Die Ehe tötet tatsächlich das sexuelle Verlangen

Die Frage, ob die Ehe das sexuelle Verlangen zerstört, beschäftigt Liebende seit mindestens zwei Jahrtausenden. Schon in Ovids „Liebeskunst“ hieß es: „Streit ist die Mitgift, die Eheleute einander mitbringen.“ Seither existiert laut dem amerika ein fester Bestandteil der mittleren Phase jeder Ehe sind. Er schreibt: „Sie sind typisch für einen bestimmten Entwicklungsabschnitt von Liebesbeziehungen. Es handelt sich dabei um normale Erscheinungen im Lebenszyklus einer Beziehung.“

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Entspannung schützt vor der Erschöpfung des Willens

Der Physiker und Publizist Ulrich Schnabel hat n lässt. In diesem Beispiel geht es nicht nur um die Unterscheidung zwischen Wichtigem und Unwichtigem, sondern um etwas viel Grundlegenderes – um das Ausmaß der Willenskraft eines Menschen oder in der Sprache der Psychologen, um die Fähigkeit zur Selbstkontrolle. Über dieses wertvolle Gut verfügt der Mensch leider nur in begrenzter Menge, wie wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben. Ulrich Schnabel vergleicht die Willenskraft mit einem Muskel, der nur bis zu einer bestimmten Spannkraft belastbar ist. Wird diese überschritten, reißt er.

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Das sexuelle Verlangen stellt sich nicht automatisch ein

Wer Sex für eine natürliche Funktion hält, dem macht die Rolle des Partners mit dem schwächeren sexuellen Verlagen gemäß David Schnarch sicher keine Freude. Er sieht in sich denjenigen, der ein Problem hat, fühlt sich defekt und unzugänglich. Und der Partner mit der größeren sexuellen Energie ist wahrscheinlich der gleichen Ansicht. Für David Schnarch ist es allerdings auch kein Vergnügen, der Partner mit dem stärkeren Verlangen nach Sex zu sein. Er fühlt sich attraktiv, liebevoll und sexy und kann nicht verstehen, warum der Andere nicht völlig selbstverständlich Sex mit ihm haben möchte.

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Psychovampire sind sehr anstrengende Zeitgenossen

Es gibt Menschen, die saugen von ihren Arbeitskollegen übermäßig viel Energie ab. Der Psychiater Hamid Peseschkian erklärt, wie man mit ihnen umgehen sollte. Für ihn ist die Arbeitswelt ein kleines Transsylvanien, das von Psychovampiren bevölkert ist. Hamid Peseschkian sagt: „Jeder und jede hat in seinem Umfeld Personen, die auf unerklärliche Art und Weise negative Gefühle erzeugen, Personen, die irgendwie anstrengend sind. Das kommt im Berufs- wie auch im Privatleben vor.“ Der Psychiater nennt Archetypen von Vampiren, die in der Berufswelt besonders häufig vertreten sind. Dazu zählt er an erster Stelle den so genannten Kühlschrank-Vampir. Das sind Menschen, die alles auf die rationale Ebene herunterbrechen, weil ihnen zur emotionalen Ebene der Zugang verwehrt ist.

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Jeder Mensch hat die Veranlagung zur Empathie

Ein Individuum kann durchaus mit einem anderen mitfühlen und sich in seine Emotionen hineinversetzen. Da Frans de Waal die Menschen als Tiere betrachtet, darf man seiner Meinung nach auch die Erkenntnisse der Tierforschung auf den Menschen übertragen. Er sagt: „Sie mögen komplizierte Tiere sein, aber bei Veranlagungen, die wir mit vielen anderen Tieren teilen – Wettbewerbsstreben, Dominanz, Empathie, Altruismus, Territorialität – ist schwer vorstellbar, dass sie nichts mit unserer Evolution zu tun haben sollen. Das neueste Buch von Frans de Waal heißt „Das Prinzip Empathie. Was wir von der Natur für eine bessere Gesellschaft lernen können“ ist kürzlich im Hanser Verlag erschienen.

