Die Hoffnung ist ein dem Leben selbst innewohnendes Element

Wenn die Hoffnung, gleich welcher Art, aufhört, hört das Leben auf. Erich Fromm sagt: „Die Hoffnung ist ein dem Leben selbst innewohnendes Element.“ In die gleiche Richtung zielen die Gedanken von Viktor Frankl: „Ob bewusst oder unbewusst, jeder Mensch fragt nach Sinn.“ Besonders eindrucksvoll kommt eine irrationale Hoffnung in dem großartigen Lied des österreichischen Liedermachers Ludwig Hirsch, der sich selbst das Leben nahm, zum Ausdruck: „Komm, großer schwarzer Vogel, komm zu mir! Spann` deine weiten, sanften Flügel aus und leg`s auf meine Fieberaugen! Bitte, hol` mich weg von da! Und dann fliegen wir rauf, mitten in den Himmel rein, in a neue Zeit, in a neue Welt. Und ich werd` singen, ich werd` lachen, und werd` das gibt`s net schrei`n, weil ich werd` auf einmal kapieren, worum sich alles dreht.“

Weiterlesen …

Nähe spüren und sich berühren lassen führt zu Glücksgefühlen

Menschen schätzen ganz unterschiedliche Formen der Berührung. Das wird schon bei kleinen Kindern sichtbar. Manche lieben es, sanft gestreichelt zu werden, andere wollen ganz fest in den Arm genommen werden. Und jeder Mensch hat andere Vorlieben und Körperzonen, die bei ihm besonders reizbar und empfindlich sind und an denen sich besondere Glücksgefühle auslösen lassen. Dann gibt es wieder Körperregionen, an denen Menschen überhaupt nicht reizbar sind.“ Und manchmal sind Berührungen auch der Schlüssel zu einem Verständnis, das sich zuvor mit Worten nicht einstellen wollte.

Weiterlesen …

Größerer Reichtum führt nicht zu mehr Glück

Das Easterlin-Paradox beruht darauf, dass Menschen sich und ihr Einkommen immer mit anderen Menschen vergleichen. Sie fühlen sich glücklich, wenn sie mehr haben. Der Jagd nach einem höheren Einkommen opfern viele Menschen im exzessiven Ausmaß jene Dinge, die sie wirklich zufriedener machen. Sie büßen Beziehungen ein, belasten ihr Familienleben und haben Stress mit ihren Arbeitskollegen. Richard Layard kritisiert: „Unsere Gesellschaft misst Menschen immer stärker daran, wie sie im Wettbewerb mit anderen abschneiden.“ Viele Menschen vergleichen sich außerdem selbst ständig mit anderen und bei allen möglichen Dingen.

Weiterlesen …

Die Konzentration auf das hier und jetzt ist beim Sex am größten

Fragt man Menschen, ob sie an etwas anderes denken als an das, was sie gerade tun, stehen die Chancen, dass sie ihre Gedanken gerade schweifen lassen, 50 zu 50. Wie sich in einer Umfrage der Psychologen Matthew Killingsworth und Daniel Gilbert von der Harvard University herausstellte, war die Konzentration auf das Hier und Jetzt verständlicherweise beim Sex weitaus am größten. Mit weitem Abstand an zweiter Stelle lag körperliches Training, gefolgt von Gesprächen mit anderen Menschen und dem Spielen. Am häufigsten schweiften die Gedanken bei der Arbeit, bei der Beschäftigung mit dem häuslichen Computer und auf dem Weg zur und von der Arbeit ab.

Weiterlesen …

Ulrich Greiner beschreibt die außergewöhnliche Macht der Blicke

Fast jeder Mensch kennt auf irgendeine Art und Weise die große Macht der Blicke. Im schönsten Fall enthüllt sich in ihnen eine jäh erwachte Liebe, und es mag gut sein, dass in einem solchen Gewitter der Gefühle auch eine Spur von Scham mitschwingt, verbunden mit einem Erröten der Wangen, weil das Geständnis der Liebe über den Weg der Blicke unweigerlich mit einer seelischen Entblößung verbunden ist, einer Offenbarung aber, die sich zugleich im Blick des Gegenüber beschützt und aufgehoben fühlt. Ulrich Greiner fügt hinzu: „Es ist, als ob die Blicke aufeinander zustürzten, und das englische „falling in love“ drückt etwas davon aus.“ Gefühle wie Scham und Peinlichkeit stellen sich in der Regel erst dann ein, wenn sich im traurigsten Fall herausstellt, dass diese Liebe des ersten Augenblicks auf einem Missverständnis beruht.

