Die Menschen bemerken nicht ihre ständigen Veränderungen

Werte, Hobbys, Vorlieben und sogar die Persönlichkeit ändern sich im Verlauf des Lebens. Doch viele Menschen glauben, egal ob sie 17 oder 65 Jahre alt sind, dass ihre Entwicklung abgeschlossen ist. Doch das ist ein Irrtum, da Wachstum und Veränderung inen, ihre Einstellungen und ihre Persönlichkeit würden sich in Zukunft kaum verändern, obwohl sie wissen, dass sie sich in der Vergangenheit sehr wohl berichtigt haben. In der Studie „Illusion vom Ende der Geschichte“ heißt es: „Menschen betrachten die Gegenwart als einen Wendepunkt in ihrer Biographie, an dem sie endlich die…

Read More
Allgemein 

Dr. Adam Alfred verteidigt die Verschreibung von Ritalin

Seit fast drei Jahrzehnten verschreibt der Kinder- und Jugendpsychiater Adam Alfred, der im ADHS-Zentrum in München-Neuhausen praktiziert, Ritalin und ähnliche Medikamente. Hyperaktive Kinder werden seiner Meinung nach durch die Gabe von Ritalin einfach normaler und können sich besser konzentrieren. Für Adam Alfred sind die Nebenwirkungen von Ritalin mehr als vertretbar, da sie bei sachgemäßem Umgang sehr selten auftreten.

Read More
Allgemein 

Die Bewältigung des Ödipuskomplexes ist eine Gratwanderung

Der Ödipuskomplex, von Sigmund Freud zum Kernstück der analytischen Theorie gemacht, umschreibt laut Helm Stierlin eine psychische Konstellation, die dem einzelnen im Alter von etwa fünf bis sechs Jahren durch biologische und soziale Gegebenheiten aufgezwungen wird. Helm Stierlin schreibt: „Der Komplex fällt in die Zeit, da die Zweierbeziehung zur Mutter sich umgestaltet: auch der Vater wird nun für das Kind zu einer zentralen Beziehungsperson.“ So wird der Vater für den Sohn in dieser Phase nicht nur ein Modell der Männlichkeit, das ein Junge für den Aufbau der eigenen Männlichkeit braucht,…

Read More
Allgemein 

Menschen übernehmen unbewusst Verhaltensweisen ihrer Eltern

Die Zeiten ändern sich, aber viele Verhaltensweisen in Familien erhalten sich teilweise über Generationen. Das menschliche Gehirn baut ständig neue neuronale Netzwerke auf, die jene Erfahrungen und Strukturen speichern, die verschiedene Tätigkeiten widerspiegeln. Dabei bilden die Nervenbahnen, die sich schon sehr früh entwickelt haben, besonders dicke Stränge. Silvia Dirnberger-Puchinger vergleicht diese Bündel mit mehrspurigen Autobahnen und erklärt damit, warum Menschen immer wieder in die ungeliebten Muster fallen: „Unter Stress greift unser Gehirn nicht auf neuere erlernte Verhaltensweisen – quasi die Güterwege in unserem Hirn – zurück, sondern nimmt den Highway.“

Read More
Allgemein 

Alexander Mitscherlich spricht über Krieg und Frieden

In seiner Ansprache anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im Jahr 1969 hat Alexander Mitscherlich Dinge angesprochen, die auch heute noch von brennender Aktualität sind. Seiner Meinung nach besteht in vielen Menschen, unbewusst bleibend, ein hohes Maß von Destruktionsbereitschaft und insbesondere von Neigung zur Selbstdestruktion, die leicht erregbar sind. Ohne eine Veränderung der psychischen Konstitution beim Menschen, worunter Alexander Mitscherlich eine quasi qualitativ neue Stufe der kulturellen Entwicklung, ein erweitertes und gestärktes Bewusstsein versteht, kann kaum mit einer Minderung der Kriegschancen gerechnet werden. Alexander Mitscherlich nennt zwei Faktoren,…

Read More
Allgemein 

Im Konsumismus werden Depressionen zur Volkskrankheit

Wenn ein Mensch einen sicheren Ort verliert, brechen bei ihm heftige Emotionen aus. Es mischen sich dabei Trauer und Angst, woraus oftmals auch das Bedürfnis entsteht, innezuhalten und abzuwarten. In manchen Fällen verleugnen die Betroffenen sogar den Verlust und geben sich der trügerischen Hoffnung hin, dieser werde wie durch magische Kräfte wieder aufgehoben und alles würde wieder so sein wie zuvor. Die Trauerreaktion ist laut Wolfgang Schmidbauer biologisch sinnvoll. Die Menschen werden motiviert, sich anzustrengen, Heimaten zu erhalten, wichtige Menschen an sich zu binden, nicht leichtfertig aufzugeben, was ihnen Geborgenheit…

Read More

Furchtlosigkeit erzeugt ein Gefühl der Stärke und Freude

Neben der Hoffnung und dem Glauben gibt es noch ein weiteres Gefühl, das sehr eng mit dem Leben verbunden ist, nämlich der Mut oder wie Baruch Spinoza es zu nennen pflegte, die Seelenstärke. Denn der Begriff Seelenstärke, abgeleitet vom lateinischen fortitudo, bezeichnet Erich Fromm als den weniger vieldeutigen Ausdruck wie Tapferkeit, wie fortitudo auch übersetzt werden könnte. Denn mit Tapferkeit bezeichnet man seiner Meinung häufiger den Mut zu sterben und nicht den Mut zu leben. Seelenstärke ist für Erich Fromm auch die Fähigkeit, der Versuchung zu widerstehen, Hoffnung und Glaube…

Read More

Die Konsumgesellschaft spaltet sich in Erfolgreiche und Erfolglose

In der modernen Gesellschaft ist jeder Mensch für sein Glück selbst verantwortlich. Die meisten Individuen erleben ihre Identität vor allem als spezialisierte Leistung oder als Teilhabe an stark idealisierten Konsumgütern. Viele Eltern vermitteln ihren Kindern, in erhöhtes Niveau der körperliche und seelisch-geistigen Spannung auftritt.“ Bei vielen Menschen führt seiner Meinung nach dieser Progressionsdruck zu psychosomatischen Erkrankungen des Muskelsystems, der Gelenke sowie des Magen-Darm-Systems. Unbewusst spannen die Betroffen ihre Muskeln ständig an, die Disziplinierung läuft nach den Worten von Wolfgang Schmidbauer Amok, da alle Regressionen ausgeschlossen werden müssen. Wolfgang Schmidbauer arbeitet…

Read More