Der entspannte Umgang mit den eigenen Kindern

In seinem Buch „Kinder brauchen Grenzen“ erklärt der bekannte Familienberater Jan-Uwe Rogge den Eltern, warum ein Kind etwas tut, beispielsweise trotzig ist oder ständig schimpft. Oft will es damit nur die Grenzen der Eltern testen. Eines macht der Familienberater von Anfang an deutlich, indem er schreibt: „Grenzen setzen heißt auch, alles unter Kontrolle haben zu wollen. Und das geht einfach nicht.“ So ist es auch kein Wunder das viele Eltern überfordert sind, ihren Kindern deutliche Grenzen aufzuzeigen.

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Jesper Juul fordert von den Eltern weniger Nettigkeit

Eine strenge oder weniger strenge Erziehung ist für Jesper Juul weder besser noch schlechter. Familien können ihr Leben ohne die alten Tabus gestalten, aber dann werden neue entstehen. Jede Generation muss seine eigene Identität finden. Für Jesper Juul ist die deutsche Idee, dass Kindheit romantisch, nett oder süß sei, völliger Unsinn. So sind Kinder nicht und das Leben sieht auch total anders aus.

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Die Gesellschaft hemmt die Liebe unter den Menschen

Das Gefühl, die Phantasie und die Kreativität bleiben in den meisten Schulen auf der Strecke. Es wird manchmal sogar als unpassend und störend betrachtet. Laut Peter Lauster ist die Schulausbildung einseitig auf den Verstand hin ausgerichtet und vernachlässigt die Persönlichkeitsstruktur des Menschen in seiner Ganzheit. So lernen die Kinder nicht ihre Gefühle zu entwickeln, sondern unterdrücken sie im schlimmsten Fall. Doch gerade die Gefühle spielen bei der Entwicklung der Liebesfähigkeit eine entscheidende Rolle.

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Das Geheimnis der menschlichen Widerstandskraft

Forscher, die sich der Positiven Psychologie verschrieben haben, erkunden was Menschen stark macht, sprich die Fundamente der psychischen Widerstandskraft. Sie wollen herausfinden, wie Lebenstüchtige persönliche Krisen bewältigen und die Kräfte finden, die sie dafür einsetzen. Diese Menschen haben das Vermögen, Licht am Ende eines dunklen Tunnels zu erkennen, das für die Hoffnungslosen unsichtbar ist. Diese Fähigkeit nennen die Psychologen Resilienz, es ist die Kraft aus einer scheinbar hoffnungslosen Lage wieder den vollen Lebensmut zurückzugewinnen.

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Das Gefühl des Stolzes ist zweideutig

Der Stolz hat zwei Gesichter: Auf der einen Seite kann er Personen arrogant und überheblich machen, auf der anderen Seite kann er sympathische Chefs hervorbringen. Für den großen Schriftsteller Dante überwogen die negativen Aspekte des Stolzes. Er betrachtete den Stolz als etwas Schlimmeres als den Neid und den Zorn. Völlig anderer Ansicht war dagegen Aristoteles. Er bezeichnete den Stolz als die Krone der Tugenden.

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Jesper Juul klärt Eltern über Erziehungsfallen auf

Der Familientherapeut Jesper Juul hat in Dänemark ein bekanntes Institut für Familientherapie gegründet und dort Jahrzehntelang Erwachsene behandelt. 2004 hat er die Elternberatung „Familylab“ ins Leben gerufen, die inzwischen in zwölf Ländern therapiert. Zurzeit dominiert in der Kindererziehung der neokonservative Ansatz, dass man Kindern Grenzen setzen muss. Im Vordergrund stehen dabei die Werte Disziplin und Gehorsam. Jesper Juul nennt Erzieher, die diese Methode anwenden, Neoromantiker. Er beobachtet sie häufig auf Spielplätzen, wie sie zu ihren Kindern lächelnd bitte sagen und sie mit Konjunktiven verwirren.

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Anna Freud erforscht die Abwehrmechanismen des Ichs

Im Gegensatz zu ihrem Vater Sigmund Freud, der sich hauptsächlich mit dem Unbewussten (Es) beschäftigte, konzentrierte sich seine Tochter Anna Freud in der Therapie und Psychoanalyse auf das Ich. Der Psychoanalytiker hat die Aufgabe, diese Zwänge dem Patienten ins Bewusstsein zu heben. Denn das Ich versucht die unbewussten Tabus zu verdrängen, zu unterdrücken, sie auf andere zu übertragen oder sie zu leugnen. Gelingt es dem Patienten Abwehrmechanismen gegen Angst und Kränkung zu entwickeln, hat sich das Ich gegen das Es und das Über-Ich im Kampf durchgesetzt.

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Jean Piaget erforscht die geheimnisvolle Welt der Kinder

Jean Piaget wollte herausfinden, warum ein Kind redet und mit wem und warum es so viele Fragen stellt. Sein Buch „Sprechen und Denken des Kindes“ schrieb er hauptsächlich für Lehrer. Jean Piaget glaubte, dass Kinder grundsätzlich anders denken als Erwachsene. Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Kindern und Erwachsenen entstehen seiner Ansicht nach deshalb, weil sie sich in der Art unterscheiden, sich selbst in ihrer Welt zu sehen. Jean Piaget führte seine Studien am Rousseau-Institut in Genf durch, wo er Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren beobachtete. Er erkannte, dass Kinder einen beträchtlichen Teil der Zeit nicht gezielt mit jemanden sprechen.

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Eltern sollen vor ihren Kindern nur konstruktiv streiten

Kinder müssen häufig zusehen, wenn die Eltern ihre Konflikte austragen, weshalb viele Eltern nach einer Auseinandersetzung ein schlechtes Gewissen mit sich herumtragen. Wissenschaftliche Studien belegen nämlich, dass ein ständiger Streit zwischen Vater und Mutter für die Nachkommenschaft noch negativere Folgen haben kann, als eine Scheidung der Eltern. Allerdings schadet nicht jeder Streit dem eigenen Nachwuchs. Sabine Franiek von der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg nennt den Grund: „Wenn es in der Familie eine konstruktive Streitkultur gibt, können Kinder davon profitieren und am Modell der Eltern lernen, wie man Konflikte löst.“

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Karen Horney: "Eine Neurose verbirgt das wahre Ich"

Die Psychoanalytikerin Karen Horney stellte sich in einigen wesentlichen Punkten gegen die Lehre Sigmund Freuds. So lehnte sie die Theorie des „Penisneids“ strikt ab und sprach der Bedeutung der sexuellen Motivation generell weniger Bedeutung als Sigmund Freud zu. Außerdem wies sie nach, dass Frauen vor allem dann für Neurosen anfällig werden, wenn sie unrealistische gesellschaftliche Forderungen nicht erfüllen. Karen Horney verfolgte einen sehr demokratischen Ansatz, indem sie den Analyseprozess auch für Laien so verständlich machen wollte, dass eine Selbstanalyse der Menschen möglich werden sollte.

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