Andreas Salcher kritisiert die Gleichgültigkeit der Masse

Die Menschen von heute haben laut Andreas Salcher einen sehr sichtbaren Feind zu bekämpfen: die Gleichgültigkeit. Der Gleichgültige ist für ihn schlimmer als der Täter. Andreas Salcher erklärt: „Es gibt nicht nur Sünden, die durch schlechte Taten entstehen, sondern auch solche der Nachlässigkeit und der Untätigkeit. Diese sind oft viel größer als das, was der Durchschnittsbürger tatsächlich an schlechten Taten vollbringt. Erst die Menge der Gleichgültigen legitimiert den Täter.“ Der Kampf gegen die Gleichgültigkeit muss laut Andreas Salcher bei jedem Menschen zunächst durch die Schärfung der Sinne für die Dinge…

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Susan Cain berät Eltern bei der Erziehung introvertierter Kinder

Eine der besten Möglichkeiten, ein introvertiertes Kind zu fördern, besteht für Susan Cain darin, mit ihm an seiner Reaktion auf Neues zu arbeiten. Eltern dürfen die Vorsicht ihres Kindes in neuen Situationen auf keinen Fall mit einer Beziehungsunfähigkeit verwechseln. Susan Cain erklärt: „Es schreckt vor einer neuen oder überstimulierenden Situation zurück.“ Die amerikanische Sachbuchautorin Susan Cain ist seit über zehn Jahren als Trainerin für Verhandlungsführung tätig und hat ihre eigene Beratungsfirma, The Negotiation Company. Humanistisch-ethische Prinzipien sind ihr wichtig in ihrer Arbeit, und sie geht davon aus, dass das Gelingen…

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Das Internet kann abhängig machen wie Glückspiel und Alkohol

Als der Psychiater Ivan Goldstein im Jahr 1995 vorschlug, eine neuartige psychische Störung mit dem Namen „Internetsucht“ in die Diagnosekataloge aufzunehmen, erhielt er unerwartet breite Zustimmung. Ärzte berichteten ihm von Patienten mit exzessiver Nutzung des Internets, Patienten klagten über die von Ivan Goldstein genannten typischen Symptome der Sucht. Dazu zählen Entzugserscheinungen, ständige Steigerung der Internet-Dosis sowie der zwanghafte Konsum der künstlichen Welt. Vielleicht wäre der Diskurs um das Suchtpotential der digitalen Medien nur noch vor sich hingeplätschert, wenn es rkte, wie ihre kleine Tochter gerade verhungerte. Eine Online-spielsüchtige Mutter erwürgte…

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Fast jeder Mensch kann zum Mörder aus Liebe werden

Der Psychiater Andreas Marneros, der bei Gericht Hunderte Gewaltverbrecher, darunter Sexualmörder und Vergewaltiger begutachtet hat, sagt: „Aber keiner kann sich sicher sein, nicht zum Mörder aus Liebe zu werden.“ Am Liebesmord, über den er schon ein Buch geschrieben hat, fasziniert den Psychiater das Archaische, das darin zum Ausdruck kommt. Wenn Menschen ihre Partner töten, spielen sich seiner Meinung nach Tragödien griechischen Formats ab, beginnend bei der Faszination und Schönheit der ersten Begegnung, endend beim apokalyptischen Ende des Tötungsakts.

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Narzissten sind für die Wirtschaft von überragender Bedeutung

Der Psychiater Borwin Bandelow hat sich mit der Psyche von Popstars auseinandergesetzt und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass sie in den allermeisten Fällen narzisstisch veranlagt und auf der ständigen Jagd nach Endorphinen, den sogenannten Glückshormonen, sind. Auch für die Wirtschaft sind Narzissten von herausragender Bedeutung. Dabei kommt es allerdings auch auf Ausdauer an, da in der Wirtschaft der sofortige Erfolg relativ selten eintritt. In der Regel müssen die Topmanager lange arbeiten, um Millionen zu verdienen und zu Ruhm zu gelangen. Borwin Bandelow leitet die Göttinger Uni-Klinik für Psychiatrie und…

