Die Eifersucht fällt bei Männern und Frauen unterschiedlich aus

Wenn eine monogame Beziehung innerhalb einer Partnerschaft vereinbart ist, verfällt das Recht auf Sexualität mit anderen Frauen oder Männern. Selbst wenn diese Einschränkung gegeben ist, bleiben die Partner auch dann noch autonome Wesen. Denn jede Einengung der persönlichen Autonomie führt zu Belastungen in der Beziehung – sehr häufig sogar zu deren Ende. Grenzen in der Partnerschaft sollten nur dort festgelegt werden, wo es an die Substanz der Beziehung geht. Zu einem der häufigsten Themen, die in der Sprechstunde eines Sexualtherapeuten angesprochen werden, zählt die Eifersucht.

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Sex ist ein Spiel zwischen zwei sich liebenden Menschen

Georg Pfau vertritt die These, dass es kaum möglich ist, sexuelle Störungen innerhalb einer Beziehung selbst zu therapieren. Jeder Versuch dazu kann seiner Meinung nach in die falsche Richtung gehen. Denn statt zu heilen, werden in der Regel neue Gräben aufgerissen. Oberstes Ziel bei einer Sexualtherapie bleibt das Gedeihen der Beziehung. Der Therapeut hat den großen Vorteil, nicht emotional in das Paargeschehen involviert zu sein. Daher darf er fast alles sagen, ohne dass dies eine Beziehung beschädigen könnte.

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Viele Beziehungen leiden an einem Mangel an Kommunikation

Männer und Frauen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Motivation gegenüber der Sexualität. Männer suchen Lust, Frauen Liebe. Sich ganz nahe zu sein heißt für Georg Pfau schon fast, sich zu lieben. Trotz der scheinbar unerschöpflichen Kommunikationsmittel der Moderne leiden viele Beziehungen an einem Mangel an Kommunikation. Wenn vorhanden, ist sie oftmals oberflächlich, technisch und ohne Emotionen, so wie die Medien, über die kommuniziert wird.

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Victor-Emil von Gebsattel stellt eine Theorie der Perversionen auf

Der Ansatzpunkt in der Sexualpsychologie von Victor-Emil von Gebsattel ist die Hypothese, dass es eine Norm des Liebeslebens gibt: zwei verschiedengeschlechtliche Menschen sollen dabei in Leib und Seele eins werden. Der Mensch als Individuum ist laut Victor-Emil von Gebsattel prinzipiell unganz. Das heißt, er braucht physisch und psychisch eine Ergänzung durch ein Du und kann sich und seinen Sinn des Lebens nur verwirklichen, wenn er möglichst kontinuierlich und komplett mit einem Geschlechts- und Liebespartner eins wird. Zu dieser vorgegebenen Norm muss jeder Mensch Stellung beziehen. Alfred Adler betrachtete beispielsweise die Liebe und die Sexualität als zweite Lebensaufgabe, eingebettet in die beiden anderen Lebensaufgaben der Arbeit und der Einfügung in die Gemeinschaft.

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Karen Horneys Kritik am Ödipusdrama Sigmund Freuds

Karen Horney glaubt zwar, dass sexuelle Empfindungen zwischen Kind und Eltern vorkommen, aber nicht in dem Maße, wie Sigmund Freud sie beschreibt. Sofern das doch der Fall ist, handelt es sich um seelische Fehlentwicklungen. In der Regel provozieren die Eltern selbst die sexuelle Note im Gefühlsleben des Kindes durch übertriebene Zärtlichkeit und eigene verdrängte Wünsche nach Sexualität. Oft kommt es auch zur Rivalität zwischen den Eltern bezüglich der Liebe des Kindes. Das Kind spürt den elterlichen Konflikt und fühlt sich in der Regel zum stärker verwöhnenden Elternteil hingezogen. Die klassische Psychoanalyse macht ausgeprägte ödipale Verstrickungen für spätere Neurosen verantwortlich.

