Rotraud A. Perner deckt die Lügen über die Sexualität auf

Wir Männer lügen viel, wenn es um Sex geht – zuerst belügen wir uns selbst und dann unsere Partner. Die Kärntner Dichterin Ingeborg Bachmann (1926 – 1973) schrieb einst: „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“ Ein ehemaliger Priester, dann Psychotherapeut erzählte Rotraud A. Perner, dass er seinem Freud gesagt habe: „Du darfst Dich mir zumuten.“ Dieser Satz hat ihr sehr gefallen, da sie es nur geschafft hatte, dem Mann ihres Herzens zu sagen: „Du bist mir willkommen“, was wahrscheinlich int ist, „so wie du wirklich bist.“ Sich jemanden zumuten dürfen, setzt einiges voraus.

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Friedrich Hebbel: "Dem Auge soll man trauen, nicht dem Ohr!

Für die Empfindung der Scham spielt das Auge eine ganz wichtige Rolle. In einem bestimmten, schutzlosen Augenblick gesehen zu werden, kann ein derartig tiefes Schamgefühl erzeugen, dass radikale Genugtuung unausweichlich erscheint. Das heimlich beobachtet werden stellt den Urmythos einer existenziellen Angst dar. Ulrich Greiner erklärt: „Jeder weiß von ihr, jeder kennt das in Alpträumen auftauchende Erschrecken, unversehens gesehen zu werden, und viele Filme spielen mit dieser Angst, mit dem Gang durch Zimmer und Flure, hinter deren Türen der unheimliche Beobachter sich verbirgt.“ Die Angst ist dabei die schwarze Variante des Spiels: „Ich seh etwas, was du nicht siehst!“ Ulrich Greiner war zehn Jahre lang der Feuilletonchef der ZEIT. Als Gastprofessor lehrte er in Hamburg, Essen, Göttingen und St. Louis. Außerdem ist er Präsident der Freien Akademie der Künste in Hamburg.

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Andreas Salcher stellt die hohe Kunst der Manipulation vor

Jemanden, der gerade sehr traurig ist, durch geschickte Beeinflussung in einen besseren Zustand zu versetzen, ist sicher etwas Positives.“ Gerade ein Rechtschaffener sollte sich mit den Techniken der Manipulation vertraut machen, da er sonst leicht das Opfer der Arglistigen und Täuscher wird. Dr. Andreas Salcher ist Mitbegründer der Sir-Karl-Popper-Schule und initiierte die Waldzell Meetings im Stift Melk. Er ist einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. Sein aktuelles Buch heißt: „Erkenne dich selbst und erschrick nicht.“

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Lampenfieber und Bühnenangst lassen sich wegtrainieren

Vor öffentlichen Auftritten befällt viele Menschen ein plötzlicher Gedächtisten Reden todlangweilig. Denn es gibt auch ein positives Lampenfieber, bei dem es anregend im Bauch kribbelt.“ Davon unterscheidet der Mediziner die schädliche Angst vor dem Auftritt, die das Leistungsvermögen stark beeinträchtigt. Michael Bohne ergänzt: „Bei rund zwei Dritteln der Menschen überwiegt die Angst, doch das lässt sich ändern. Durch Training kann man lernen, das Negative zu überwinden.“

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Uwe Böschemeyer stellt das innerste Wesen des Menschen vor

Das Wesen eines Menschen wartet darauf, sich in seinem Facettenreichtum entfalten zu können. Jeder Mensch trägt laut Uwe Böschemeyer auf seinem Weg durchs Leben ein inneres, unverwechselbares Bild mit sich, und dieses Bild ist Ausdruck seines Wesens, seiner Originalität, seiner selbst. Dieses Bild deutet sich auch in Tag- und Nachträumen an und es wird sichtbar in Augenblicken des Liebens und Geliebtwerdens. Es nähert sich dem Menschen in Ahnungen und auch in tiefer Not. Uwe Böschemeyer ergänzt: „Es wartet darauf, zum Vor-Schein, zum Bewusstsein, zum Leben kommen zu können, in welcher Form auch immer. Es ist alles andere als Luxus, sich mit ihm zu befassen, weil das, was es symbolisiert, nichts geringeres ist als das Tiefste im Menschen, sein Innerstes, das, was er eigentlich, im Grunde, seinen Möglichkeiten nach ist.“ Wären die Menschen mit dieser Tatsache vertrauter, würden sie über sich selbst und andere ganz anders sprechen und urteilen.

