Die Menschen bemerken nicht ihre ständigen Veränderungen

Werte, Hobbys, Vorlieben und sogar die Persönlichkeit ändern sich im Verlauf des Lebens. Doch viele Menschen glauben, egal ob sie 17 oder 65 Jahre alt sind, dass ihre Entwicklung abgeschlossen ist. Doch das ist ein Irrtum, da Wachstum und Veränderung inen, ihre Einstellungen und ihre Persönlichkeit würden sich in Zukunft kaum verändern, obwohl sie wissen, dass sie sich in der Vergangenheit sehr wohl berichtigt haben. In der Studie „Illusion vom Ende der Geschichte“ heißt es: „Menschen betrachten die Gegenwart als einen Wendepunkt in ihrer Biographie, an dem sie endlich die Persönlichkeit geworden sind, die sie für den Rest ihres Lebens bleiben werden.

Der Mensch lernt in seinem Leben ständig dazu

Dar unrecht.“ Leben ist seiner Meinung nach ein Prozess von Wachsen und Veränderung, der nie abgeschlossen ist, egal in welcher Lebensphase sich ein Mensch gerade befindet.

Der Wiener Psychologe und Psychotherapeut Wolf-Dietrich Zuzan erläutert: „Es ist klar, dass der Mensch sich verändert, weil er ja ein lernendes Wesen ist. Informationen, die wir früher bekommen haben, verwenden wir, um neue Probleme zu lösen.“ Dabei werden Gehirnzellen aktiviert, die bisher nicht genutzt wurden. Deshalb sehen die Menschen dann die Welt mit anderen Augen und analysieren sie tatsächlich mit anderen Gehirnzellen. Laut Wolf-Dietrich Zuzan ist auch der Veränderungsprozess, den der Körper durchläuft nicht zu unterschätzen.

Viele Menschen sind zufrieden mit ihrer aktuellen Persönlichkeit

Im Schhr dieselben, die wir mit sieben oder zwölf Jahren waren.“ Gesteuert werden diese Prozesse vom Zentrum der Persönlichkeit im Gehirn. Dieses sorgt dafür, dass sich die Menschen als die identische Person erleben, die sie vor zwanzig, dreißig oder fünfzig Jahren waren, obwohl sie sich in Wirklichkeit ziemlich verändert haben.

Ständig mit einem sich verändernden Ich konfrontiert zu werden, sei für das Gehirn viel zu anstrengend, fast Wolf-Dietrich Zuzan zusammen. Der Harvard-Psychologe Jordi Quoidbach fügt hinzu: „Die Vorstellung, dass wir gerade den Höhepunkt unserer persönlichen Entwicklung erreicht haben, macht uns glücklich.“ Die meisten Menschen seien durchaus zufrieden mit ihrem aktuellen Ich und Persönlichkeit. Und deshalb zögern sie laut Daniel Gilbert über mögliche Veränderungen nachzudenken.

Von Hans Klumbies

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