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Der Faschismus erfasste wie ein Lauffeuer die Massen

Wilhelm Reich beobachtete zwischen 1930 und 1933 das flutartige Anwachsen der nationalsozialistischen Bewegung, die schließlich zur Machtergreifung Adolf Hitlers führte. Um dieses politische Massenphänomen zu erklären, veröffentlicht er 1933 das Buch „Massenpsychologie des Faschismus“. Seiner Meinung nach erfasste ein elender Mystizismus, wie ihn die nationalsozialistische Ideologie propagierte, wie ein Lauffeuer die Volksmassen, die ihre eigene Unterdrückung bejubelten. Für ihn bestand kein Zweifel, dass der Nationalsozialismus zunächst in den kleinbürgerlichen Schichten die meisten Anhänger fand. Der Kleinbürger wurde zutiefst von einer Lehre angesprochen, die nicht nur seinem Autoritätsbedürfnis entsprach, sondern auch alle seine traditionellen Vorurteile bestätigte.

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Peter Lauster enthüllt die vier Mythen der Liebe

Für Peter Lauster ist es ein Trugschluss, anzunehmen, dass die zunehmende Befreiung der Sexualität von Tabus den Einzelmenschen oder die Gesellschaft freier machen. Nur die Liebe schafft die Voraussetzung dafür, dass die Sexualität an Schönheit, Klarheit und seelischer Freude gewinnt. Sexualität ohne Liebe ist schal und leer. Sie verbreitet Melancholie und Depressionen. Die sexuelle Triebenergie sucht ihre Entladung sowohl beim Mann wie bei der Frau im Orgasmus. Der Orgasmus ist laut Peter Lauster das Ziel der Sexualität, deren Aufgabe die Arterhaltung ist.

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Karl Abraham studiert die Impotenz und die Frigidität

Karl Abraham beschäftigt sich in vielen seiner Schriften mit der Sexualität des Kindes und des Erwachsenen. Er diagnostiziert zum Beispiel bei Männern, die von Ejakulatio praecox betroffen sind, Furcht und Feindseligkeit gegenüber der Frau. Diese Männer haben laut Karl Abraham meistens Angst, die Partnerin durch aktive oder aggressive Handlungen zu schädigen, weshalb sie sich den Frauen gehemmt, zögernd und schüchtern nähern. Für Karl Abraham spiegelt sich die Deformation des sexuellen Aktes in der Deformation der Beziehung wider.

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Die Traumdeutung des Victor-Emil von Gebsattel

Alle Gründungsväter der Tiefenpsychologie haben eigenständige Theorien über den Traum entwickelt, die zu ihrem Menschenbild und ihrer Weltanschauung passten. Sigmund Freud entdeckte beispielsweise in den Träumen infantile Sexualwünsche, Alfred Adler das Wechselspiel von Minderwertigkeitsgefühl und Machtbedürfnis. Victor von Gebsattel ergänzt die prospektiven Deutungstechniken eines Alfred Adlers durch seine anthropologische Einsicht, dass der Mensch auf allen Ebenen seines Seins ständig Krisen des Werdens ausgesetzt ist, die mit der ihm aufgegebenen Zeitigung seiner Existenz irgendwie identisch sind.

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Der Orgasmus spendet dem Menschen das Leben

Der Therapeut und Psychiater Eric Berne vertrat die These, dass man sich ohne alle Vorbehalten einem Orgasmus hingeben soll. Folgendes ist dagegen eher kontraproduktiv: Menschen versuchen etwa, durch akrobatische Bewegungen bei der sexuellen Vereinigung mit dem geliebten Partner, einen luxuriösen Orgasmus, der in eine Explosion der Farben mündet, zu erzielen. Wieder andere sehen laut Berne den Orgasmus als Siegesbeute oder Geschenk an. Viele so genannte Sexexperten sprechen in ihren Artikeln vom Orgasmus als etwas, dass man sich erarbeitet.

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