Alfred Adler macht sich Gedanken über die Seele des Menschen

Wenn man die Funktion des Seelenlebens betrachtet, wird klar, dass hier die Entwicklung einer angeborenen Fähigkeit vorliegt, die dazu ausersehen ist, ein Angriffs-, Abwehr-, Sicherungs- oder Schutzorgan vorzustellen, je nachdem, ob die Situation eines Lebensorganismus den Angriff oder die Sicherung verlangt. Ein isoliertes Seelenleben ist laut Alfred Adler nicht vorstellbar, sondern es ist nur ein Seelenleben denkbar, das mit allem, von dem es umgeben ist, verknüpft ist. Es nimmt Anregungen von außen auf und beantwortet sie irgendwie.

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Die reife Liebe ist für Peter Lauster reine Selbstfindung

Peter Lauster behauptet zuerst einmal, dass in der Kontemplation und Meditation die Liebe entsteht. Diese Liebe fragt nicht nach Gegenliebe, sondern strömt aus einer Person heraus und umschließt die Umwelt. In diesem Zustand der Liebesfähigkeit ist der Mensch bereit zu lieben, ohne dabei irgendwelche Berechnungen anzustellen. Bei der Liebe zur Natur ist dieser Zustand ganz selbstverständlich. Bei der Liebe zu einem Menschen ist die Sachlage schon etwas schwieriger. Meistens erwarten die Liebenden, dass ihre Liebe erwidert wird. Das Modell für diese Liebe entsteht in der Kindheit, in der Liebesbeziehung zwischen Mutter und Kind.

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Sigmund Freud entwickelt eine Sexualtheorie

Im Jahre1905 veröffentlicht Sigmund Freud die „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“, mit denen er eine neue Tür zum Verständnis von sexuellen Perversionen öffnet und daneben eindringlich die These von der sexuellen Triebhaftigkeit des Kleinkindes vertritt. Zu den sexuellen Perversionen zählt er unter anderen den Sadismus, den Masochismus, den Voyeurismus, den Exhibitionismus sowie die Homosexualität. Der Psychoanalytiker zieht aus seinen Erfahrungen den Schluss, dass viele Homosexuelle in ihrer Kindheit keine männlichen Identifikationsmöglichkeiten hatten und daher das Gefühl haben, keine echten Männer zu sein.

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Abraham Maslow erforscht die Selbstverwirklichung

Kurt Goldstein prägte zwar den Begriff der Selbstverwirklichung, berühmt machte ihn aber der New Yorker Psychologe Abraham Maslow. Er beschreibt Menschen, die die höchste Stufe der Menschlichkeit erklommen haben, die sich aus einer Mischung aus psychischer Gesundheit und Hingabe an ihre Aufgabe auszeichnen, wodurch sie hochgradig leistungsfähig sind. Abraham Maslows Menschenbild betrachtet das Individuum als kreativ, mit freiem Willen ausgestattet und nach der Erfüllung seiner Möglichkeiten strebend. Darüber hinaus betrieb Abraham Maslow Studien über Gipfelerlebnisse, in denen alles einen Sinn ergibt und der Mensch sich eins mit sich selbst und seiner Arbeit fühlt.

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Karen Horney: "Eine Neurose verbirgt das wahre Ich"

Die Psychoanalytikerin Karen Horney stellte sich in einigen wesentlichen Punkten gegen die Lehre Sigmund Freuds. So lehnte sie die Theorie des „Penisneids“ strikt ab und sprach der Bedeutung der sexuellen Motivation generell weniger Bedeutung als Sigmund Freud zu. Außerdem wies sie nach, dass Frauen vor allem dann für Neurosen anfällig werden, wenn sie unrealistische gesellschaftliche Forderungen nicht erfüllen. Karen Horney verfolgte einen sehr demokratischen Ansatz, indem sie den Analyseprozess auch für Laien so verständlich machen wollte, dass eine Selbstanalyse der Menschen möglich werden sollte.

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In der Liebe wird der Augenblick zur Ewigkeit

Bei wahrhaft Liebenden findet der Psychiater und Psychotherapeut Ludwig Binswanger keinerlei Konkurrenzverhalten. Ganz im Gegenteil sind die Liebenden froh, an einem gemeinsamen Ort zu sein, den sie stets auch als Heimat empfinden. Auch die Zeitlichkeit ist in der Liebe außer Kraft gesetzt, da wer liebt, im Augenblick die Ewigkeit empfindet. Aus der Liebe lassen sich für Ludwig Binswanger alle anderen Existenzweisen ableiten. Je nachdem, ob ein Mensch lieben kann oder nicht, strukturiert sich seine Erfahrung der Welt. Die Welt der Liebe und die Welt der Lieblosigkeit sind die beiden Pole, zwischen denen das Leben hin und her pendelt.

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Alfred Adler: "Neurosen entstehen in der Kindheit"

Neurotische Menschen leiden laut Alfred Adler an einem Gefühl der Minderwertigkeit. Neurotiker haben oftmals auch das Gefühl der Kleinheit und der Unzulänglichkeit. Für Alfred Adler gab es keinen Zweifel daran, dass die Minderwertigkeitsgefühle in der Kindheit des Patienten entstanden sein müssen. Er kam bei seinen Forschungen zu dem Ergebnis, dass Hindernisse in der Entwicklung in der Kindheit am Anfang der neurotischen Seelenentwicklung stehen.

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Emotionale Erpressung vernichtet die Liebe

Erpresser, die für ihr schändliches Tun Emotionen einsetzen, handeln nach dem Grundsatz, dass der Interaktionspartner leiden wird, wenn er nicht das tut, was der Erpresser möchte. In einer normalen Beziehung geben und nehmen die Partner gleich viel. Dem emotionalen Erpresser dagegen ist dieses ausgewogene Verhältnis völlig egal. Für ihn zählt nur, dass er bekommt, was er möchte. Bei potentiellen Erpressungsopfern sollten die Alarmsirenen klingeln, wenn sie an ihrem Partner folgende Verhaltensweisen feststellen.

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Geschwister lieben und hassen sich gleichzeitig

Geschwister lernen voneinander, auch wenn sie sich dauernd streiten. Das haben Entwicklungspsychologen und Familienforscher in neuen Studien herausgefunden. Heftige Emotionen gegenüber Schwestern und Brüdern sind nach Ansicht von Geschwisterforschern normal. Dazu zählt die Liebe ebenso wie der Hass. Der Münchner Entwicklungspsychologe Hartmut Kasten erläutert: „Es ist typisch für die Beziehung zwischen Geschwistern, dass negative und positive Gefühle gleichzeitig stark vorhanden sind.“

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Die Wiederauferstehung des Heimatgefühls

Den wenigsten Philosophen ist eine grundlegende Definition des Begriffs Heimat gelungen. Einer der wenigen, dem das gelang, war Ernst Bloch, der in seinem Werk „ Prinzip Hoffnung“ schrieb: „Heimat ist das, was allen in der Kindheit scheint und worin noch niemand war.“ Heimat war lange Zeit ein verpönter Begriff, doch in den Zeiten der Globalisierung und der weltweiten Wirtschaftskrise, hat die Heimat wieder an Bedeutung gewonnen. Sie vermittelt augenscheinlich ein Stück Unvergänglichkeit und einen Ort, an dem sich die Menschen tief verwurzelt fühlen. Der Bedeutung der Heimat für die Menschen ist eindeutig auf dem Vormarsch. So hat zum Beispiel die Hamburger Sozialbehörde durch eine Umfrage herausgefunden, dass 88 Prozent der Bundesbürger die Heimat als wichtig oder sehr wichtig einstufen.

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