Der Sadist hat seinen Spaß an der Qual und Pein der anderen

Eine Studie, die der kanadische Persönlichkeitspsychologe Delroy Paulhus zusammen mit seinem Team in der Fachzeitschrift Psychological Science veröffentlicht hat, kommt zu dem Ergebnis, dass Sadismus überproportional bei Führungskräften in Erscheinung tritt. Die betroffenen Chefs zeichnen sich durch große Kälte bei Gefühlen und einen ausgeprägten Egoismus aus. Die Angehörigen dieser Gruppe unterscheiden sich nach drei Typen: der Machiavellist zeigt sich als Manipulator ohne jeglichen Skrupel, die Psychopath geht eher direkt und rücksichtslos vor, wobei er die Konsequenzen nicht fürchtet, wogegen sich der Narzisst grenzenlos selbstüberschätzt und am liebsten den ganzen Tag bewundert werden möchte.

Weiterlesen …

Die Scham zählt zu den schrecklichsten menschlichen Gefühlen

Nicht jeder Mensch neigt in gleichem Maße zu Schamgefühlen. Manche reagieren nach Ereignschen um, als diejenigen, die zu Schamgefühlen neigten. Die Jugendlichen, die sich schämten, tendierten sogar zu sozialem Rückzug und einem unverantwortlichen Risikoverhalten. Bei ihnen war die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie kriminell wurden, Drogen konsumierten oder von der Schule flogen. June Tangney stellte durch ihre Studie fest, dass es sich bei der Scham offenbar um ein besonders zerstörerisches Gefühl handelt.

Weiterlesen …

Die Patchworkfamilie ist längst ein anerkanntes Beziehungsmodell

Das komplexe Geflecht einer Patchworkfamilie hat ihren Status des Außergewöhnlichen längst eingebüßt. Ganz im Gegenteil, diese Art des Zusammenlebens wird heute gern als bunt, angesagt und modern angesehen. Hohe Scheidungsraten und dazu eine hohe Sterblichkeit haben die Stieffamilie zu einem Modell gemacht, das als völlig normal galt und die soziale Landschaft der Antike entscheidend mitgeprägt haben muss. Nicht umsonst wurden stieffamiliäre Verbindungen in der Spätantike von circa 300 bis 600 nach Christus staatlich abgesichert.

Weiterlesen …

Die Liebe zu Tieren hat für viele Menschen eine große Bedeutung

Die Beziehung vieler Menschen zu ihren Tieren scheint eine therapeutische Wirkung zu besitzen. Sie lassen sich zum Beispiel selbst mehr Pflege angedeihen, wenn sie sich um Tiere kümmern. Schon die bloße Anwesenheit von Tieren verändert laut Wilhelm Schmid das Leben. Denn ihre Bedürfrksamkeit erhalten, die sie jederzeit voller Freude beantworten, jedenfalls ist das bei Hunden so. Katzen, Hunde, Vögel, Hasen oder Pferde interessieren sich nicht für tiefschürfenden Diskussionen und heikle Interpretationen, sie sind einfach nur da. Wilhelm Schmid lebt als freier Autor in Berlin und lehrt Philosophie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt.

Weiterlesen …

Der Narzissmus liegt jeder psychischen Erkrankung zugrunde

Der berühmte Psychoanalytiker Erich Fromm hat dem Narzissmus eine enorme Bedeutung in der Verursachung psychischer Krankheiten zugeschrieben. Er hält ihn für das wichtigste Störungsbild überhaupt und hat die These vertreten, dass der Narzissmus ohnehin jeder psychischen Erkrankung zugrunde liege. Während dies bei leichteren Störungen wie Eifersucht, Gekränktheit oder Minderwertigkeitskomplexen leicht nachvollziehbar ist, ist das bei gravierenden psychiatrischen Leiden wie Schizophrenie oder wahnhaften Psychosen, nicht auf den ersten Blick erkennbar. Reinhard Haller ergänzt: „Bei genauer Analyse kann man aber selbst bei den schizophrenen oder wahnhaften Psychosen, bei denen die Betroffenen in einer im wahrsten Sinn des Wortes „verrückten“ Welt leben, narzisstische Züge erkennen.“ Der Arzt, Psychotherapeut und Bestsellerautor Reinhard Haller arbeitet als Chefarzt in einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik mit dem Schwerpunkt Abhängigkeitserkrankungen.