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Die Persönlichkeit bestimmt über Erfolg und Gehalt

Kindern aus benachteiligten Wohnvierteln werden außerhalb der Schule speziell gefördert. Eigentlich wollte man damit ihre intellektuellen Fähigkeiten steigern, doch man konnte keinen dauerhaften Effekt auf den Intelligenzquotienten ausüben. Dennoch waren die Kinder später erfolgreicher im Leben und Beruf als Kinder ohne Förderung. Sie hatten häufiger einen Schulabschluss und sogar ein eigenen Haus und lebten seltener vom Staat. Den Forschern zufolge hat das Perry-Vorschulprogramm etwas anderes gefördert als die Intelligenz, nämlich die Persönlichkeit. Sie ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, erfolgreich im Beruf zu sein und ein hohes Gehalt zu beziehen.

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Mörderische Abgründe gibt es in allen Menschen

Wie krank ist Anders Behring Breivik, der in Norwegen mutmaßlich 76 Menschen ermordet hat? Im Fall Breivik sprechen die akribische Planung und die Kühle der Durchführung gegen eine schwere psychische Erkrankung. Nahlah Saimeh, Ärztliche Direktorin des Zentrums für Forensische Psychiatrie in Lippstadt, ist davon überzeugt, dass eine Diagnose einer Psychopathie bei terroristischen Attentätern in der Regel falsch ist. Sie erklärt: „Häufig steht ein massives narzisstisches Selbstwertproblem dahinter, aber keine Persönlichkeitsstörung im krankheitswertigen Sinne. Massenmörder und Amokläufer sind häufig von einer großen inneren Leere geprägt.“

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Das langsame Sterben der Sängerin Amy Winehouse

Amy Winehouse litt an Drogen- und Alkoholsucht und wurde zudem von Depressionen gequält. Typisch für Borderline-Erkrankte ist laut Borwin Bandelow auch ein Gefühl der Leere und des Unwohlseins. Er erklärt: „Die Patienten versuchen mit einem Verhalten dagegen anzugehen, das wir „Sensation-seeking Behaviour“ nennen: Man macht riskante Dinge, fährt zum Beispiel sehr schnell Auto oder Motorrad.“ Die Betroffen wollen damit ihre innere Leere bekämpfen. Borderline-Patienten konsumieren häufig alle Drogen durcheinander, einschließlich Alkohol und Nikotin.

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Viele Menschen fürchten sich vor der Freiheit

Erich Fromm ist der Meinung, dass die Psychologie von einem expliziten Begriff der menschlichen Natur ausgehen muss. So kann er die Feststellung wagen, dass der Mensch auf Freiheit hin angelegt ist; aber ob und wie er diese Freiheit verwirklicht, hängt sehr von individuellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten ab. Dasselbe gilt auch für die Individualität oder das menschliche Einzeldasein. Der Mensch ist etwas unverwechselbar Einmaliges, aber er kann dieses Individuelle verleugnen oder verdrängen, da er sich möglicherweise vor der sozialen Isolation und vor der Verantwortung fürchtet. Erich Fromm unterscheidet zwischen primären und sekundären Bindungen, um die Problematik von Individualität und Freiheit zu veranschaulichen.

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Carl Gustav Jung entdeckt das kollektive Unbewusstsein

Carl Gustav Jung ging davon aus, dass der Mensch die Außenwelt benutzt, um die Innenwelt besser zu verstehen. Vor allem die Symbole der Kunst, der Religion und der Mythologie helfen seit Jahrtausenden die Rätsel des Lebens besser zu verstehen. Das Lebensziel war für Jung die „Individuation“ des Ichs, bei der sich das Unbewusste und das Bewusste vereinen sollten. Darüber hinaus glaubte er, dass die Menschen der Ausdruck eines tieferen universellen Bewusstseins sind. Im Gegensatz zu Sigmund Freud, der das Unbewusste als etwas Persönliches auffasste, sah Carl Gustav Jung das unbewusste Denken eher als etwas, dass im kollektiven Unbewussten seinen Ursprung hat.

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