Daniel Goleman weist Wege zur emotionalen Erziehung

Das Familienleben ist laut Daniel Goleman die erste Schule für das emotionale Lernen. In dem kleinen Kreis lernt der Mensch, wie er sich selbst empfinden soll und wie andere auf seine Empfindungen reagieren, was er von diesen Empfindungen denken soll, welche Reaktionen ihm offen stehen und wie er seine Hoffnungen und Befürchtungen ausdrücken soll. Daniel Goleman erklärt: „Diese Schulung der Gefühle erfolgt nicht bloß mittels der Dinge, die Eltern ihren Kindern direkt sagen sondern die sie mit ihnen machen, sondern auch über die Vorbilder, die sie abgeben bezüglich des Umgangs mit ihren eigenen Gefühlen und mit den Gefühlen, die zwischen Mann und Frau ausgetauscht werden. Manche Eltern sind begabte emotionale Lehrer, andere sind entsetzlich.“

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Alfred Adler analysiert die menschlichen Phantasie

Zu den künstlerischen Leistungen der Seele zählt Alfred Adler die Phantasie. Diejenigen Kinder werden laut Alfred Adler ihre Phantasie stärker entwickeln, die das Leben mit feindlichen Augen betrachten. Mit dieser Einstellung ist bei ihnen gewöhnlich auch eine stärkere Anspannung der Vorsicht gegeben. So haben schwächliche Kinder, denen das Leben so manches Übel bereitet, eine verstärkte Phantasie und die Neigung, sich mit Phantasien zu beschäftigen.

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Ein Kind kann nur in der Gemeinschaft existieren

Die Gemeinschaft setzt laut Alfred Adler eine Anzahl von Forderungen und beeinflusst dadurch alle Normen und Formen des Lebens eines Menschen, somit auch die Entwicklung seines Gehirns. Bei der langsamen Entwicklung des Kindes lässt sich feststellen, dass an die Entfaltung menschlichen Lebens nur gedacht werden kann, wenn eine schützende Gemeinschaft vorhanden ist. Das Kind, das so sehr der Hilfe der Gemeinschaft bedarf, findet sich einer Umgebung gegenüber, die nimmt und gibt, fordert und erfüllt. Es sieht sich mit seinen Trieben vor gewissen Schwierigkeiten, deren Überwindung ihm Pein verursacht.

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Die Persönlichkeit bestimmt über Erfolg und Gehalt

Kindern aus benachteiligten Wohnvierteln werden außerhalb der Schule speziell gefördert. Eigentlich wollte man damit ihre intellektuellen Fähigkeiten steigern, doch man konnte keinen dauerhaften Effekt auf den Intelligenzquotienten ausüben. Dennoch waren die Kinder später erfolgreicher im Leben und Beruf als Kinder ohne Förderung. Sie hatten häufiger einen Schulabschluss und sogar ein eigenen Haus und lebten seltener vom Staat. Den Forschern zufolge hat das Perry-Vorschulprogramm etwas anderes gefördert als die Intelligenz, nämlich die Persönlichkeit. Sie ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, erfolgreich im Beruf zu sein und ein hohes Gehalt zu beziehen.

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Erwin W. Straus beschreibt die sexuelle Perversion

Erwin W. Straus lehnt die psychoanalytische Theorie der Perversionen und Neurosen ab, weil diese zu sehr die infantile Triebhaftigkeit in diesen Krankheitsbildern betont. Darin erkannte er den Hauptfehler in Sigmund Freuds Lehre von den sexuellen Partialtrieben. Laut Sigmund Freud gibt es schon im Kind perverse Triebregungen. Das Kind wird willkürlich zu einem kleinen Perversen, der Perverse im Erwachsenenalter zu einem großen Kind. In der schlichten Beschreibung der perversen Phänomene zeigt sich für Erwin W. Straus, dass Perversionen und Neurosen unter den Begriff der Deformierung fallen.

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Melanie Klein entwickelt die Psychoanalyse des Kindes

Laut Melanie Klein ist die erste Objektbeziehung des Kindes die Mutterbrust, die den Mittelpunkt sämtlicher Emotionen des Babys bildet. Die Säuglinge idealisieren die Brust als Quelle von Liebe und Nahrung und fühlen sich von ihr bestraft, wenn ihr Verlangen danach nicht direkt befriedigt wird. Diese zwiespältigen Gefühle lösen zum ersten Mal im Leben Angst aus. Diesen Zwiespalt bezeichnet Klein als paranoid-schizoide Position.

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Warum viele Menschen an Übernatürliches glauben

Laut Bruce Hood betrachten Kinder die Welt als eine existierende und ordnende Kraft, in der alles in der Natur für einen Zweck geschaffen worden ist. Als Erwachsene haben sie gelernt, diese Sichtweise zu unterdrücken. Die Neigung zum Aberglauben ist bei vielen Erwachsenen von ihrer kindlichen Weltsicht erhalten geblieben. Bruce Hood sagt: „Das merkt man bei wissenschaftlichen Aussagen, die der Intuition widersprechen. Die meisten Erwachsenen vermuten zum Beispiel noch, dass schwere Objekte schneller zu Boden fallen als leichte.“

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Falsche Erziehung kann Kinder zu Tyrannen machen

Wenn die Eltern bei der Zuneigung zu ihren Kindern gewisse Fehler begehen, werden sie laut Osvaldo Poli kleine Tyrannen heranziehen. Seiner Meinung nach tun Eltern, die nie nein sagen können und ihren Kindern alles erlauben, nichts Gutes. Oswaldo Poli erläutert: „Die Kinder wachsen ihnen bald über den Kopf oder zu unsicheren Jugendlichen heran, die ihren Weg im Leben nur schwer finden. Eine Mutter, die zu sehr liebt, ist kurz vor dem Zusammenbruch stehend. Sie tut alles für ihre Kinder, selbst wenn sie sich dabei selbst verleugnen muss.

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Der evolutionäre Sinn des Gefühls der Eifersucht

Die Eifersucht ist keineswegs nur ein Phänomen der Erwachsenenwelt. Kinder können schon im Alter von einem halben Jahr eifersüchtig auf ihre Geschwister werden, die anscheinend mehr Zuneigung von den Eltern erfahren. Besonders stark ausgeprägt ist die Eifersucht bei Menschen, die sich selbst wesentlich unattraktiver empfinden als ihren Partner. Männer und Frauen entwickeln unterschiedliche Formen der Eifersucht. Männer sind beispielsweise besonders gereizt, wenn sie den Verdacht haben, dass ihre Frau Sex mit einem anderen Mann hat. Sie sind dann eher bereit als Frauen, eine Beziehung zu beenden.

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Jesper Juul rät zu mehr Gelassenheit bei der Erziehung

Ein Kind benötigt eine gute Beziehung zu seinen Eltern, an deren Leben es teilhaben will. Besonders, wenn sie in den Kindergarten oder in die Kinderkrippe gehen, sehnen sie sich nach Zeit mit den Erwachsenen, die ein entsprechendes Erwachsenenleben führen. Denn im Kindergarten lernen die Kinder seiner Meinung nach nur etwas über das Kind sein und nichts über Erwachsene. Jesper Juul behauptet: „Wir sehen schon die ersten Folgen. Viele Jungendliche habe keine Lebenskompetenz. Sie werden depressiv, weil sie nicht wissen, wie man mit Enttäuschungen umgeht.“

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