Viele Menschen verwenden zu wenig Zeit in ihre Lebenserfüllung

Die Mitteleuropäer leben auf einem Fleck der Erde, der eine so hohe Lebensqualität garantiert, dass sie viele Bewohner anderer Kontinente darum beneiden. Viele riskieren sogar ihr Leben, um in Europa eine neue Heimat zu finden. Andreas Salcher stellt sich die berechtigte Frage, woher dann die kollektive Angst der Europäer vor der Zukunft herrührt. Außerdem ist es verwunderlich, dass die Menschen in Europa so viel Zeit zur Befriedigung der Grundbedürfhr als 50.000 verkauften Exemplaren. Sein aktuelles Werk heißt „Erkenne dich selbst und erschrick nicht“.

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Jede Lebensveränderung setzt Hoffnung und Mut voraus

Zu begreifen, dass die innere Welt keine Illusion ist, sondern die auf den Menschen wartende Wirklichkeit, ist laut Uwe Böschemeyer das Schwierigste im Prozess der Selbstwerdung. Im Jahr 1982 gründete  Uwe Böschemeyer das Institut für Logotherapie in Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Wertimagination und die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung.

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Uwe Böschemeyer stellt das innerste Wesen des Menschen vor

Das Wesen eines Menschen wartet darauf, sich in seinem Facettenreichtum entfalten zu können. Jeder Mensch trägt laut Uwe Böschemeyer auf seinem Weg durchs Leben ein inneres, unverwechselbares Bild mit sich, und dieses Bild ist Ausdruck seines Wesens, seiner Originalität, seiner selbst. Dieses Bild deutet sich auch in Tag- und Nachträumen an und es wird sichtbar in Augenblicken des Liebens und Geliebtwerdens. Es nähert sich dem Menschen in Ahnungen und auch in tiefer Not. Uwe Böschemeyer ergänzt: „Es wartet darauf, zum Vor-Schein, zum Bewusstsein, zum Leben kommen zu können, in welcher Form auch immer. Es ist alles andere als Luxus, sich mit ihm zu befassen, weil das, was es symbolisiert, nichts geringeres ist als das Tiefste im Menschen, sein Innerstes, das, was er eigentlich, im Grunde, seinen Möglichkeiten nach ist.“ Wären die Menschen mit dieser Tatsache vertrauter, würden sie über sich selbst und andere ganz anders sprechen und urteilen.

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Der Mensch kann ohne die Gesellschaft nicht existieren

In seinem zweibändigen Werk „Psychologie als Wissenschaft, neu gegründet auf Erfahrung, Metaphysik und Mathematik“, das 1824/25 erschien, versucht Johann Friedrich Herbart die Mathematik auf innere Vorgänge im Menschen anzuwenden und die Psychologie als strenge Wissenschaft zu etablieren. Bei der Hemmung wird eine Vorstellung von der anderen ins Unterbewusstsein zurück gedrängt, aus dem sie aber jederzeit wieder auftauchen könne. Das Gleichgewicht und die Bewegungen der Vorstellungen werden nach Johann Friedrich Herbart durch die Summe der Hemmungen bestimmt. Er stellt fest: Je größer der Unterschied zwischen den einzelnen Vorstellungen sei, desto stärker hemmen sie sich gegenseitig. Je stärker allerdings einzelne Vorstellungen wirken, desto geringer werde das Hemmpotential der anderen. Aus diesem Verhältnis zieht Herbart auch Rückschlüsse auf das Begehren und Fühlen.

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Die Menschen dürfen den Kunstwelten nicht zuviel Macht geben

Für die Wissenschaftsgläubigen ist die Welt das, was die Wissenschaft beschreibt. Für Menschen, die der Psychologie hörig ergeben sind, stellt sich ein gelungenes Leben so dar, wie es die psychologischen Ratgeber empfehlen. Personen, die nur den Medien vertrauen, halten für das eigentlich Wichtige nur noch das, was in der „Tagesschau“ berichtet wird. Die Akteure der Finanzwelt sehen den wahren Wert im Geldwert. Kein Mensch kann sich diesen Verlockungen völlig entziehen, denn jeder lebt unvermeidlich mit und in diesen Welten. Sie drängen machtvoll in das eigene kleine Leben. Der Psychiater, Psychotherapeut und Theologe Manfred Lütz schreibt: „Psychologisch erscheinen diese Welten wichtiger, wahrer und realer als unser zufälliges, persönliches, kurzes Leben von unserer Geburt bis zu unserm Tod.“ Doch seiner Meinung nach trügt dieser Eindruck.

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Alexander Mitscherlich spricht über Krieg und Frieden

In seiner Ansprache anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im Jahr 1969 hat Alexander Mitscherlich Dinge angesprochen, die auch heute noch von brennender Aktualität sind. Seiner Meinung nach besteht in vielen Menschen, unbewusst bleibend, ein hohes Maß von Destruktionsbereitschaft und insbesondere von Neigung zur Selbstdestruktion, die leicht erregbar sind. Ohne eine Veränderung der psychischen Konstitution beim Menschen, worunter Alexander Mitscherlich eine quasi qualitativ neue Stufe der kulturellen Entwicklung, ein erweitertes und gestärktes Bewusstsein versteht, kann kaum mit einer Minderung der Kriegschancen gerechnet werden. Alexander Mitscherlich nennt zwei Faktoren, die ernstlich im Laufe der Geschichte einer Entwicklung zu größerer Friedlichkeit im Weg standen. Er erklärt: „Es sind dies die leicht weckbare Feindseligkeit des Menschen gegen seine Artgenossen, und die, wie man zu sagen pflegt, unausrottbare Dummheit.“

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In der Neuzeit ist die Angstgier entstanden

Wolfgang Schmidbauer schreibt: „Der Glaube, man könnte über seine Verhältnisse leben und keinen Preis dafür bezahlen, ist die zentrale Illusion der Konsumwelten.“ Zur natürlichen Gier, zu Hunger und Liebe ist laut Wolfgang Schmidbauer in der Neuzeit die gefährliche Innovation der Angstgier hinzugekommen, die sich auf den Verlust der mit der Hilfe von Maschinen erreichten Niveau … Weiterlesen …

Karl Abraham studiert die Impotenz und die Frigidität

Karl Abraham beschäftigt sich in vielen seiner Schriften mit der Sexualität des Kindes und des Erwachsenen. Er diagnostiziert zum Beispiel bei Männern, die von Ejakulatio praecox betroffen sind, Furcht und Feindseligkeit gegenüber der Frau. Diese Männer haben laut Karl Abraham meistens Angst, die Partnerin durch aktive oder aggressive Handlungen zu schädigen, weshalb sie sich den Frauen gehemmt, zögernd und schüchtern nähern. Für Karl Abraham spiegelt sich die Deformation des sexuellen Aktes in der Deformation der Beziehung wider.

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Sigmund Freud begründet die Psychoanalyse

Sigmund Freud gilt als Begründer der Psychoanalyse und beeinflusste die moderne Psychologie wie kein anderer. Sigmund Freud wurde 1856 in Freiberg als Sohn eines jüdischen Wollhändlers geboren. Nach seiner Matura im Jahr 1873 studierte er in Wien Medizin, wo er ein Stipendium bekam. Nach seinem Studium arbeitete er ab 1882 am Wiener allgemeinen Krankenhaus und beschäftigte sich mit der Gehirnforschung, aber auch mit der Wirkung der Droge Kokain. Im Jahr 1886 eröffnete er seine eigene Praxis und leitete gleichzeitig die Neurologie am öffentlichen Kinderkrankenhaus.

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