Der Geiz resultiert aus der Verschlossenheit des Herzens

In der analen Phase der psychosexuellen Entwicklung ist es eine der Lernaufgaben, ein Gespür für Aufnehmen und Abgeben, für Zusammenhalten und Loslassen zu entwickeln. Rotraud A. Perner erklärt: „Bei kleinen Kindern kann man in dieser Zeitspanne – so um das Ende des zweiten Lebensjahrs – erleben, wie sie sich mit all ihrer verfügbaren Kraft wehren, ihre Haare, Finger- und Zehennägel, vor allem aber ihre Ausscheidungsprodukte herzugeben.“ Eltern, die das n wie für einen Erwachsenen. Rotraud A. Perner ist Juristin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin und absolvierte postgraduale Studien in Soziologie und evangelischer Theologie.…

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Burnout und Erschöpfung können verhindert werden

Viele Psychologen und Psychotherapeuten vertreten die These, dass die wahre Kunst des Lebens die Balance sei. Schon die alten Benediktiner wussten, weshalb sich Phasen des Betens und des Arbeitens stets abwechseln müssen. In der Malteser Klinik von Weckbecker in Bad Brückenau lernen die Burnout-Gefährdeten zum Beispiel, wie sich auch unter Zeitdruck besser ernähren können. Am Anfang der Therapie werden die Gestressten einmal grundlegend körperlich untersucht. Anschließend folgen Einzel- und Gruppengespräche mit einem Psychotherapeuten. Einer der beliebtesten Kurse heißt „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“. Dort lernen die Patienten in einzelnen Übungen unter anderem sich…

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Burnout kann sich schleichend in eine Depression verwandeln

Wer unter Burnout leidet, erlebt die eigene Arbeit als wirkungslos, was häufig auch der Wahrheit entspricht: Denn die Leistungsfähigkeit geht dramatisch zurück. Der Abstand zur Umwelt vergrößert sich. Die Betroffenen werden apathisch und zynisch oder es können körperliche Krankheiten ausbrechen. Dann geraten die Ausgebrannten völlig aus ihrem seelischen Gleichgewicht. Starker Stress im Beruf und Burnout hängen scheinbar eng zusammen, obwohl Stress sehr unterschiedlich empfunden wird.

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Die Sexualtät dient vor allem der Kommunikation und der Lust

Mehr als neunzig Prozent aller sexuellen Störungen sind laut Georg Pfau psychosomatischer Natur. Dabei spielt sicherlich die tief im Menschen verwurzelte Vorstellung eine Rolle, die Sexualität sei ein bloßes Mittel zum Zwecke der Fortpflanzung. In Wirklichkeit dient der Sex aber viel eher der Kommunikation.  Männer und Frauen sollten sich der Sexualität hingeben können, ohne genaue Vorstellungen davon zu haben, was dabei herauskommen wird. Alles ist in Ordnung, alles ist gut. Und dadurch wird das Scheitern ein Ding der Unmöglichkeit. Georg Pfau erklärt: „Das Spiel mit ungewissem Ausgang schafft viel eher…

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Kurt Langbein betrachtet eine gute Beziehung als Lebensexlixier

Das menschliche Erleben und Lernen braucht persönliche Beziehungen. Wenn ein Mensch einem anderen zusieht, aktiviert sein Gesichtsausdruck oder andere Regungen ganz automatisch jene Regionen im Gehirn, die für genau dieselben Empfindungen zuständig sind. Kurt Langbein erklärt: „Der Mensch ist auf Gegenseitigkeit konzipiert. Gute zwischenmenschliche Beziehungen sind die wohl am besten wirksame und nebenwirkungsfreie Droge gegen seelischen und körperlichen Stress.“ Seiner Meinung nach ist es eigentlich schwer zu begründen, warum es keine Ehe- und Partnerschaftsberatung auf Krankenschein gibt. Denn viele wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sich das Leben in einer glücklichen und…

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Kinder dürfen ihren Zorn und Schmerz nur selten artikulieren

Auch wenn das Kleinkind in der sogenannten analen Phase seiner psychosexuellen Entwicklung neben dem lustvollen An- und Entspannen der Schließmuskulatur und dem Einüben auch aller Muskelbewegungen, seinen Willen trainiert und seine Bezugsperson mit Ungehorsam oft zur Verzweiflung treibt, ist das keineswegs ein Endpunkt der Persönlichkeitsentwicklung. Rotraud A. Perner erläutert: „Im Gegensatz zur oralen Wut mit ihrem Geschrei und Gezappel, die kein Ziel kennt, sondern nur Ausdruck von Unbehagen darstellt, richtet sich der anale Zorn gegen irgendetwas – ein Ding, einen Menschen, späterhin dann auch bestimmte Gruppen von Menschen, Frauen etwa,…

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Rotraud A. Perner erforscht das Phänomen der Seelenvergiftung

Da Körper, Seele und Geist eine Einheit bilden, beeinflussen sie sich gegenseitig. Der Psychologe Peter Orban hebt als Charakteristikum der philosophischen Medizin hervor, dass aus ihrer Sicht der Weg der Krankheit von oben nach unten geht, das heißt von der Seele in den Körper. Ein kranker Leib ist immer ein Hinweis darauf, dass die Seele ein Problem hat. Rotraut A. Perner ergänzt: „Und Energie und damit Immunkräfte verliert. Peter Orban weist darauf hin, dass nicht jedes Problem in den Körper fällt und dort ein Symptom produziert, sondern ebenso in Handlungen…

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Die Angst vor der Psychiatrie ist immer noch weit verbreitet

Angststörungen und Depressionen sind Volkskrankheiten, die sich in der Regel sehr gut behandeln lassen. Deshalb ist es umso unverständlicher, dass viele Betroffenen zu Unrecht und zu ihrem Schaden den Gang zum Facharzt scheuen. Ein Psychiater muss ein komplettes Medizinstudium absolvieren, dem sich die Ausbildung zum Facharzt anschließt. Einer der Schuldigen an diesem Dilemma ist möglicherweise René Descartes (1569 – 1650), der die Lehre begründete, wonach Körper und Geist völlig getrennte Sphären seien.

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