Bei der künstlichen Befruchtung erfolgt die Fortpflanzung komplett ohne Sexualität. Einige Zeitgenossen betrachten die Sexualität als reine Pflichtübung. Sie sprechen von der Pflicht der Frau, ihrem Gatten Kinder zu schenken und von der Pflicht des Mannes, Kinder zu zeugen. Laut Eric Berne sind diese Männer der Ansicht, dass sich die Frau seinen Wünschen unterwerfen muss und dafür im Gegenzug der Frau all das zu geben, auf was sie in ihrer Mädchenzeit verzichten musste. Aktuell geht es bei der Pflicht in der Sexualität auch darum, sich gegenseitig zum Orgasmus zu verhelfen.
Allgemein
Mihaly Csikszentmihalyi: "Flow ist reines Vergnügen"
Einem größerem Publikum bekannt geworden ist der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi (Aussprache: Tschiksentmihei) durch sein berühmtestes Buch „Flow“ (Verlag: Klett-Cotta 2007). Darin behauptet er, es lohne sich hr sollten sich die Menschen darauf konzentrieren, was sie stark mache und was sie als wahr empfänden und genau diese Dinge so oft wie möglich tun. Aktivitäten, die ein Flow-Gefühl erzeugen, bereiten Vergnügen in reinster Form oder dienen der intellektuellen Befriedigung. Es geht dabei nicht darum, irgendeinen Lohn zu erhalten.
Erich Fromms Gedanken über die Liebe und die Ehe
Erich Fromm schreibt, dass kein Mensch die Liebe besitzen kann, da sie kein Ding ist. Liebe ist eine Abstraktion, vielleicht eine Göttin oder ein fremdes Wesen. In Wirklichkeit gibt es nur den Akt des Liebens als ein produktives Tätigsein. Dies beinhaltet, für jemanden zu sorgen, ihn zu kennen, auf ihn einzugehen, ihn zu bestätigen und sich an ihm zu erfreuen. Wer liebt, erweckt einen anderen Menschen zum Leben und steigert seine Lebendigkeit. Wenn sich zwei Menschen ineinander verlieben, suchen sie sich gegenseitig zu gewinnen. Sie sind lebendig, attraktiv, interessant und laut Erich Fromm sogar schön, da sich Lebendigkeit immer als Schönheit in einem Gesicht offenbart. Noch hat keiner den anderen sicher, wodurch jeder seine Energie darauf verwendet, dem anderen zu geben und ihn zu stimulieren.
Alfred Adler: "Spiele bereiten auf das Leben vor"
Für Alfred Adler gibt es im Leben eines Kindes eine Erscheinung, die sehr deutlich die Vorbereitung auf das Erwachsenenalter zeigt – es sind die Spiele. Sie dienen als wichtige Helfer bei der Erziehung, regen den Geist an, beflügeln die Phantasie und fördern die Geschicklichkeit. Im Spiel zeigt sich fast immer die Vorbereitung für das künftige Leben.
Jeder Mensch entscheidet selbst über sein Leben
„… trotzdem Ja zum Leben sagen“, ist Viktor Frankls bekanntestes Buch, in dem er über seine Zeit in einem Konzentrationslager der Nazis berichtete. Dabei stellte er fest, dass seine Mitgefangenen entweder einen starken Willen zum Überleben entwickelten oder am Leben verzweifelten. Viktor Frankl war der Meinung, dass der Mensch selbst entscheidet, ob er bestimmte Werte entwickelt, einen bestimmten Weg im Leben einschlägt oder in schwierigen Lebenslagen seine Würde bewahrt. Als Neurologe stimmte er grundsätzlich zu, dass wesentliche Aspekten des Menschen mit einem Computer vergleichbar seien, der Mensch aber nicht wie eine Maschine funktioniere.
Viele Menschen fürchten sich vor der Freiheit
Erich Fromm ist der Meinung, dass die Psychologie von einem expliziten Begriff der menschlichen Natur ausgehen muss. So kann er die Feststellung wagen, dass der Mensch auf Freiheit hin angelegt ist; aber ob und wie er diese Freiheit verwirklicht, hängt sehr von individuellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten ab. Dasselbe gilt auch für die Individualität oder das menschliche Einzeldasein. Der Mensch ist etwas unverwechselbar Einmaliges, aber er kann dieses Individuelle verleugnen oder verdrängen, da er sich möglicherweise vor der sozialen Isolation und vor der Verantwortung fürchtet. Erich Fromm unterscheidet zwischen primären und sekundären Bindungen, um die Problematik von Individualität und Freiheit zu veranschaulichen.
Carl Gustav Jung entdeckt das kollektive Unbewusstsein
Carl Gustav Jung ging davon aus, dass der Mensch die Außenwelt benutzt, um die Innenwelt besser zu verstehen. Vor allem die Symbole der Kunst, der Religion und der Mythologie helfen seit Jahrtausenden die Rätsel des Lebens besser zu verstehen. Das Lebensziel war für Jung die „Individuation“ des Ichs, bei der sich das Unbewusste und das Bewusste vereinen sollten. Darüber hinaus glaubte er, dass die Menschen der Ausdruck eines tieferen universellen Bewusstseins sind. Im Gegensatz zu Sigmund Freud, der das Unbewusste als etwas Persönliches auffasste, sah Carl Gustav Jung das unbewusste Denken eher als etwas, dass im kollektiven Unbewussten seinen Ursprung hat.
Ständiger Stress macht die Menschen krank
Die Zwänge des Lebens rufen Angst hervor. Stress schwächt die Immunfunktion des Körpers dermaßen, dass dadurch die Metastasenbildung von Krebs beschleunigt wird, die Anfälligkeit für Virusinfektionen steigt, das Herzinfarktrisiko erhöht sowie Asthmaanfälle auslöst. Hält der Stress über einen längeren Zeitraum an, kann er selbst die Funktionsfähigkeit des Gehirns in Mitleidenschaft ziehen, beispielsweise den Hippocampus und damit die Gedächtnisleistung schädigen. Außerdem häufen sich die Belege, dass das Nervensystem durch stressige Erfahrungen angegriffen wird.
Das Konzept von Introvertiertheit und Extrovertiertheit
Hans Eysenck gehört zu den meist zitierten Forschern in der Psychologie des 20. Jahrhunderts. Das ist kein Wunder, denn sein wissenschaftliches Werk umfasst mehr als 50 Bücher und über 900 Fachartikel. Vor allem erforschte er die Unterschiede in der Persönlichkeit. Die Grundlage für seine Forschungen legte er schon in seinem ersten Buch „Dimensions of Personality“, in dem er das Konzept von Introvertiertheit und Extrovertiertheit entwickelte. Hans Eysenck bestand darauf, dass jede Studie über die Unterschiede der Persönlichkeiten objektiv und statistisch verifizierbar sein müsse. Er ist ein Anhänger der Faktorenanalyse, die es ihm ermöglicht aus einer Vielzahl von Beobachtungsdaten Rückschlüsse auf die Unterschiede von Persönlichkeiten zu ziehen.
Robert Cialdini überzeugt Menschen mit 12 Methoden
Das bekannteste Werk von Robert Cialdinschliche Wesen verrät. Robert Cialdini beschreibt ein halbes Dutzend Methoden, die einen Menschen zu automatischem Handeln bringen und seine normalen rationalen Prozesse der Entscheidung umgehen.