Viktor Frankl empfiehlt das Buch als Therapeutikum

Die Möglichkeit, das Buch therapeutisch einzusetzen, geht gemäß Viktor Frankl weit über das Pathologische hinaus. Er schreibt: „So vermag das Buch etwa in existentiellen Krisen – von denen ja niemand verschont bleibt – einfach Wunder zu wirken. Das rechte Buch zur rechten Zeit hat viele Menschen vor dem Selbstmord bewahrt, und davon wissen wir Psychiater sehr wohl ein Lied zu singen.“ In diesem Sinne leistet ein Buch echte Lebenshilfe.

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Beleidigungen können tödliche Konflikte auslösen

Demütigungen und Beleidigungen sind oft die Auslöser für Gewalt und Mord, Krieg und Genozid. Menschen mit einem ausgeprägten Ehrgefühl reagieren besonders stark auf eine entwürdigende Situation. Dov Cohen geht davon aus, dass in den Südstaaten der USA eine Kultur der Ehre vorherrsche. Der Wissenschaftler sagt: „In Texas und den anderen Südstaaten setzt eine öffentliche Beleidigung die Reputation eines Mannes besonders stark herab. Dieser muss dann versuchen, seinen Ruf mit Gewalt wiederherzustellen.“

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Warum viele Menschen an Übernatürliches glauben

Laut Bruce Hood betrachten Kinder die Welt als eine existierende und ordnende Kraft, in der alles in der Natur für einen Zweck geschaffen worden ist. Als Erwachsene haben sie gelernt, diese Sichtweise zu unterdrücken. Die Neigung zum Aberglauben ist bei vielen Erwachsenen von ihrer kindlichen Weltsicht erhalten geblieben. Bruce Hood sagt: „Das merkt man bei wissenschaftlichen Aussagen, die der Intuition widersprechen. Die meisten Erwachsenen vermuten zum Beispiel noch, dass schwere Objekte schneller zu Boden fallen als leichte.“

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Fritz Künkel erklärt das Wesen der Charaktertherapie

Was laut Fritz Künkel in der Psychotherapie wirklich heilt, ist die Wandlung im Werthorizont eines Menschen, wobei immer tief greifende Änderungen in der Grundstimmung, in der Verfassung des Geistes und der Motivationsbasis des Patienten zustande kommen. Angeblich führt seiner Meinung nach der Weg zur psychischen Gesundung über fundamentale Krisen hinweg zum inneren und äußeren Wachstum. Fritz Künkel schreibt: „Nur wer den Tiefpunkt seiner neurotischen Verirrungen erreicht hat, ist wahrhaft bereit, sich grundlegend umzustellen. So muss der Mensch erst ein gerütteltes Maß an Not, Leid und Schicksalsschlägen hinnehmen, bis ihm die Bedeutung der Hingabe an das Leben und der echten Wahrhaftigkeit aufgeht.“

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Falsche Erziehung kann Kinder zu Tyrannen machen

Wenn die Eltern bei der Zuneigung zu ihren Kindern gewisse Fehler begehen, werden sie laut Osvaldo Poli kleine Tyrannen heranziehen. Seiner Meinung nach tun Eltern, die nie nein sagen können und ihren Kindern alles erlauben, nichts Gutes. Oswaldo Poli erläutert: „Die Kinder wachsen ihnen bald über den Kopf oder zu unsicheren Jugendlichen heran, die ihren Weg im Leben nur schwer finden. Eine Mutter, die zu sehr liebt, ist kurz vor dem Zusammenbruch stehend. Sie tut alles für ihre Kinder, selbst wenn sie sich dabei selbst verleugnen muss.

