Pro Jahr durchleben rund dreißig Prozent der Deutschen eine psychisch bedingte Krankheit. In der Alterskohorte der 18- bis 35-Jährigen sind sogar fünfundvierzig Prozent davon betroffen. Einige seelische Krankheiten verschwinden wieder von selbst, viele seelische Leiden müssen aber behandelt werden. Allein im Jahr 2010 gingen 53 Millionen Krankentage auf solche Krankheiten zurück. Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass die Arbeitgeber und Krankenversicherung pro Jahr 27 Milliarden Euro für die Behandlung psychischer Störungen ausgeben. In vierzig Prozent der Fälle sind solche Leiden an der Seele dafür verantwortlich, dass zum Beispiel Manager oder Lehrer vorzeitig in den Ruhestand gehen müssen.
Allgemein
Die innere Freiheit sorgt für Glück und Sinn im Leben
Seit geraumer Zeit hat der Begriff Resilienz, was soviel bedeutet wie Widerstandskraft oder Spannkraft, in der Psychologie Karriere gemacht. Resilienz ist laut Uwe Böschemeyer auch die Fähigkeit, sich zur Wehr zu setzen, Schwierigkeiten zu meistern, Rückschläge auszuhalten und Herausforderungen annehmen zu können. Uwe Böschemeyer stellt fest: „Es liegt primär an uns, ob wir und wie wir unser Leben führen.“ Uwe Böschemeyer gründete 1982 das Institut für Logotherapie in Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Wertimagination und die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung.
Christa Schirl weist auf die wichtige Rolle der Väter hin
Christa Schirl ist fest davon überzeugt, dass sowohl Mütter als auch Väter für eine gesunde Entwicklung der Kinder wichtig sind. Die Psychologin erklärt: „Vaterlos aufwachsende Kinder können Einschränkungen in ihrer Identitäts- und Selbstwertentwicklung, in ihrer Bindungs- und Beziehungsfähigkeit aufweisen.“ Für Christa Schirl gibt es keinen wichtigen oder unwichtigen Elternteil. Zudem bedauert sie sehr, dass viele Väter gar nicht wissen, wie wichtig sie bei der Erziehung ihres Nachwuchses sind. Die Väter sind deshalb für die Identitätsentwicklung so bedeutsam, da eine der biologischen Grundaufgaben des Vater-Seins im Schützen und Anerkennen der Kinder liegt. Christa Schirl ist Klinische und Gesundheits-Psychologin sowie Psychotherapeutin des Kinderhilfswerks. Außerdem hat sie eine eigene Praxis.
Elisabeth Roudinesco verteidigt die Psychoanalyse
Für die französische Historikerin und Publizistin Elisabeth Roudinesco ist die Psychoanalyse eine Disziplin, die auf einem rationalen Denksystem aus dem Bereich der Humanwissenschaften beruht. Laut Elisabeth Roudinesco hat Sigmund Freud im Grunde, ohne es so auszuführen, eine Theorie des menschlichen Subjekts im philosophischen Sinne ausgearbeitet. Elisabeth Roudinesco vertritt die These, dass die Psychoanalyse ebenso eine emanzipatorische wie eine therapeutische Disziplin ist. Ihrer Meinung nach hat sie genauso wie die Evolutionstheorie von Charles Darwin oder die Gesellschaftsanalyse von Karl Marx, die Sicht der Menschen auf die Welt verändert.
Die Unabhängigkeit vom Urteil der anderen macht frei
Uwe Böschemeyer gibt zu, dass kein Mensch völlig unabhängig werden kann von dem, was andere Menschen über ihn äußern und was sie von ihm halten. Denn der Mensch ist vor allem ein soziales Wesen. Deshalb ist es seiner Meinung nach so wichtig, sofern sie freundliche Kritiker sind, zu erfahren, was sie an einem wahrnehmen und was für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit dienlich sein könnte. Wer jedoch emotional zu stark vom Urteil seiner Mitmenschen abhängig ist, wird Leid erfahren, da seine Abhängigkeit negative Folgen hat. Es kann dadurch viel Bitterkeit entstehen, die vielleicht das ganze Leben bestimmt. Uwe Böschemeyer schreibt: „In der Tat: Die Angst vor dem Urteil der Menschen ist eine der schlimmsten Geißeln der Menschheit.“ Im Jahr 1975 erwarb Uwe Böschemeyer bei Prof. Viktor Frankl sein Zertifikat in Logotherapie und Existenzanalyse. 1982 gründete er das Institut für Logotherapie in Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Wertimagination und die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung.
Der Mensch wird stark von seinen Intuitionen regiert
Die Psychologen unterscheiden laut Darken.“
Durch seinen freien Willen kann der Mensch verzichten
Andreas Salcher vertritt die These, dass der freie Wille für die meisten Menschen ein positiv besetzter Begriff ist. Der Verzicht dagegen ist mit etwas Negativem behaftet. Es ist immer eine Herausforderung, auf etwas Gewohntes zu verzichten. Doch der Verzicht kann durchaus eine positive Wirkung entfalten wie Andreas Salcher schreibt: „Wenn sich jemand dafür entscheidet, weniger Auto zu fahren und zu rauchen, dann ist das Verzicht: der Verzicht auf Giftstoffe im eigenen Körper und in den Körpern anderer. Verzicht könnte daher etwas Positives sein, wenn wir nicht durch Gebote wie „Du darfst nicht“, „Du sollst nicht“, „Das ist schlecht für Dich“, darauf programmiert werden, ständig mit schlechtem Gewissen herumzulaufen, weil wir wieder einmal „gesündigt“ haben.“
Uwe Böschemeyer hilft beim Erkennen des eigenen Ichs
Der Mensch soll sich laut Uwe Böschemeyer auf das besinnen, was er ist. Er ist seiner Meinung nach kein nur von den Genen, der Erziehung, der Mitwelt oder der Zeit gesteuertes bestimmtes, fixiertes, abhängiges Wesen. Sondern jeder Mensch trägt die Fähigkeit in sich, dem Besten im Leben zu folgen: der Freiheit, der Liebe und dem Glauben an eine sinnvolle Welt. Im Jahr 1975 erwarb Uwe Böschemeyer bei Prof. Viktor Frankl sein Zertifikat in Logotherapie und Existenzanalyse. 1982 gründete er das Institut für Logotherapie in Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Wertimagination und die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung.
Phasen der Depression bei Kindern und Jugendlichen
Dahr bei jenen Kindern angezeigt, die von der Trauer herabsinken in eine Schwermut, die sie hoffnungslos und introvertiert werden lässt, also für Fälle einer sehr viel ernsteren Melancholie.“
Der Faschismus erfasste wie ein Lauffeuer die Massen
Wilhelm Reich beobachtete zwischen 1930 und 1933 das flutartige Anwachsen der nationalsozialistischen Bewegung, die schließlich zur Machtergreifung Adolf Hitlers führte. Um dieses politische Massenphänomen zu erklären, veröffentlicht er 1933 das Buch „Massenpsychologie des Faschismus“. Seiner Meinung nach erfasste ein elender Mystizismus, wie ihn die nationalsozialistische Ideologie propagierte, wie ein Lauffeuer die Volksmassen, die ihre eigene Unterdrückung bejubelten. Für ihn bestand kein Zweifel, dass der Nationalsozialismus zunächst in den kleinbürgerlichen Schichten die meisten Anhänger fand. Der Kleinbürger wurde zutiefst von einer Lehre angesprochen, die nicht nur seinem Autoritätsbedürfnis entsprach, sondern auch alle seine traditionellen Vorurteile bestätigte.