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Cordelia Fine stellt die Eigenschaften des Selbstkonzepts vor

Das Selbst eines Menschen hat viele Facetten. Es ist ein reiches, komplexes Netz mit einer je unterschiedlichen Nuance für alle möglichen Gelegenheiten. Cordelia Fine zitiert Walt Whitman, der dies mit folgendem Satz ausgedrückt hat: „Ich bin groß: In mir wohnen viele.“ Aber während ein Selbst, das Viele einschließt, mit hoher Wahrscheinlichkeit eine feine Sache ist, kann jeder auch sofort erkennen, dass es nicht optimal oder sogar unmöglich wäre, alle verschieden Nuancen des Selbst gleichzeitig zu aktivieren. Cordelia Fine schreibt: Ratsam ist es, jeweils nur einige wenige Selbstkonzepte aus dem riesigen…

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David Brooks erklärt das Balzverhalten von Männern und Frauen

Der wesentliche Zweck der Kultur besteht laut David Brooks darin, die natürlichen Begierden der Menschen zu zügeln. Besonders deutlich wird dies durch die innere Anspannung, die in der ersten Phase entsteht, wenn eine Frau einen Mann oder ein Mann eine Frau begehrt und durch die innere Notwendigkeit, Zurückhaltung zu üben, während die Instinkte schon zum Angriff vorpreschen würden. Die Menschen sind in einem solchen Augenblick sehr aufgewühlt und haben große Angst davor, zu ungestüm zu erscheinen. David Brooks erklärt: „Menschen, die sich darauf verstehen, das begehrte Gegenüber erfolgreich zu umwerben,…

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Ein realistischer Optimismus hat mehr Vorteile als Nachteile

Die meisten Menschen sehen die Welt positiver, als sie tatsächlich ist, sich selbst in einem günstigeren Licht, als es angemessen wäre, und die Ziele, die sie verfolgen, empfinden sie als leichter zur realisieren, als sie es in der Wirklichkeit sind. Daniel Kahneman schreibt: „Wir neigen auch dazu, unsere Fähigkeit überzubewerten, die Zukunft vorherzusagen, was eine optimistische Selbstüberschätzung begünstigt.“ Weil die Verzerrung der Realität durch eine optimistische Grundeinstellung sowohl ein Segen als auch ein Fluch sein kann, sollte derjenige der von Natur aus optimistisch ist, sich einerseits glücklich schätzen, aber andererseits…

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Uwe Böschemeyer empfiehlt den Menschen lebenslange Offenheit

Vieles, was ein Mensch besitzt und behalten möchte, geht wieder verloren, sei es Geld und Geltung, Jugend und Liebe, Partner und Freunde, Gesundheit und Schönheit und vieles andere mehr. Veränderungen wird es im Leben eines Menschen immer geben. Laut Uwe Böschemeyer gibt es jedoch etwas, was dem Wandel widerstehen könnte. Er schreibt: „Das jedoch, was uns gewiss bleiben könnte, ist die jedem Menschen gegebene Freiheit, sich den Wandlungen und Veränderungen gegenüber offen zu verhalten und offen zu bleiben.“ Das ist deswegen so wichtig, weil der Mensch in der Zeit lebt…

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Das Leiden an der Seele ist in Deutschland sehr weit verbreitet

Pro Jahr durchleben rund dreißig Prozent der Deutschen eine psychisch bedingte Krankheit. In der Alterskohorte der 18- bis 35-Jährigen sind sogar fünfundvierzig Prozent davon betroffen. Einige seelische Krankheiten verschwinden wieder von selbst, viele seelische Leiden müssen aber behandelt werden. Allein im Jahr 2010 gingen 53 Millionen Krankentage auf solche Krankheiten zurück. Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass die Arbeitgeber und Krankenversicherung pro Jahr 27 Milliarden Euro für die Behandlung psychischer Störungen ausgeben. In vierzig Prozent der Fälle sind solche Leiden an der Seele dafür verantwortlich, dass zum Beispiel Manager oder Lehrer vorzeitig…

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