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Es gibt kein Geheimrezept für ein immerwährendes Glück

Sigmund Freud hat treffend erkannt: „Glück ist eine Frage von Sekunden.“ Im Rückblick betrachtet sind es oft die Augenblicke des Unglücks, die den Motor für die Zufriedenheit bilden. Dieses basiert auch auf der Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln. Ob ein Leben gelingt, ist häufig eine Frage von Entscheidungen. Vertreter der Positiven Psychologie reden hier vom „Erblühen“. Das tun jene Menschen, die ihren Schwerpunkt auf gute Gefühle legen, erfüllenden Tätigkeiten nachgehen, befriedigende Beziehungen zu Mitmenschen haben und ihr Leben als relativ bedeutend erleben. Ein wichtiger Baustein für die Zufriedenheit eines Menschen ist auch…

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Peter Bieri untersucht die Form der menschlichen Begegnung

Jeder Mensch ist für Peter Bieri ein Zentrum des Erlebens. Davon gehen fast alle Menschen mit einer spontanen Selbstverständlichkeit aus, wenn sie jemandem begegnen. Diese intuitive Annahme prägt jede Begegnung mit einem Mitmenschen und unterscheidet sie so von jedem Zusammentreffen mit einem bloßen Ding. Ähnlich spontan und selbstverständlich ist laut Peter Bieri, dass das Erleben eines anderen in seinen Handlungen zum Ausdruck kommt. Diese Annahme gibt für eine menschliche Begegnung ein erstes Muster vor. Menschen betrachten das Verhalten ihres Gegenübers als sinnvolles Tun, das sie verstehen können, indem sie ihm…

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Die Kluft zwischen Wollen und Vollbringen ist tiefer als vermutet

Der bedeutende Schweizer Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie C. G. Jung hat die These vertreten, dass die psychische Lebenskraft eine bedeutende Trägheit besitzt, die kein Objekt der Vergangenheit lassen, sondern es für immer festhalten will. Außerdem vertrat er die Meinung, die Natur des Menschen sei konservativ und sich daher nur unter Not verändere. Beide Erkenntyer bei Prof. Viktor Frankl sein Zertifikat in Logotherapie und Existenzanalyse. 1982 gründete er das Institut für Logotherapie in Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Wertimagination und die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung.

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Beziehungen sind häufig von Blockaden und Rückzug geprägt

Es gibt eine bestimmte zwischenmenschliche Distanz, die Individuen gerade noch gut ertragen können. Sie beträgt zwischen 40 und 50 Zentimeter, mehr Nähe halten Menschen schlecht aus. Diese Spanne bezeichnet für die meisten Menschen den Mindestabstand, den Fremde ihnen gegenüber einnehmen dürfen, ohne dass deren Nähe als einengend oder gar als bedrohlich empfunden wird. Die Unterschiede sind von Mensch zu Mensch erstaunlich gering. Kommt jemand trotzdem näher, weicht man zurück, verstummt oder fühlt sich bedrängt und hat zuweilen den Eindruck, als stehe man mit dem Rücken zur Wand.

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Zwangsstörungen sind komplexe und oft verheimlichte Leiden

Wenn Menschen ständig Dinge nachprüfen, ständig putzen und waschen, kann ihnen das Leben sehr leicht zur unerträglichen Qual werden. Die Betroffenen stellen sich zum Beispiel folgende Fragen: „Habe ich den Herd wirklich ausgeschaltet, die Tür auch tatsächlich zugesperrt?“ Allerdings ist fast jeder schon einmal umgekehrt, um irgendetwas zu überprüfen.“ Als die beiden bekanntesten Zwangshandlungen gelten wiederholtes Kontrollieren und Waschen. Unter Zwangsstörungen leiden auch jene Menschen, die von zwanghaften Gedanken gequält werden. Verstörende Vorstellungen drängen sich bei den Betroffenen gegen ihren Willen auf. Während die beispielsweise am Bahnsteig stehen, überfällt sie…

