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Immer mehr Menschen haben diffuse Ängste um ihre Gesundheit

Schon 1988 hat der Harvard-Psychiater Arthur Barsky den Ausdruck „Gesundheits-Paradoxon“ geprägt. Er besagt folgendes: Je gesünder eine Gesellschaft wird, desto kränker fühlen sich die Menschen. Sie werden in eine Spirale von Sorgen getrieben, weil sich ihre Erwartungen an die eigene Gesundheit sich in unrealistischem Maße verschoben haben. Der Erfolg der modernen Medizin hat die Illusion verbreitet, dass man einen Anspruch auf ein Leben frei von allen Krankheitssymptomen habe. Jeder noch so harmlose Schwindelanfall wird als dramatische Abweichung vom idealen Gesundheitszustand wahrgenommen. Die Glücksforschung kommt zu ähnlichen Ergebnissen.

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Machthaber schätzen die Passivität ihrer Untergebenen

Arno Gruen erklärt eine selbstschädigende Passivität wie folgt: „Um teilhaben zu können an der Macht, die das Kind unterwirft, ersetzten Gehorsam und Anpassung die Verantwortung für das eigene Handeln.“ Von Machthabern wird die Passivität allerdings geschätzt. Sie nennen sie Vernunft, Teamfähigkeit, Kooperations- und Anpassungsbereitschaft. Rotraud A. Perner erläutert: „Wem Gehorsam als die höchste Tugend erscheint, der wird alles tun, um Ungehorsam zu verteufeln – man könnte sonst ja verlockt werden, über eigene Protest- und Änderungsbedürfnisse nachzudenken.“ Rotraud A. Perner ist Juristin, Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin. Ihr aktuelles Buch heißt „Die reuelose…

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Ronald E. Dahl erklärt das seltsame Verhalten der Teenager

Der Kinderarzt Ronald E. Dahl hat sich sein ganzes akademisches Leben lang mit der Adoleszenz und der Pubertät beschäftigt. Von ihm stammt folgender Satz: „Das jugendliche Gehirn ist wie ein Auto, in dem die Jungen Gas geben, bevor sie steuern oder bremsen können.“ Als Beispiel für diesen Zustand im Alltag nennt Professor Ronald E. Dahl die erste Liebe. Der Kinderarzt Ronald E. Dahl ist Professor für Gesundheitswesen und Menschliche Entwicklung an der Universität Berkeley, Kalifornien. Seine Forschungsschwerpunkte sind Adoleszenz und pubertäre Reife.

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Angsterkrankungen sollten frühzeitig behandelt werden

Angsterkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen. Die gute Nachricht ist: im Regelfall lassen sie sich gut behandeln. Zu den häufigsten Phobien zählt die Angst vor Spinnen. Die betrifft rund zehn Prozent der Deutschen. Bislang ging die Wissenschaft davon aus, dass solche Phobien nicht nur eine ängstliche Veranlagung, sondern auch ganz konkrete Phobien vererbt werden können. Professor Rainer Rupprecht, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Regensburg am Bezirksklinikum Regensburg, bestätigt diese Forschungsergebnisse: „Umwelteinflüsse können das Erbgut beeinflussen und die Aktivität von Genen verändern. Bei der Entstehung von…

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Michael Winterhoff warnt vor einer Gesellschaft von Egoisten

Der renommierte deutsche Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff warnt vor einer Gesellschaft, die von Narzissten und lustorientierten Egoisten dominiert wird. Zu Beginn ist eine Symbiose zwischen Eltern und ihren Babys durchaus gut und richtig. Man darf die Kinder allerdings nicht zu sehr verhätscheln. Denn verwöhnte Kinder sind vollkommen auf sich selbst bezogen, es fehlt ihnen an Mitgefühl für andere Menschen und die Einsicht in die Notwendigkeit von Regeln.

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Ewige Grübler können sehr leicht in eine Depression rutschen

Grübeln gilt bei vielen Menschen als abwertend und selbstkritisch. Grübler fragen oft nach dem Warum, während Menschen, die eine Aufgabe lösen wollen, sich eher über das Wie Gedanken machen. Fast jeder Mensch hat schon einmal in seinem Leben brütende Gedanken gehabt, der eine ist öfter davon betroffen, der andere seltener. Dr. Silke Huffziger, wissenschaftliche Angestellte am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim, erläutert: „Bei Menschen, die generell mehr grübeln, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, in eine Depression zu rutschen. Und Menschen, die bereits eine Depression erlebt haben, bleiben häufiger in…

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Die Elite motiviert sich selbst und strebt nach Verantwortung

Wenn heute von Leistungen am Arbeitsplatz und bei der Mitarbeiterführung die Rede ist, betont man einerseits wie wichtig motivierte Mitarbeiter sind, die Freude an der Arbeit haben, von sich aus stets neue Aufgaben suchen und Lösungen erarbeiten. Auf der anderen Seite ist es oftmals sogar verpönt, zuviel Freude an der Arbeit zu zeigen und sich intrinsisch motiviert zu geben. Denn in einem solchen Fall kommt sofort der Verdacht auf, dass der betreffende Mitarbeiter ja gar nicht richtig arbeitet. Mathias Binswanger fügt hinzu: „Vielleicht verfolgt dieser ja nur noch seine eigenen…

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Mingles vermeinden Gefühlsdramen und Alltagsfrust

Mingles haben Verabredungen, Sex und führen vertrauliche Gespräche, aber befinden sich in keinem offiziellen Beziehungsstatus. Das Wort „Mingle“ setzt sich aus den Begriffen „mixed“ und „Single“ zusammen. Im Gegensatz zu früher haben sie die Partnerschaften radikal gewandelt. Die Zeiten, als ein Kuss oder der erste Sex den Anfang einer lebenslangen Beziehung markierten, sind längst vorbei. Heute lernen sich Menschen kennen, treffen sich, haben tiefschürfende Gespräche, Spaß und möglicherweise Sex, aber das bedeutet nicht zwingend, dass man mit dem temporären Partner gleich eine feste Beziehung eingehen möchte, die traditionellen Vorstellungen folgt.…

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Tics können durch kontrolliertes Gegensteuern gemildert werden

Die wie aus dem Nichts auftretenden Geräusche können von bellenden Lauten bis hin zu Wasserfällen von Schimpfwörtern reichen. Dauert dieser Zustand länger als ein Jahr an, sprechen Ärzte vom sogenannten Tourette-Syndrom. Die Betroffenen selbst erleben die unwillkürlichen Ausbrüche von Bewegungen und Geräuschen als völlig grundlos und ohne Sinn. Kirsten Müller-Vahl erläutert: „Sie sind ein pathologisches Phänomen, das keinerlei Funktion erfüllt.“

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