Die Konsumgesellschaft spaltet sich in Erfolgreiche und Erfolglose

In der modernen Gesellschaft ist jeder Mensch für sein Glück selbst verantwortlich. Die meisten Individuen erleben ihre Identität vor allem als spezialisierte Leistung oder als Teilhabe an stark idealisierten Konsumgütern. Viele Eltern vermitteln ihren Kindern, in erhöhtes Niveau der körperliche und seelisch-geistigen Spannung auftritt.“ Bei vielen Menschen führt seiner Meinung nach dieser Progressionsdruck zu psychosomatischen Erkrankungen des Muskelsystems, der Gelenke sowie des Magen-Darm-Systems. Unbewusst spannen die Betroffen ihre Muskeln ständig an, die Disziplinierung läuft nach den Worten von Wolfgang Schmidbauer Amok, da alle Regressionen ausgeschlossen werden müssen. Wolfgang Schmidbauer arbeitet neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch als Lehranalytiker und Paartherapeut in München.

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Schnelligkeit führt hr Möglichkeiten und Freiheiten

Wenn es um die Zeit geht, sind viele Menschen meist zu spät dran. Und weil sie das sind, geben sie noch mehr Gas als gewöhnlich, setzen sich unter Zeitdruck und beschleun, es stets zum richtigen Zeitpunkt tun.“ Professor Dr. Karlheinz A. Geißler lehrt, lebt und schreibt in München. Eine der amüsantesten Erfindungen der Menschheit, die Zeit, hat er zu seinem Lebensthema gemacht.

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In Griechenland breitet sich die kollektive Verzweiflung aus

Der Traumatherapeut Georg Pieper fuhr im Oktober ohne Illusionen nach Athen. Aber was er dort sah, übertraf seine schlimmsten Befürchtungen. Möglicherweise explodiert die griechische Gesellschaft unter dem Druck der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Politik eilt von Krisengipfel zu Krisengipfel, wo die Rettung Griechenland und des Euro wieder ein Stückchen vorangebracht werden soll. Der Traumatherapeut stellt fest, dass in Griechenland hochschwangere Frauen nicht behandelt werden, Ärzte die Krankenhaustoiletten reinigen müssen, sich Infektionskrankheiten auszubreiten drohen und dass die Selbstmordrate sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt hat.

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Hoher Medienkonsum kann zu Stress und Depressionen führen

Manfred Spitzer vertritt die These, dass vor einem Bildschirm selten jemand richtig glücklich wirkt. Nach einem Spaziergang dagegen oder nachdem man ein gutes Buch gelesen hat, fühlt man sich wohl, voller Tatendrang und geht gutgelaunt seiner Arbeit nach. Auch nach dem Besuch eines guten Freundes stellen sich diese positiven Begleitumstände ein. Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer leitet die Psychiatrische Universitätsklinik in Ulm und das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen „Lernen“ und „Vorsicht Bildschirm!“.

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Der Unterschied zwischen Logotherapie und Religion

Für Viktor Frankl ist die Logotherapie der Religion gegenüber zu einer neutralen Einstellung verpflichtet. Für den Arzt, der diese Richtung der Psychotherapie anwendet, ist es völlig nebensächlich, ob der Kranke gläubig oder ungläubig ist. Viktor Frankl erklärt den Unterschied zwischen Psychotherapie und Religion: „Das Ziel der Psychotherapie ist seelische Heilung – das Ziel der Religion jedoch ist das Seelenheil.“ Doch auch die Religion kann laut Viktor Frankl psychotherapeutisch wirksam werden, indem sie Menschen eine Geborgenheit und eine Verankerung ermöglicht.  

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Bei der Fremdbetreung von Kindern sollte Qualität die Norm sein

Die Debatte über die frühe Fremdbetreuung von Kindern polarisiert in Deutschland laut Jörg M. Fegert wie in kaum einem andern Land. Er macht darauf aufmerksam, dass man in der englischsprachigen Debatte von „early child care“ spricht. Der Begriff „care“ schließt jenes führsorgliche Beziehungselement ein, das für gelingende Betreuung und für eine gute Entwicklung eines Kindes eine grundlegende Voraussetzung ist. Jörg M. Fegert fügt hinzu: „Unstrittig ist in diesem Zusammenhang, dass die Entwicklungschancen und –risiken eines Säuglings oder Kleinkinds von der Qualität früher Bindungen bestimmt werden, allem voran von der Feinfühligkeit der zentralen Bezugsperson (caregiver).“ Professor Dr. Jörg M. Fegert ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie  und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm sowie Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.

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Wolfgang Schmidbauer erklärt die Regeln der Konsumgesellschaft

Die Konsumgesellschaft ist laut Wolfgang Schmidbauer hr Menschen, als kritisch von ihnen auf Distanz gehen können. Wolfgang Schmidbauer erklärt, dass psychologische Kategorien wie etwa Triebe, Motive und Interessen von einem individuellen Bedürfnisträger ausgehen. Er ergänzt: „Aber längst sind die individuell fassbaren Wünsche mit den kollektiven Strukturen verschmolzen. Menschen gehen mit Gütern eine Verbindung ein, die den Liebesbeziehungen zu anderen Personen gleicht. Aus diesem Grund ist es auch unmöglich, von zeitlosen Bedürfnissen zu sprechen.“ Die Triebwelt wird gemäß Wolfgang Schmidbauer durch das Niveau der Güter geprägt und strukturiert. Wolfgang Schmidbauer arbeitet neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch als Lehranalytiker und Paartherapeut in München.

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Fernsehen statt Frühstück ist ein Verbrechen an Kindern

Manfred Spitzer zufolge wird es manchen Menschen überraschen, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen Stress und Selbstkontrolle gibt. Stress ist auf keinen Fall dasselbe wie eine körperliche Anstrengung, ganz im Gegenteil wird er durch die richtige körperliche Ertüchtigung eher abgebaut. Stress resultiert aus mangelnder Kontrolle. Stress verursacht unter anderem Bluthochdruck, Infektionskrankheiten, Magengeschwüre, Libidoverlust, Krebsgeschwülste und abgestorbene Gehirnzellen. Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer leitet die Psychiatrische Universitätsklinik in Ulm und das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen „Lernen“ und „Vorsicht Bildschirm!“.

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In der Neuzeit ist die Angstgier entstanden

Wolfgang Schmidbauer schreibt: „Der Glaube, man könnte über seine Verhältnisse leben und keinen Preis dafür bezahlen, ist die zentrale Illusion der Konsumwelten.“ Zur natürlichen Gier, zu Hunger und Liebe ist laut Wolfgang Schmidbauer in der Neuzeit die gefährliche Innovation der Angstgier hinzugekommen, die sich auf den Verlust der mit der Hilfe von Maschinen erreichten Niveau … Weiterlesen …

Das Zeitalter der Schönheitschirurgie hat längst begonnen

Eine schöne Frau hat Bedeutung, sie wird geliebt, um sie kämpfen die Männer. Diesen Eindruck vermitteln zumindest Frauenzeitschriften und andere Medien. Dies ist einer der Gründe dafür, warum Millionen Frauen daran arbeiten, schön zu werden oder schön zu bleiben. Obwohl die meisten von ihnen sicherlich wissen, dass dieser Kampf hr blutigen Gebrauch machen – darunter auch in steigendem Maße sehr junge Mädchen. Rund eine halbe Million Schönheitsoperationen wurden im vergangenen Jahr in Deutschland ausgeführt, doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren.

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