Psychologen, Soziologen und Mediziner bestätigen, dass der Mensch ein Beziehungswesen ist. Eine Beziehung zu haben schützt vor Krankheiten und verlängert das Leben. Georg Pfau hat vor allem am Lebensglück der Singles seine Zweifel. Als Beispiel führt er Manhattan an, wo weltweit die meisten Singles leben. Dort nehmen Männer und Frauen mehr Psychopharmaka als sonst wo auf der Welt.
Allgemein
Männer und Frauen erleben die Welt unterschiedlich
Louann Brizendine analysierte während ihres Medizinstudiums Studien, aus denen hervorging, dass das weibliche Gehirn in sehr starkem Ausmaß von den Hormonen beeinflusst wird. Die Hormone steuerten das Verhalten der Frauen ebenso sehr, wie sie ihre Wirklichkeit prägten. Louann Brizendine stellt darin die relative Stabilität der männlichen hormonellen Hirnzustände den weiblichen gegenüber, die von einem oft chaotischen Chemie-Cocktail bestimmt sind. Bei den Frauen verändern sich die hormonellen Zustände des Gehirns bei den Übergängen von der Kindheit zur Adoleszenz, von dort ins frühe Erwachsenenalter, dann in die Mutterschaft und schließlich zur Menopause ganz erheblich.
Die Liebe zwischen Enkeln und Großeltern ist etwas Besonderes
Die Liebe zwischen Großeltern und Enkeln ist in den meisten Fällen unkompliziert. Selbst die Freiheit in den modernen Gesellschaften konnte dieser Beziehung wehr als je zuvor dazu bereit. Wilhelm Schmid lebt als freier Autor in Berlin und lehrt Philosophie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt.
Erwin Ringel zeigt Wege zu einem gelungenen Leben
Laut Erwin Ringel ist der Mensch in erster Linie für seine Lebensgestaltung selbst verantwortlich. Für dieses Leben, von dem Sigmund Freud, der Gründervater der Psychoanalyse, einst behauptet hat, dass es nicht viel sei, aber dennoch alles, was wir besitzen. Es ist furchtbar, wenn man am Ende seines Daseins erkennen muss, dass man sein Leben nicht gelebt hat. Deshalb kann sich der Mensch nicht früh genug mit der Sinnerfüllung seines Lebens, mit dem einmaligen Entwurf, den jedes Leben darstellt, auseinandersetzen. Erwin Ringel vertritt die Meinung, dass jedes Dasein und jede Lebensgestaltung durch die Startbedingungen wesentlich beeinflusst wird. Wer hier von Gleichheit spricht, ist entweder ein gnadenloser Heuchler oder ein Verantwortungsloser.
Die Zufriedenheit im Alter ist überraschend ausgesprochen hoch
Ältere Menschen sind mit ihrem Leben viel zufriedener, als jüngere glauben. Glück ist im Alter keine Seltenheit. Psychologen stellen immer wieder fest, dass trotz aller möglichen Einbußen und Einschränkungen die Lebenszufriedenheit auch im Alter hoch ist und manchmal sogar noch steigt. Viele ältere Menschen haben erstaunlich weisten deutschen Rentner stehen dem Leben positiv gegenüber. Rund sechzig Prozent von ihnen äußern bei Befragungen eine hohe Zufriedenheit. Wirklich unzufrieden sind maximal sieben Prozent. Ein fünfundsiebzigjähriger Mensch fühlt sich heute genauso wohl wie einer, der vierzig Jahre alt ist.
Victor-Emil von Gebsattel erklärt die Angstneurose
In seinem Werk „Die phobische Fehlhaltung“ hob Victor-Emil von Gebsattel hervor, dass das Wesen der angstneurotischen Störungen aus der Psychologie und Anthropologie der Angst heraus begriffen werden muss. Die Angst ist demnach die Quelle und der Motor aller neurotischen Fehlentwicklungen. Existenzphilosophen betrachten die Angst als eine Art Konfrontation mit dem Nichts. Dieses Nichts wohnt nach Victor-Emil von Gebsattel in den Menschen selbst, das sich als Zug und Hang zum Wertlosen bemerkbar macht.
Reinhard Haller beschreibt typische narzisstische Reaktionen
Narzissmus ist eine psychologische Grundeinstellung und jeder Mensch trägt in sich narzisstische Tendenzen. Dabei hängt es aber ganz entscheidend von den situativen und sozialen Umständen ab, ob und wiefern diese zutage treten und Dominanz gewinnen. Reinhard Haller erklärt: „Narzisstisches Reagieren ist niemandem fremd, allerdings sind Art und Ausmaß von Mensch zu Mensch verschieden. Nicht jedes narzisstische Gefühl ist eine Störung, nicht jede derartig Reaktion eine Krankheit.“ Es gibt eine Reihe von Situationen, Belastungen und Entwicklungen, die narzisstische Empfindungen hervorrufen und solches Verhalten auslösen. Als typisches Beispiel nennt Reinhard Haller das Autofahren. Im narzisstischen Gefühl des Herrschens über das Auto, des Beschleunigens und des Genießens der Geschwindigkeit lebt der Mensch manche Seiten aus, die er sonst wohl zu verbergen weiß: Anspruchshaltung, Egozentrizität, Hochheben der eigenen Fähigkeiten, Verachtung und Entwertung der anderen. Der Arzt, Psychotherapeut und Bestsellerautor Reinhard Haller arbeitet als Chefarzt in einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik mit dem Schwerpunkt Abhängigkeitserkrankungen.
Reinhard Haller spürt die Ursachen des Narzissmus auf
Derart vielfältige, komplexe und unterschiedliche Störungsbilder wie der Narzissmus lassen sich laut Reinhard Haller weder auf einzelne Ursachen zurückführen noch einfach erklären. Selbst heute können lediglich entwicklungspsychologische Risikofaktoren beschrieben und belastende Lebensumstände identifiziert werden, bei deren Vorhandensein die Gefahr narzisstischer Störungen mehr oder minder erhöht ist. Wichtige Hypothesen zur Entstehung des Narzissmus wurden besonders von der Psychoanalyse geliefert. Im Wesentlichen kristallisierten sich bei der Erforschung des Narzissmus zwei Modelle heraus, die sich jeweils auf ein falsches Maß an emotionaler Zuwendung in der Kindheit beziehen. Reinhard Haller erläutert: „Entweder sind die Kinder mit den drei genannten „Z“ – Zuwendung, Zärtlichkeit und Zeit – in einem verwöhnenden Maß überversorgt worden oder die „psychische Muttermilch“ wurde ihnen auf traumatisierende Weise vorenthalten.“ Der Arzt, Psychotherapeut und Bestsellerautor Reinhard Haller arbeitet als Chefarzt in einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik mit dem Schwerpunkt Abhängigkeitserkrankungen.
Wolfgang Prinz setzt sich mit der Willensfreiheit auseinander
Die Vorstellung von der Willensfreiheit des Menschen ist tief in Situationen des Alltags über den Willen und das Handeln verankert. Die Alltagsrede über das menschliche Handeln und Tun dreht sich zum Beispiel ritierter Direktor am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig sowie Honorarprofessor an den Universitäten München und Leipzig.
Daniel Golemans Strategien zur Besänftigung des Zorns
Eine Methode, den Zorn zu deeskalieren, sich physiologisch abzuregen, besteht laut Das Mittel des Stimmungswandels. Das hat den einfachen Grund, dass es dem Menschen schwer fällt zornig zu bleiben, wenn er sich vergnügt. Die Schwierigkeit dabei ist, den Zorn so weit abzukühlen, um überhaupt vergnügt sein zu können.