Der Orgasmus spendet dem Menschen das Leben

Der Therapeut und Psychiater Eric Berne vertrat die These, dass man sich ohne alle Vorbehalten einem Orgasmus hingeben soll. Folgendes ist dagegen eher kontraproduktiv: Menschen versuchen etwa, durch akrobatische Bewegungen bei der sexuellen Vereinigung mit dem geliebten Partner, einen luxuriösen Orgasmus, der in eine Explosion der Farben mündet, zu erzielen. Wieder andere sehen laut Berne den Orgasmus als Siegesbeute oder Geschenk an. Viele so genannte Sexexperten sprechen in ihren Artikeln vom Orgasmus als etwas, dass man sich erarbeitet.

Weiterlesen …

Antonio Damasio definiert das Bewusstsein neu

Gängige Wörterbücher der Psychologie definieren laut Antonio Damasio das Bewusstsein, mit leichten Abwandlungen, ungefähr wie folgt: „Bewusstsein ist ein Zustand der Wahrnehmung des eigenen Ichs und der Umgebung.“ Antonio Damasio ersetzt nun den Begriff Wahrnehmung durch Kenntnis und das Wort Ich durch eigene Existenz, und erhält dadurch eine neue Definition, die einige wesentliche Aspekte des Bewusstseins einschließt. Er schreibt: „Bewusstsein ist ein Geisteszustand, in dem man Kenntnis von der eigenen Existenz und der Existenz einer Umgebung hat. Bewusstsein ist ein Zustand des Geistes – ohne Geist gibt es auch kein Bewusstsein.“ Antonio Damasio ist Professor für Neurowissenschaften, Psychologie und Neurologie an der University of Southern California und Direktor des dortigen Brain and Creativity Institute.

Weiterlesen …

Eine gesunde Seele braucht die offene Kommunikation

Die Grundlage einer Interaktion ist das Verstehen zwischen Ich und Du, das allerdings immer lückenhaft ist. Jeder Mensch kann laut Ronald David Laing nur vermuten, was der andere denkt und meint. Hier tut sich seiner Meinung nach ein Tor zu allen möglichen seelischen Vergewaltigungen auf, wenn eine Person A soviel Macht besitzt, um einer Person B zuschreiben, was diese bewusst oder unbewusst befindet. Ronald David Laing definiert das Unbewusste als jenen Seelenanteil, den der Mensch weder sich selbst noch anderen mitteilt. Es ist kein Sack mit perversen Trieben, sondern ein Teil der Persönlichkeit, der nicht kommunizierbar ist.

Weiterlesen …

Die Ehe tötet tatsächlich das sexuelle Verlangen

Die Frage, ob die Ehe das sexuelle Verlangen zerstört, beschäftigt Liebende seit mindestens zwei Jahrtausenden. Schon in Ovids „Liebeskunst“ hieß es: „Streit ist die Mitgift, die Eheleute einander mitbringen.“ Seither existiert laut dem amerika ein fester Bestandteil der mittleren Phase jeder Ehe sind. Er schreibt: „Sie sind typisch für einen bestimmten Entwicklungsabschnitt von Liebesbeziehungen. Es handelt sich dabei um normale Erscheinungen im Lebenszyklus einer Beziehung.“

Weiterlesen …

Entspannung schützt vor der Erschöpfung des Willens

Der Physiker und Publizist Ulrich Schnabel hat n lässt. In diesem Beispiel geht es nicht nur um die Unterscheidung zwischen Wichtigem und Unwichtigem, sondern um etwas viel Grundlegenderes – um das Ausmaß der Willenskraft eines Menschen oder in der Sprache der Psychologen, um die Fähigkeit zur Selbstkontrolle. Über dieses wertvolle Gut verfügt der Mensch leider nur in begrenzter Menge, wie wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben. Ulrich Schnabel vergleicht die Willenskraft mit einem Muskel, der nur bis zu einer bestimmten Spannkraft belastbar ist. Wird diese überschritten, reißt er.

Weiterlesen …

Theodor Reik erklärt den Beruf des Psychoanalytikers

Für Theodor Reik ist das Hauptwerkzeug eines jeden Psychotherapeuten seine eigene Persönlichkeit. In seinem Buch „Hören mit dem dritten Ohr – Die innere Erfahrung eines Psychoanalytikers“ beschreibt er sein ganzes Berufswissen. Er hat erkannt, dass das Verstehen einer fremden Person mit dem Verstehen des eigenen Selbst untrennbar miteinander verbunden ist. Der Erforscher des eigenen Selbst muss dabei von starken ethischen Impulsen geleitet wird. Denn der Akt der Selbsterkenntnis muss mit der Bereitschaft zum Lernen und Wandlung des eigenen Selbst verbunden sein.

Weiterlesen …

Das sexuelle Verlangen stellt sich nicht automatisch ein

Wer Sex für eine natürliche Funktion hält, dem macht die Rolle des Partners mit dem schwächeren sexuellen Verlagen gemäß David Schnarch sicher keine Freude. Er sieht in sich denjenigen, der ein Problem hat, fühlt sich defekt und unzugänglich. Und der Partner mit der größeren sexuellen Energie ist wahrscheinlich der gleichen Ansicht. Für David Schnarch ist es allerdings auch kein Vergnügen, der Partner mit dem stärkeren Verlangen nach Sex zu sein. Er fühlt sich attraktiv, liebevoll und sexy und kann nicht verstehen, warum der Andere nicht völlig selbstverständlich Sex mit ihm haben möchte.

Weiterlesen …