Anna Freud erklärt die Technik der Kinderanalyse

Anna Freud beschränkte die Kinderanalyse auf Interventionen bei echten Schwierigkeiten in der Erziehung und neurotischen Erkrankungen im Kindesalter. Nach Anna Freud verstehen viele Kinder ihre Krankheit, wenn man ihnen ihre Schwierigkeiten in kindgemäßer Sprache erklärt. Sie sind dann auch bereit zur Mitarbeit, wenn die Sitzungen für sie interessant sind und ihnen seelische Erleichterung verschaffen. Anna Freud forderte, dass der Kindertherapeut immer auf der Seite des Kindes stehen müsse, wenn er ihm wirklich helfen will. Das eigentlich bedrängte Wesen ist ihrer Ansicht nach das Kind, auch wenn es die Eltern sind, die sich hilfesuchend und klagend an einen Kinderanalytiker wenden.

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Helene Deutsch entwickelt eine Psychologie der Frau

Da die Psychoanalyse immer auch die Selbsterkennt zu gewinnen. Die eigene Person bot sich dabei als wichtigstes Studienobjekt an. Sie wollte sich gezielt mit dem Rätsel der Weiblichkeit auseinandersetzen. Im Gegensatz zu Sigmund Freud war Helene Deutsch fest davon überzeugt, dass Frauen mindestens so gut geeignet sind wie Männer, den offenen Fragen der Weiblichkeit nachzuspüren und deren Antworten zu suchen. Dennoch stand Helene Deutsch in ihrer Anfangszeit als Analytikerin noch stark unter dem Einfluss von Sigmund Freuds Weiblichkeitstheorie.

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Fritz Künkel fordert die Erziehung von Mutter und Kind

Fritz Künkel geht davon aus, dass Mutter und Kind zunächst in einem „Ur-Wir“ miteinander verbunden sind. Je besser eine Mutter mit seinem Kind eine solche wirhafte Beziehung pflegt, desto leichter erfolgt die Einbettung in die Gemeinschaft. Alfred Adler bezeichnete dies als die Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls und vertrat die These, dass das Sozialinteresse und die Kontaktfähigkeit der Mutter der stärkste Erziehungsfaktor ist, der dem Menschen gegeben ist. Diese Mütter gehen mit ihren Kindern eine lebendige Beziehung ein, in der beide wachsen uns sich entfalten können. Viele der so genannten Erziehungsprogramme machen einen gravierenden Fehler, da sie von der Voraussetzung ausgehen, nur das Kind benötige eine Erziehung. Fritz Kinkel dagegen betont, dass sowohl der Erzieher als auch der Zögling erzogen werden müssen.

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Männer und Frauen erleben die Welt unterschiedlich

Louann Brizendine analysierte während ihres Medizinstudiums Studien, aus denen hervorging, dass das weibliche Gehirn in sehr starkem Ausmaß von den Hormonen beeinflusst wird. Die Hormone steuerten das Verhalten der Frauen ebenso sehr, wie sie ihre Wirklichkeit prägten. Louann Brizendine  stellt darin die relative Stabilität der männlichen hormonellen Hirnzustände den weiblichen gegenüber, die von einem oft chaotischen Chemie-Cocktail bestimmt sind. Bei den Frauen verändern sich die hormonellen Zustände des Gehirns bei den Übergängen von der Kindheit zur Adoleszenz, von dort ins frühe Erwachsenenalter, dann in die Mutterschaft und schließlich zur Menopause ganz erheblich.

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Erwin Ringel zeigt Wege zu einem gelungenen Leben

Laut Erwin Ringel ist der Mensch in erster Linie für seine Lebensgestaltung selbst verantwortlich. Für dieses Leben, von dem Sigmund Freud, der Gründervater der Psychoanalyse, einst behauptet hat, dass es nicht viel sei, aber dennoch alles, was wir besitzen. Es ist furchtbar, wenn man am Ende seines Daseins erkennen muss, dass man sein Leben nicht gelebt hat. Deshalb kann sich der Mensch nicht früh genug mit der Sinnerfüllung seines Lebens, mit dem einmaligen Entwurf, den jedes Leben darstellt, auseinandersetzen. Erwin Ringel vertritt die Meinung, dass jedes Dasein und jede Lebensgestaltung durch die Startbedingungen wesentlich beeinflusst wird. Wer hier von Gleichheit spricht, ist entweder ein gnadenloser  Heuchler oder ein Verantwortungsloser.

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Victor-Emil von Gebsattel erklärt die Angstneurose

In seinem Werk „Die phobische Fehlhaltung“ hob Victor-Emil von Gebsattel hervor, dass das Wesen der angstneurotischen Störungen aus der Psychologie und Anthropologie der Angst heraus begriffen werden muss. Die Angst ist demnach die Quelle und der Motor aller neurotischen Fehlentwicklungen. Existenzphilosophen betrachten die Angst als eine Art Konfrontation mit dem Nichts. Dieses Nichts wohnt nach Victor-Emil von Gebsattel in den Menschen selbst, das sich als Zug und Hang zum Wertlosen bemerkbar macht.

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Peter Lauster lehrt die hohe Kunst des Alleinseins

Laut Peter Lauster versuchen viele Menschen dem Alleinsein zu entkommen, indem sie sich in die Geselligkeit stürzen, in Gespräche und Diskussionen eintauchen und in ihrem Leben nach Aktionen und Sensationen suchen. Sie flüchten vor ihrem Denken, das sie scheinbar am Erleben hindert. Deshalb ist es für Peter Lauster so wichtig, zu lernen, das Denken abzuschalten, damit sich in der Gegenwart ein intensives Erleben entwickeln kann. Dann hat Alleinsein hr mit schrecklicher Einsamkeit zu tun, sondern ist ein wunderbares, beglückendes Erlebnis, eine Erfahrung ganz neuer Lebensqualität, in der die Offenheit zu lieben die höchste Form des Glücks darstellt. Peter Lauster ist fest davon überzeugt, dass der Mensch das Alleinsein lernen muss, weil dies der einzige Weg zur individuellen Zufriedenheit und Freiheit ist.

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Der Mensch kann ohne die Gesellschaft nicht existieren

In seinem zweibändigen Werk „Psychologie als Wissenschaft, neu gegründet auf Erfahrung, Metaphysik und Mathematik“, das 1824/25 erschien, versucht Johann Friedrich Herbart die Mathematik auf innere Vorgänge im Menschen anzuwenden und die Psychologie als strenge Wissenschaft zu etablieren. Bei der Hemmung wird eine Vorstellung von der anderen ins Unterbewusstsein zurück gedrängt, aus dem sie aber jederzeit wieder auftauchen könne. Das Gleichgewicht und die Bewegungen der Vorstellungen werden nach Johann Friedrich Herbart durch die Summe der Hemmungen bestimmt. Er stellt fest: Je größer der Unterschied zwischen den einzelnen Vorstellungen sei, desto stärker hemmen sie sich gegenseitig. Je stärker allerdings einzelne Vorstellungen wirken, desto geringer werde das Hemmpotential der anderen. Aus diesem Verhältnis zieht Herbart auch Rückschlüsse auf das Begehren und Fühlen.

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