Viele Menschen graben sich ihre Grube selbst

Jeder ist seines Glückes Schmied, so heißt es. Aber vor allem kennt man den umgekehrten Fall: Viele Menschen graben sich ihre Grube selbst. Fritz Breithaupt erläutert: „Das heißt nicht nur, dass wir unbeabsichtigt in die Fallen tappen, die wir anderen stellen. Vielmehr vertiefen wir unser Unglück immer wieder, indem wir unsere Weltsicht auf ein solches Unglück ausrichten.“ Wer kennt nicht einen Pessimisten, für den noch die beste Nachricht irgendwie zum Beleg seines Unglücks wird. Man möchte solch einen Pessimisten rütteln und schütteln, doch es würde nichts ändern. Sondern es würde ihm nur wieder bestätigen, dass alle gegen ihn sind, inklusive der Freunde, die ihn schütteln. Es ist offensichtlich nicht leicht, seine Muster zu ändern. Fritz Breithaupt ist Professor für Kognitionswissenschaften und Germanistik an der Indiana University in Bloomington.

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Den Pessimisten plagen Furcht und Trauer

Wenn man sich das Leben als großen Abreißkalender für jeden Tag vorstellt, dann sieht der Pessimist mit Furcht und Trauer, wie die verbleibenden Tage immer weniger werden. Die Schicht der restlichen Tage am Kalender wird immer dünner. Im Gegensatz zu einem Kalender kann er sich nie sicher sein, dass das Blatt, das er abgerissen hat, nicht das letzte gewesen sein könnte. Andreas Salcher vergleicht: „Der Optimist hat den gleichen Kalender vor sich, blickt nur mit einer anderen Perspektive darauf. Jedes abgerissene Blatt legt er mit Freude auf den Stoß, der sein bisheriges Leben dokumentiert.“ Dankbar notiert er auf der Rückseite jedes Blattes tagebuchartig, war er an diesem Tag erlebt, gelernt, geschafft hat. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Autor von Bestsellern und kritischer Vordenker in Bildungsthemen.

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Optimisten sind Überzeugungstäter

Optimismus ist keine Zauberei, obwohl er auf einem intellektuellen Taschenspielertrick basiert: Man erklärt sich positive Ereignisse so, dass sie permanent bestehende Ursachen haben und demzufolge immer wieder eintreten können. Der Glaube an die eigene Überdurchschnittlichkeit basiert dabei auf einer Logik, die Jens Weidner wie folgt beschreibt: „Erfolg ist mein Verdienst. Misserfolg ist Sorry, das liegt an euch. Optimisten kommunizieren diesen Trick natürlich mit niemanden.“ Das würde nur ihr Umfeld verärgern – und das vollkommen zu Recht, denn diese Schuldzuschreibung entspricht natürlich nicht der Realität, was Optimisten auch wissen. Das macht aber nichts, denn darum geht es nicht. Dieses Denken tut gut, man macht sich weniger Sorgen und man schläft besser, weil man sich nicht zu viele Gedanken über die eigenen Fehler macht. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie.

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Die frühe Sozialisation prägt den Optimismus oder den Pessimismus

„Liebe allein genügt nicht“, hat der berühmte Psychoanalytiker Bruno Bettelheim über die Sozialisation des Menschen geschrieben, aber ohne Liebe besteht kaum Hoffnung für den Optimismus. Jens Weidner erläutert: „Fehlende Zeit lässt sich nicht durch Geld und teure Geschenke kompensieren, so materiell sind junge Menschen nicht, sie verzweifeln eher an der fehlenden Zuneigung und Wärme, sie verzweifeln auch an manchen prägenden Karrierekillerphrasen bedenkenloser Eltern, die zur Grundlage ihrer pessimistischen Lebenseinstellung werden.“ Der schlimmste Satz, den Jens Weidner in einem Beratungsgespräch gehört hat, lautet: „Wir hätten dich abtreiben sollen. In diesem Moment hätte er die Eltern schlagen können. Denn Kinder, die sich so etwas in jungen Jahren anhören müssen, vergessen das nie, und sie werden im Leben alles dafür tun, dass sich solche Kränkungen nicht wiederholen. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie.

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Optimisten sind Pessimisten haushoch überlegen

Jens Weidner vertritt in seinem Buch „Optimismus“, dass es Optimisten besser geht, weil zu zufriedener, hoffnungsvoller, erfolgreicher und den Pessimisten damit haushoch überlegen sind. Der Autor hat keinen klassischen Ratgeber geschrieben, der dem Leser sagt, was er tun oder lassen soll, aber es liefert alle Zutaten, die man braucht, um ein Optimist zu werden und zu bleiben. Denn der Optimismus kommt nicht von allein, man muss schon dafür arbeiten. Und wer es im Leben ganz weit bringen möchte, sollte möglichst viel Energie darauf verwenden, ein herausragender Optimist zu werden, der sich durch nichts erschüttern lässt. Mit einer optimistischen Einstellung zum Leben lassen sich hohe Ziele mit höherer Wahrscheinlichkeit erreichen, denn der Glaube ans Gelingen kann Berge versetzen. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie.

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