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Von Kindesbeinen an sind die Deutschen auf Erfolg getrimmt

Erfolge auf einem Gebiet, lassen sich nicht gegen Misserfolge aufrechnen, um zu einem summarischen Gesamturteil zu gelangen. Allerdings besteht eine kritische Masse für das Scheitern, allerdings keine feste Größe ist, sondern von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfällt. Sie hängt beispielsweise von der Mächtigkeit des Denkmals ab, zu dem eine Person gemacht wurde. Ikonen der Gesellschaft dürfen sich nicht den kleinsten Fehler leisten. Je großer der Held, je stärker die Heroisierung einmal war, umso tiefer ist der Absturz, umso gnadenloser das Urteil. Denkmäler stehen oder sie fallen. Hier gibt es nur Schwarz oder Weiß – keine Grautöne. Wer abstürzt, kann sich der Häme der Öffentlichkeit sicher sein. In der Gegenwart fällt sie brutaler denn je aus, da sich in der Anonymität sozialer Netze bequem und gehässig über einen Gefallenen herziehen lässt. Auf der anderen Seite gibt es sogar Menschen, die über ihr Scheitern in der Öffentlichkeit reden, ihr Elend geradezu zelebrieren. Talkshows und Doku-Soaps leben von solchen Menschen, die sie einem voyeuristischen Publikum zum Fraß vorwerfen.

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Scham und Peinlichkeit können nur durch Reflexivität entstehen

Zu den Grundbedingungen von Scham und Peinlichkeit gehört die Reflexivität: Ich sehe mich selbst. Für Ulrich Greiner ist es ein Ich, das mich (sich) mit den Augen der anderen erblickt: „Ich beobachte mich in einer bestimmten Situation so, als würden mich andere beobachten. Jetzt erst erkenne ich meine Nacktheit, und das bedeutet, schutzlos ausgeliefert zu sein.“ Diese Nacktheit entsteht zum Beispiel, wenn eine Person unpassend angezogen ist, overdressed oder underdressed, was je nach Lage und Stimmung als sehr peinlich empfunden werden kann. Die Nacktheit kann aber auch eine geistig-moralische sein. Ulrich Greiner war zehn Jahre lang der Feuilletonchef der ZEIT. Als Gastprofessor lehrte er in Hamburg, Essen, Göttingen und St. Louis. Außerdem ist er Präsident der Freien Akademie der Künste in Hamburg.

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Für die Schönheit seiner Seele kann jeder Mensch sehr viel tun

In der griechischen Mythologie war die Persönlichkeit ursprünglich eine Konstante und entwickelt sich daher auch im Verlauf einer Geschichte. Odysseus war einer der ersten Helden an Intelligenz, der nicht durch Geburt als Halbgott, sondern durch seinen wachen Geist die ihm gestellten Herausforderungen bewältigte. Andreas Salcher erklärt: „Odysseus hatte eine komplexe Persönlichkeit, er war klug und mutig, beherrscht und zornig. Damit markiert die Figur des Odysseus den Übergang des von der Gunst der Götter abhängigen archaischen Menschen zum modernen, sich als autonom handelnd begreifenden Individuum. Dr. Andreas Salcher ist Mitbegründer der Sir-Karl-Popper-Schule und initiierte die Waldzell Meetings im Stift Melk. Er ist einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. Sein aktuelles Buch heißt: „Erkenne dich selbst und erschrick nicht.“

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