Weiterlesen …

Jede Lebensveränderung setzt Hoffnung und Mut voraus

Zu begreifen, dass die innere Welt keine Illusion ist, sondern die auf den Menschen wartende Wirklichkeit, ist laut Uwe Böschemeyer das Schwierigste im Prozess der Selbstwerdung. Im Jahr 1982 gründete  Uwe Böschemeyer das Institut für Logotherapie in Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Wertimagination und die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung.

Weiterlesen …

Alexander Mitscherlich analysiert den Prozess der Anpassung

Laut Alexander Mitscherlich müssen in jeder Gesellschaft Triebverzichte verlangt werden. Ein gewisses Unbehagen wird das Leben in einer sozialen Welt immer mit sich bringen. Gesundheit oder Krankheit einer Gesellschaftsordnung – also deren Produktivität fördernde oder hemmende Vorurteile – bemisst sich daran, ob die Restriktionen der Gesellschaft sich in tolerablen Grenzen halten und durch die Möglichkeit der Eigenentfaltung des Individuums aufgewogen werden oder nicht.

Weiterlesen …

Die Wut fördert die menschliche Entwicklung und Lebendigkeit

Wut und Zorn gelten in der Regel als Undiszipliniertheit. Die Wut ist in unserer Kultur so verpönt, weil sie unangenehm ist und die Emotion mit Aggression gleichsetzt. Die Emotion und ihr Ausdruck sind allerdings zwei verschiedene Dinge. Die Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie, Adelheid Kastner, ist Chefärztin der Forensischen Abteilung der Landes-Nervenklinik Wagner Jauregg in Linz. Gerade ist im Verlag Kremayr & Scheriau ihr Buch „Wut – Plädoyer für ein verpöntes Gefühl“ erschienen.

Weiterlesen …

Die Zufriedenheit ist das eigentliche Glück des Menschen

Da fast alle Menschen nach dem Glück streben, sollte man sich die Frage stellen, ob dieses überhaupt erstrebenswert ist. „Nein“, sagt der Psychiater Hans-Otto Thomashoff, da das Glück nur einen Moment währt, während die Zufriedenheit ein dauerhafter Zustand sein kann. Er plädiert dafür das Glück als Lebensziel Nummer 1 zu ersetzten: „Alle Menschen wollen glücklich sein. Und sitzen dabei einem Irrglauben auf: Glück ist flüchtig. Anders die Zufriedenheit. Zufriedenheit ist das eigentliche Glück. Sie kann von Dauer sein.“ Die Zufriedenheit hat allerdings ein Image-Problem: Sie ist nicht sehr sexy. Das Wort allein vermittelt keine ekstatischen Glücksgefühle, keinen Kick. Das neue Buch von Hans-Otto Thomashoff, der in Wien eine Praxis betreibt, heißt: „Ich suchte das Glück und fand die Zufriedenheit. Ein spannende Reise in die Welt von Gehirn und Psyche.“

Weiterlesen …

Die Träume der Menschen haben meistens eine tiefe Bedeutung

Träume enthalten Botschaften für den Träumer, sie sind ein Schlüssel zum menschlichen Unterbewusstsein. Jeder Traum selbst ist eine Art Reise in die Tiefen der Seele. Aber auch in die Ferne, in eine mögliche Zukunft, die Menschen unbewusst vorausahnen. Üblicherweise spricht das Unterbewusstsein zu Menschen in Bildern, die mit der Realität nur bedingt zu tun haben. Schon in der Antike haben Menschen die Traumsymbole zu deuten versucht. Dies basiert nur auf einer generellen Annahme von Lebenssituationen und kann für jeden Einzelnen unterschiedliches bedeuten.

Weiterlesen …