Blockierte Emotionen sind etwas ganz Normales

Sigmund Freud entdeckte, dass ein Gefühl aufkommen und dann verdrängt werden kann. Menschen äußern in einem solchen Fall ihre Emotion nicht, sie spüren sie nie und könnten es als blockiertes Gefühl bezeichnen. Verhindert, schwelend und unvollendet gleicht die Emotion einer Zündschnur, die im Geist immer weiter glimmt. Es ist eine nicht aufgelöste Dissonanz. David Gelernter erklärt: „Ein blockiertes oder verhindertes Gefühl findet immer einen Weg, sich Ausdruck zu verschaffen.“ Eine Emotion muss ablaufen wie eine körperliche Aktion. Die meisten Gefühle werden in dem Augenblick, in dem sie aufkommen oder unmittelbar danach vollendet. Ein wesentlicher Teil jedoch – wesentlich nicht wegen seiner Größe, sondern wegen seiner Bedeutung – wird nicht sofort vollendet. Manche Gefühle finden ihre Vollendung nie. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale University.

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