Weiterlesen …

Helene Deutsch entwickelt eine Psychologie der Frau

Da die Psychoanalyse immer auch die Selbsterkennt zu gewinnen. Die eigene Person bot sich dabei als wichtigstes Studienobjekt an. Sie wollte sich gezielt mit dem Rätsel der Weiblichkeit auseinandersetzen. Im Gegensatz zu Sigmund Freud war Helene Deutsch fest davon überzeugt, dass Frauen mindestens so gut geeignet sind wie Männer, den offenen Fragen der Weiblichkeit nachzuspüren und deren Antworten zu suchen. Dennoch stand Helene Deutsch in ihrer Anfangszeit als Analytikerin noch stark unter dem Einfluss von Sigmund Freuds Weiblichkeitstheorie.

Weiterlesen …

Die Mutter ist in den ersten drei Jahren für ein Kind unentbehrlich

Die Phase der Anpassung der Menschen ist von der Geburt bis in sein drittes oder viertes Lebensjahr durch eine ungewöhnliche Ohnmacht und infantile Abhängigkeit charakterisiert. Die Phase der sehr frühen Kindheit bringt für das Kind, für die Eltern und Geschwister eine Zeit stürmischer Belastungen der Gefühle mit sich. Denn die Kindheit ist nämlich alles andere als eine Idylle. Alexander Mitscherlich betrachtet das Aufwachsen eines Kindes , unter anderem eine Vielzahl von Verzichten, zu bewältigen. Vor allem junge Mütter sind davon betroffen. Denn sie sind genötigt, die Rolle der Mutter und die Rolle der Berufstätigen miteinander zu vereinen.

Weiterlesen …

Eine Kindheit ohne Liebe schädigt Körper und Seele

Wenn Kinder die Liebe der Eltern, aus welchen Gründen auch immer, entbehren müssen, kann dies zu traumatischen Erfahrungen führen, da es die Gewissheit der Geborgenheit in der Welt aufs Tiefste erschüttert. Die Beziehung des Selbst zur eigenen Person, zu anderen und zur Welt steht von Grund auf in Frage. Wilhelm Schmid erläutert: „Die fehlende Liebe zum Kind kann zur Folge haben, dass es psychisch und somatisch daran erkrankt. Die fehlende körperliche Nähe und der mangelnde Austausch von Gefühlen und Gedanken beengen die Seele mit Ängsten und beinträchtigen den Körper schwer.“ Der britische Kinderarzt John Bowlby vertritt die These, dass frühe Erfahrungen von Einsamkeit oder Verlust eine lebenslange Empfindlichkeit der neurobiologischen Systeme eines Menschen zur Folge haben kann. Wilhelm Schmid lebt als freier Autor in Berlin und lehrt Philosophie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt.

Weiterlesen …

Zuviel Lob in der Kindererziehung kann dem Nachwuchs schaden

Da die Entwicklung des Kindes ein so fragiler Prozess ist, können Eltern leider auch mit den besten Vorsätzen bei der Erziehung viel kaputt machen. So schadet beispielsweise fehlende Nestwärme dem Nachwuchs, macht ihn unglücklich und hat einen negativen Einfluss auf das spätere Leben. Aber auch ein Zuviel des Guten, wenn Kinder beispielsweise dauernd verwöhnt werden, kann nicht auf Dauer glücklich machen.“ Die Kommunikationswissenschaftlerin und Schauspielerin Sonia Laszlo befasst sich mit dem „Glücklichsein“. Die Journalistin ist in Medien und am Institut für Europäische Glücksforschung tätig, Gastvortragende an Universitäten und schreibt an ihrer Dissertation.

Weiterlesen …

Fritz Künkel fordert die Erziehung von Mutter und Kind

Fritz Künkel geht davon aus, dass Mutter und Kind zunächst in einem „Ur-Wir“ miteinander verbunden sind. Je besser eine Mutter mit seinem Kind eine solche wirhafte Beziehung pflegt, desto leichter erfolgt die Einbettung in die Gemeinschaft. Alfred Adler bezeichnete dies als die Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls und vertrat die These, dass das Sozialinteresse und die Kontaktfähigkeit der Mutter der stärkste Erziehungsfaktor ist, der dem Menschen gegeben ist. Diese Mütter gehen mit ihren Kindern eine lebendige Beziehung ein, in der beide wachsen uns sich entfalten können. Viele der so genannten Erziehungsprogramme machen einen gravierenden Fehler, da sie von der Voraussetzung ausgehen, nur das Kind benötige eine Erziehung. Fritz Kinkel dagegen betont, dass sowohl der Erzieher als auch der Zögling erzogen werden müssen.

Weiterlesen …