ergründen

Barbara Schmitz weiß: „In der momentanen Diskussion wird zwischen zwei Bedeutungen der Frage nach dem Sinn unterschieden. Man kann zum einen fragen: Was ist der Sinn des Lebens? Zum anderen kann man auch fragen: Was ist der Sinn im Leben?“ Die erste Frage zielt darauf ab, warum überhaupt etwas existiert, fragt nach dem Sinn des Lebens, der Welt, des Universums schlechthin. Die zweite ist bescheidener: Sie fragt nach dem Sinn, den Menschen in ihrem Leben für sich finden, nach dem Sinn eines persönlichen Lebens. Zwischen beiden Fragen bestehen Verbindungen. Barbara…

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Die Sinnfrage entspringt dem Zweifel

Nicht nur gibt es eine Vielzahl von Antworten auf die Sinnfrage, auch die Frage selbst ist äußerst mehrdeutig. Christian Uhle fordert: „Wir müssen überlegen, warum wir überhaupt nach dem Sinn des Lebens fragen.“ Laut Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) ist das Staunen über die Welt und die daraus resultierende Neugier der Antrieb aller Philosophie. Trifft das auch auf die Sinnfrage zu? Natürlich kann man sie aus Neugier stellen, ganz nach dem Motto: Es wäre interessant, den Sinn des Lebens zu erfahren. Im Regelfall ist der Motor des Fragens jedoch…

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Viele Menschen wollen immer mehr

Das Glück der Menschen hängt von Erwartungen ab, nicht von objektiven Umständen. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Wenn sie bekommen, was sie wollen, sind sie glücklich, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen, sind sie unglücklich.“ Die Krux: Je besser die Lebensbedingungen werden, desto größer werden die Erwartungen. In der Gegenwart kann man Dinge genießen, von denen frühere Menschen nur träumen konnten. Das reicht jedoch vielen Menschen nicht – sie wollen mehr. Egal was sie erreichen. Das ist automatisch ein Dauerkonflikt. Das hat Odo Marquard „Übererwartung“ genannt, die bisweilen völlig überzogenen…

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Tod und Wiedergeburt bilden einen Kreislauf

Manche Menschen grübeln ständig über Erinnerungen. Man könnte sagen, dass sie in der Vergangenheit feststecken. Shunmyo Masuno empfiehlt dagegen: „Lebe im Moment des Atemholens, und zwar so gewissenhaft wie möglich.“ Darin klingt auch der buddhistische Leitsatz „Wohne in den drei Welten“ an. Die drei Welten sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Menschen leben in den Verbindungen zwischen diesen drei Welten. Doch wenn man sich in der Gegenwart befindet, ist die Vergangenheit bereits tot, während die Zukunft erst noch geboren wird. Shunmyo Masuno weiß: „So erklären wir das buddhistische Konzept des Samsara,…

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Falsche Erwartungen führen zu Erschöpfung

Erschöpfung hat viel mit falschen Erwartungen zu tun. Wenn durchschnittliche Menschen glauben, ständig ihr ganzes Leben wie Hollywood-Stars posten zu müssen, um mit zehn Likes belohnt zu werden, dann stresst das auf Dauer. Das führt letztlich automatisch zu Enttäuschungen, weil man doch kein Instagram-Star mit Hunderttausenden Followern ist. Andreas Salcher nennt ein anderes Beispiel: „Junge Mütter erwarten oft, dass alles besser wird, sobald die Kinder in die Schule eintreten. Diese Erwartung wird fast immer enttäuscht, da die meisten Kinder in der Schule wesentlich mehr Unterstützung als im Kindergarten brauchen. Arbeiten…

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Hochbegabung sieht man nicht

Es existiert ein Vorurteil, das anscheinend von jeher auf theoretische Denker gemünzt war. Jakob Pietschnig weiß: „Kaum einer, dem man nicht eine gewisse Realitätsferne oder mangelnde Alltagstauglichkeit vorwirft.“ Hochbegabung ist etwas, das man nicht sieht, das man aus ihren vermeintlichen Defiziten heraus definieren kann. Ein Mangel an Sinn für das Praktische lässt nicht automatisch den Umkehrschluss zu, nämlich dass es sich bei demjenigen um ein Genie handeln müsse. Die geistige, aber auch körperliche Gesundheit von Hochbegabten war etwa Gegenstand einer Langzeitstudie, die der US-amerikanische Psychologe Lewis M. Terman im Jahr…

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