Wilhelm Reich zweifelte an der passiven Behandlungstechnik, die in der Psychoanalyse damals üblich war. Der Therapeut legte die Analysanden auf die Couch und überließ sie ihren freien Assoziationen. Diese waren oft sehr unergiebig und langweilig. Selbst routinierte Analytiker neigten bei den Sitzungen zum Einschlafen. Wilhelm Reich hielt das von Sigmund Freud entwickelte Behandlungsmodell nicht für ein Dogma. Er wollte nicht mehr dem andauernd vor sich hinschwatzenden Patienten zuhören, ohne selbst verbal einzugreifen. Wilhelm Reich hatte beobachtet, dass sich sehr oft auch in der guten Kooperation zwischen Therapeut und Patienten sehr viel Negativismus lauerte. Fast alle Patienten brachten Misstrauen und Aversionen in die Therapie, so dass die negative Übertragung selbst bei bester Zusammenarbeit irgendwo im Hintergrund immer vorhanden war.
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