C. G. Jung lehnt die Theorie vom Ödipuskomplex ab

C. G. Jung schloss sich 1907 mit großem Enthusiasmus der Psychoanalyse Sigmund Freuds an. C.G. Jung stand unter dem Einfluss romantischen und religiösen Schriften und versuchte diese geistigen Strömungen in seine psychoanalytische Theorie und Praxis einzuarbeiten. Eine erste Abgrenzung zur Psychoanalyse Sigmund Freuds vollzog er mit dem Buch „Versuch einer Darstellung der psychoanalytischen Theorie“, das 1912 erschien.

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Alfred Adler erklärt die Entwicklung des Charakters

Unter einem Charakterzug versteht Alfred Adler das Hervortreten einer bestimmten Ausdrucksform der Seele bei einem Menschen, der sich mit den Aufgaben des Lebens auseinanderzusetzen sucht. Charakter ist demnach ein sozialer Begriff, der nur im Zusammenhang des Menschen mit seiner Umwelt betrachtet werden darf. Der Charakter ist die seelische Stellungnahme eines Menschen seiner Umwelt gegenüber. Die Charakterzüge sind laut Alfred Adler nicht angeboren, sondern einer Leitlinie vergleichbar, die dem Menschen wie eine Schablone anhaftet und ihm erlaubt, ohne viel Nachdenken in jeder Situation seine einheitliche Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen.

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Howard Gardner predigt den Abschied vom reinen IQ

Howard Gardners Buch „Abschied vom IQ. Die Rahmen-Theorie der vielfachen Intelligenzen“ (Klett-Cotta 1991), machte die These populär, dass die logisch-mathematische oder allgemeine Intelligenz, die normalerweise bei einem Test des Intelligenzquotienten gemessen werden, doch kein so guter Maßstab für das Potential eines Menschen sei. Howard Gardner ersetzte die Frage „Wie klug sind Sie?“ durch die darüber hinausgehende „Wie sind Sie klug?“. Denn IQ-Test können halbwegs schlüssige Vorhersagen darüber machen, in welchen Schulfächern jemand gut sein wird, aber können nichts darüber aussagen, ob jemand einen Popsong komponieren oder einen Wettkampf gewinnen wird.

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Erwin E. Straus erhellt das Wesen des Menschen

Mit Wilhelm Dilthey und Edmund Husserl will sich Erwin W. Straus vom Einfluss René Descartes emanzipieren. Der französische Philosoph konzipierte das Ich als denkendes Ding, im Grunde ein Widerspruch an sich. Sodann wählte er das intellektuelle Erkennen und Urteilen zur eigentlichen Beziehung zur Welt. Die Empfindung hielt er dagegen für eine minderwertige Erfahrung. Erwin W. Straus begründete ein neues Ideal der Wissenschaft, eine neue Erhellung des menschlichen Wesens.

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Psychosomatische Erkrankungen kommen aus der Seele

Erwin Ringel erklärt: „Das, was psychisch krankmachend wirkt, sind bestimmte Gefühle, nicht der rationale, sondern der emotionale Bereich ist hier entscheidend. Dies unterstreicht die Bedeutung eines gesunden Gefühlslebens auch für die körperliche Gesundheit.“ Die entscheidende Schaltstelle zwischen Seele und Körper ist für Erwin Ringel das vegetative oder autonome Nervensystem. Dieses beherrscht alle Funktionen, die sich der Willkür des Menschen entziehen.

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Gerhard Roth: "Der Mensch hat keinen freien Willen"

Für den Verhaltensphysiologen Gerhard Roth ist das Ich eine Täuschung, da es das eine Ich nicht gibt, sondern viele Ichs. Das Ich kann beispielsweise als Gefühl auftreten, wonach das Individuum der Verursacher seiner Handlungen ist. Es hängt laut Gerhard Roth ganz davon ab, welche Gehirnregion aktiv ist, ob sich Menschen als Verursacher ihrer Handlungen fühlen oder nicht. Die Gedanken sind dabei untrennbar mit elektrischen Impulsen verbunden. Gerhard Roth sagt: „Das gilt nicht nur für Gedanken, sondern für jede Aktivität im Gehirn.“ Jeder Gedanke und jedes Gefühl hat eine neuronale Basis.

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Die Jagd nach immer mehr Geld soll die Angst besiegen

Für den Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer ist Geld das zentrale Mittel, um Ängste in den Griff zu bekommen. Die meisten Menschen stehen voller Furcht einer Welt gegenüber, die dem Einzelnen zwar unendliche Möglichkeiten eröffnet, aber auch total unübersichtlich geworden ist. Wolfgang Schmidbauer ist der bekannteste Paartherapeut Deutschlands. Er hat 30 Bestseller über Liebe, Ängste und das Helfersyndrom geschrieben.

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Daniel Goleman beschwichtigt die Sorgen und die Angst

Die Besorgtheit kreist bei manchen Menschen in einer endlosen Schleife eines kleinen Melodramas, eine Sorge führt zur nächsten, und von dort wieder zurück zum Ausgangspunkt. Für Daniel Goleman ist die Besorgtheit der Kern aller Angst. Unproblematisch ist die Besorgtheit, wenn sie dazu anregt über ein Problem konstruktiv nachzudenken. Die Überlegung mag wie eine Besorgtheit erscheinen, kann aber zu einer Lösung führen. Daniel Goleman ergänzt: „Die Reaktion, die der Besorgtheit eigentlich zugrunde liegt, die Achtsamkeit auf eine potentielle Gefahr, war in der Evolution zweifellos überlebenswichtig.“

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Selbstentfaltung ist die zentrale Aufgabe des Lebens

Erich Fromm unterscheidet zwischen einer autoritären und einer humanistischen Ethik. Die autoritäre Form schreibt dem Menschen Gebote und Verbote von außen vor, die humanistische Variante untersucht das Wesen des Menschen und erkennt die Wege und Hilfsmittel, die zur Selbstverwirklichung beitragen. Bei der humanistischen Ethik ist das Wohl der Menschen das einzige Kriterium für ethische Werte. Die autoritäre Ethik schätzt vor allem Gehorsamkeit und Unterwürfigkeit. Erich Fromm setzt die Ethik fast mit der Lebenskunst gleich, die jeder Mensch lernen muss, wenn er sein Leben erfolgreich und glücklich bewältigen will.

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Der MBTI erkennt unterschiedliche Persönlichkeitstypen

Der Myers-Briggs-Typindikator (MBTI) ist ein Test zur Einstufung des Persönlichkeitstyps, der in den 1940iger Jahren eingeführt wurde. Isabel Briggs Myers ist davon überzeugt, das Verhalten eines Menschen zu verstehen, wenn sie den Typ seiner Persönlichkeit kennt. Fortgeschrittene Introvertierte können ihrer Meinung nach ziemlich gut mit ihrer Umwelt umgehen, aber ihre besten Leistungen vollbringen sie mit ihrem Gehirn, bei der Reflexion. Desgleichen können fortgeschrittene Extrovertierte relativ gut mit Ideen umgehen, erbringen jedoch ihre besten Arbeiten, wenn sie beim Handeln nach außen gewandt agieren. Obwohl es den MBTI schon so lange gibt, fand er größere Verbreitung erst in den 1970iger Jahren. Seitdem sind Millionen von Menschen nach dieser Methode getestet worden. In der Regel wird er als Ausbildungs- und Berufseignungstest, aber auch in der Eheberatung und in der Persönlichkeitsentwicklung eingesetzt.

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