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Der evolutionäre Sinn des Gefühls der Eifersucht

Die Eifersucht ist keineswegs nur ein Phänomen der Erwachsenenwelt. Kinder können schon im Alter von einem halben Jahr eifersüchtig auf ihre Geschwister werden, die anscheinend mehr Zuneigung von den Eltern erfahren. Besonders stark ausgeprägt ist die Eifersucht bei Menschen, die sich selbst wesentlich unattraktiver empfinden als ihren Partner. Männer und Frauen entwickeln unterschiedliche Formen der Eifersucht. Männer sind beispielsweise besonders gereizt, wenn sie den Verdacht haben, dass ihre Frau Sex mit einem anderen Mann hat. Sie sind dann eher bereit als Frauen, eine Beziehung zu beenden.

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Daniel Goleman rät zu Klugheit in der Lebensführung

Eine gewisse Selbstbeherrschung, das Vermögen, den Gefühlsirritationen, die durch Schicksalsschläge hervorgerufen werden, stand zu halten, statt ein Sklave der Leidenschaften zu sein, gilt seit den Zeiten Platons als Tugend. Die alten Griechen benutzen dafür das Wort „sophrosyne“, was frei übersetzt so viel bedeutet wie Sorgfalt und Klugheit in der Lebensführung, in der eine maßvolle Ausgeglichenheit und Weisheit regieren. Die Römer und die frühen Christen nannten diese Lebenseinstellung „temperantia“, die Mäßigung und Zügelung des Überschwangs der Gefühle. Daniel Goleman schreibt: „Das Ziel ist Ausgeglichenheit, nicht Unterdrückung der Gefühle: Jedes Gefühl hat seinen Wert und seine Bedeutung. Ein Leben ohne Leidenschaft wäre eine öde Wüste der Gleichgültigkeit, abgeschnitten vom Reichtum des Lebens selbst.“

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Ludwig Binswanger entwickelt die Daseinsanalytik

Sigmund Freud hatte ein tiefes Vertrauen in die materialistischen Dogmen und Denkweisen seiner Zeit, die dem Forschungsgegenstand des Seelenlebens keineswegs adäquat sind, wie Ludwig Binswanger scharfsichtig feststellte. Sigmund Freud schuf eine naturwissenschaftliche Psychologie, die die Idee eines seelischen Apparates vertritt, eine seelisch-sexuelle Energie, die Libido postuliert und in der Sexualität das Psychische allumfassend zu begreifen glaubt. Er zerlegte die menschliche Seele in das Ich, Über-Ich und das Es, die relativ unabhängig voneinander agieren. Alle Veränderungen im Seelenapparat sind angeblich dem Prinzip der Kausalität unterworfen. Ludwig Binswanger war mit solchen Oberflächlichkeiten nicht einverstanden.

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Jesper Juul rät zu mehr Gelassenheit bei der Erziehung

Ein Kind benötigt eine gute Beziehung zu seinen Eltern, an deren Leben es teilhaben will. Besonders, wenn sie in den Kindergarten oder in die Kinderkrippe gehen, sehnen sie sich nach Zeit mit den Erwachsenen, die ein entsprechendes Erwachsenenleben führen. Denn im Kindergarten lernen die Kinder seiner Meinung nach nur etwas über das Kind sein und nichts über Erwachsene. Jesper Juul behauptet: „Wir sehen schon die ersten Folgen. Viele Jungendliche habe keine Lebenskompetenz. Sie werden depressiv, weil sie nicht wissen, wie man mit Enttäuschungen umgeht.“

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Der entspannte Umgang mit den eigenen Kindern

In seinem Buch „Kinder brauchen Grenzen“ erklärt der bekannte Familienberater Jan-Uwe Rogge den Eltern, warum ein Kind etwas tut, beispielsweise trotzig ist oder ständig schimpft. Oft will es damit nur die Grenzen der Eltern testen. Eines macht der Familienberater von Anfang an deutlich, indem er schreibt: „Grenzen setzen heißt auch, alles unter Kontrolle haben zu wollen. Und das geht einfach nicht.“ So ist es auch kein Wunder das viele Eltern überfordert sind, ihren Kindern deutliche Grenzen aufzuzeigen.

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