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Die Wurzel der Gewalt ist für Rotraud A. Perner der Vergleich

Die Konkurrenz benötigt immer drei Protagorksamkeit und Gunsterweis.“ Bei Kain in der Bibel ist es die Idee eines ungerechten Gottes, dem man das „lieber Gehabte“ zerstören muss. Aus ähnlichen Motiven fahren Kinder die Autos ihrer Eltern zu Schrott, legen am Arbeitsplatz Erniedrigte ganze Fabriken in Schutt und Asche und töten rachsüchtige Männer die Haustiere oder Kinder ihrer Partnerinnen. Rotraud A. Perner ist Juristin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin und absolvierte postgraduale Studien in Soziologie und evangelischer Theologie. Eines ihrer zahlreichen Bücher heißt „Die reuelose Gesellschaft“ und ist im Residenz Verlag erschienen.

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Beim Gefühl der Scham spaltet sich das Ich in zwei Teile

Im Augenblick der Scham sieht sich der Mensch plötzlich selbst, er spaltet sich auf in ein handelndes und in ein beurteilendes Ich. Eine Handlung oder ein Unterlassen geht dem Urteil logisch voraus, doch die Zeitspanne zwischen beiden Vorgängen ist in der Regel so kurz, dass sie im Empfinden ineinanderfließen. Ulrich Greiner erläutert: „Das andere, das missbilligende Ich kann sein Urteil nach verschiedenen Maßstäben fällen, nach solchen des Comments oder des Gewissens, in jedem Fall sieht sich das sozusagen kleinere Ich von einem größeren, das als Agent des Allgemeinen fungiert, missgünstig…

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Aggression und Gewalt sind in der Gesellschaft allgegenwärtig

Als Psychoanalytikerin weiß Rotraud A. Perner, dass Drohungen partiell vorweggenommene Aggressionen sind. In Sprache verpackt hört sich die, zwar noch zivilisiert an, aber der darin versteckte nonverbale Inhalt soll neuronale Reaktionen auslösen, deren Potential in der frühen Kindheit vermittelt wurde. Auch ohne Worte, manchmal sogar entgegen dem, was gesagt wurde, erkennen manche Menschen oft nur zu gut, was andere beabsichtigen oder sich wünschen. Diese Menschen erkennen dies aber in erster Linie emotional und nur selten auch kognitiv. Auch Gewalt ist laut Rotraud A. Perner ist eine Form der Zuwendung, an…

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Die Hoffnung ist ein dem Leben selbst innewohnendes Element

Wenn die Hoffnung, gleich welcher Art, aufhört, hört das Leben auf. Erich Fromm sagt: „Die Hoffnung ist ein dem Leben selbst innewohnendes Element.“ In die gleiche Richtung zielen die Gedanken von Viktor Frankl: „Ob bewusst oder unbewusst, jeder Mensch fragt nach Sinn.“ Besonders eindrucksvoll kommt eine irrationale Hoffnung in dem großartigen Lied des österreichischen Liedermachers Ludwig Hirsch, der sich selbst das Leben nahm, zum Ausdruck: „Komm, großer schwarzer Vogel, komm zu mir! Spann` deine weiten, sanften Flügel aus und leg`s auf meine Fieberaugen! Bitte, hol` mich weg von da! Und dann…

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Nähe spüren und sich berühren lassen führt zu Glücksgefühlen

Menschen schätzen ganz unterschiedliche Formen der Berührung. Das wird schon bei kleinen Kindern sichtbar. Manche lieben es, sanft gestreichelt zu werden, andere wollen ganz fest in den Arm genommen werden. Und jeder Mensch hat andere Vorlieben und Körperzonen, die bei ihm besonders reizbar und empfindlich sind und an denen sich besondere Glücksgefühle auslösen lassen. Dann gibt es wieder Körperregionen, an denen Menschen überhaupt nicht reizbar sind.“ Und manchmal sind Berührungen auch der Schlüssel zu einem Verständnis, das sich zuvor mit Worten nicht einstellen wollte.

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