Jeder Mensch sollte sich Ziele setzen

Es gibt Menschen, die argumentieren, dass ein Ziel ein in der Zukunft liegender Endpunkt ist. Markus Hengstschläger ergänzt: „Dafür muss das Ziel zumindest relativ klar definierbar sein, und man muss es sich vorstellen können.“ Der Ausspruch „Der Weg ist das Ziel“ soll von dem chinesischen Philosophen Konfuzius stammen. Auch in diesem Fall kann man eine Vorstellung davon haben, auch wenn das Ziel nicht ein bestimmter Endpunkt sein muss. Diese Dualität beinhaltet, dass einerseits ein definiertes Ziel als Endpunkt durch ein gerichtetes Vorgehen erreichbar ist, dass aber auch andererseits das Etablieren und Verfolgen eines laufenden ungerichteten Prozesses ein Ziel sein kann. Davon unabhängig ist es selbstverständlich empfehlenswert, sich Ziele zu setzen. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUni Wien.

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Lebensziele sollen erfüllen und begeistern

Wer in seinem Leben eine Berufung gespürt hat, der kann sie erneuern und auf die zweite Lebenshälfte ausrichten. Im Wort Berufung steckt das Wort „Ruf“, deshalb nennt man es im Englischen „Calling“. Andreas Salcher betont: „Sind wir bereit, diesem Ruf zu folgen, kommen wir dem höheren Sinn unseres Lebens näher.“ Die Frage „Was ist mein Lebensziel?“ soll einen Menschen ermutigen, darüber nachzudenken, was er weitergeben und hinterlassen will. In der zweiten Lebenshälfte ist man viel freier, sich neue Ziele zu setzen, die einen wirklich erfüllen und begeistern. Vielleicht hilft es, die Frage konkreter zu stellen: „Wofür lebe ich in der zweiten Lebenshälfte?“ Ein Mensch sollte einen Lebensmittelpunkt haben, etwas, worin er gut ist und was andere Menschen brauchen. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen.

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Die eigenen Bedürfnisse zählen zuerst

Der Mensch neigt von Natur aus dazu, seine eigenen Bedürfnisse über das Wohl der Gemeinschaft zu stellen. In der politischen Wissenschaft ist das ein klassisches Problem. Man nennt es Allmende-Klemme und es spielt auch eine Rolle beim globalen Klimawandel. John Bargh weiß: „Meistens gelingt es den Menschen, Hintertürchen zu finden oder persönliche Unannehmlichkeiten zu umgehen.“ Daher ist es schwer, die Zukunft vorauszusagen oder zu gestalten. Vor allem wenn es das menschliche Verhalten betrifft, selbst – oder erst recht – wenn es wichtig ist, einen solchen Versuch zu unternehmen. Das gilt insbesondere für politische Maßnahmen, durch die individuelle Freiheiten zugunsten des Gemeinwohls eingeschränkt werden. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet.

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Der Schlaf ist eine große Auszeit

Die wichtigsten Ziele eines Menschen schlafen nie. Sie arbeiten auf unbewusster Ebene im Hintergrund, ohne dass ein Mensch sie lenken oder auch nur zur Kenntnis nehmen müsste. Sie überwachen die Umgebung aufmerksam und halten Ausschau nach allem, was helfen könnte, das Notwendige zu tun. Die Lösungen seiner Probleme fallen einem Menschen dann scheinbar aus heiterem Himmel ein. John Bargh erläutert: „Schlaf ist ein großer Batzen Auszeit, in dem bewusste Aktivitäten auf ein Minimum reduziert sind, und Ihr Geist nutzt diese Zeit, um auf unbewusster Ebene weiter an Problemen zu arbeiten.“ Das Gute ist, dass er dabei manchmal Erfolg hat und eine wegweisende Lösung für ein Problem liefert. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet.

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