Die Jagd nach immer mehr Geld soll die Angst besiegen

Für den Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer ist Geld das zentrale Mittel, um Ängste in den Griff zu bekommen. Die meisten Menschen stehen voller Furcht einer Welt gegenüber, die dem Einzelnen zwar unendliche Möglichkeiten eröffnet, aber auch total unübersichtlich geworden ist. Wolfgang Schmidbauer ist der bekannteste Paartherapeut Deutschlands. Er hat 30 Bestseller über Liebe, Ängste und das Helfersyndrom geschrieben.

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Daniel Goleman beschwichtigt die Sorgen und die Angst

Die Besorgtheit kreist bei manchen Menschen in einer endlosen Schleife eines kleinen Melodramas, eine Sorge führt zur nächsten, und von dort wieder zurück zum Ausgangspunkt. Für Daniel Goleman ist die Besorgtheit der Kern aller Angst. Unproblematisch ist die Besorgtheit, wenn sie dazu anregt über ein Problem konstruktiv nachzudenken. Die Überlegung mag wie eine Besorgtheit erscheinen, kann aber zu einer Lösung führen. Daniel Goleman ergänzt: „Die Reaktion, die der Besorgtheit eigentlich zugrunde liegt, die Achtsamkeit auf eine potentielle Gefahr, war in der Evolution zweifellos überlebenswichtig.“

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Selbstentfaltung ist die zentrale Aufgabe des Lebens

Erich Fromm unterscheidet zwischen einer autoritären und einer humanistischen Ethik. Die autoritäre Form schreibt dem Menschen Gebote und Verbote von außen vor, die humanistische Variante untersucht das Wesen des Menschen und erkennt die Wege und Hilfsmittel, die zur Selbstverwirklichung beitragen. Bei der humanistischen Ethik ist das Wohl der Menschen das einzige Kriterium für ethische Werte. Die autoritäre Ethik schätzt vor allem Gehorsamkeit und Unterwürfigkeit. Erich Fromm setzt die Ethik fast mit der Lebenskunst gleich, die jeder Mensch lernen muss, wenn er sein Leben erfolgreich und glücklich bewältigen will.

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Der MBTI erkennt unterschiedliche Persönlichkeitstypen

Der Myers-Briggs-Typindikator (MBTI) ist ein Test zur Einstufung des Persönlichkeitstyps, der in den 1940iger Jahren eingeführt wurde. Isabel Briggs Myers ist davon überzeugt, das Verhalten eines Menschen zu verstehen, wenn sie den Typ seiner Persönlichkeit kennt. Fortgeschrittene Introvertierte können ihrer Meinung nach ziemlich gut mit ihrer Umwelt umgehen, aber ihre besten Leistungen vollbringen sie mit ihrem Gehirn, bei der Reflexion. Desgleichen können fortgeschrittene Extrovertierte relativ gut mit Ideen umgehen, erbringen jedoch ihre besten Arbeiten, wenn sie beim Handeln nach außen gewandt agieren. Obwohl es den MBTI schon so lange gibt, fand er größere Verbreitung erst in den 1970iger Jahren. Seitdem sind Millionen von Menschen nach dieser Methode getestet worden. In der Regel wird er als Ausbildungs- und Berufseignungstest, aber auch in der Eheberatung und in der Persönlichkeitsentwicklung eingesetzt.

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Viktor Frankl empfiehlt das Buch als Therapeutikum

Die Möglichkeit, das Buch therapeutisch einzusetzen, geht gemäß Viktor Frankl weit über das Pathologische hinaus. Er schreibt: „So vermag das Buch etwa in existentiellen Krisen – von denen ja niemand verschont bleibt – einfach Wunder zu wirken. Das rechte Buch zur rechten Zeit hat viele Menschen vor dem Selbstmord bewahrt, und davon wissen wir Psychiater sehr wohl ein Lied zu singen.“ In diesem Sinne leistet ein Buch echte Lebenshilfe.

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Beleidigungen können tödliche Konflikte auslösen

Demütigungen und Beleidigungen sind oft die Auslöser für Gewalt und Mord, Krieg und Genozid. Menschen mit einem ausgeprägten Ehrgefühl reagieren besonders stark auf eine entwürdigende Situation. Dov Cohen geht davon aus, dass in den Südstaaten der USA eine Kultur der Ehre vorherrsche. Der Wissenschaftler sagt: „In Texas und den anderen Südstaaten setzt eine öffentliche Beleidigung die Reputation eines Mannes besonders stark herab. Dieser muss dann versuchen, seinen Ruf mit Gewalt wiederherzustellen.“

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Warum viele Menschen an Übernatürliches glauben

Laut Bruce Hood betrachten Kinder die Welt als eine existierende und ordnende Kraft, in der alles in der Natur für einen Zweck geschaffen worden ist. Als Erwachsene haben sie gelernt, diese Sichtweise zu unterdrücken. Die Neigung zum Aberglauben ist bei vielen Erwachsenen von ihrer kindlichen Weltsicht erhalten geblieben. Bruce Hood sagt: „Das merkt man bei wissenschaftlichen Aussagen, die der Intuition widersprechen. Die meisten Erwachsenen vermuten zum Beispiel noch, dass schwere Objekte schneller zu Boden fallen als leichte.“

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Fritz Künkel erklärt das Wesen der Charaktertherapie

Was laut Fritz Künkel in der Psychotherapie wirklich heilt, ist die Wandlung im Werthorizont eines Menschen, wobei immer tief greifende Änderungen in der Grundstimmung, in der Verfassung des Geistes und der Motivationsbasis des Patienten zustande kommen. Angeblich führt seiner Meinung nach der Weg zur psychischen Gesundung über fundamentale Krisen hinweg zum inneren und äußeren Wachstum. Fritz Künkel schreibt: „Nur wer den Tiefpunkt seiner neurotischen Verirrungen erreicht hat, ist wahrhaft bereit, sich grundlegend umzustellen. So muss der Mensch erst ein gerütteltes Maß an Not, Leid und Schicksalsschlägen hinnehmen, bis ihm die Bedeutung der Hingabe an das Leben und der echten Wahrhaftigkeit aufgeht.“

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Falsche Erziehung kann Kinder zu Tyrannen machen

Wenn die Eltern bei der Zuneigung zu ihren Kindern gewisse Fehler begehen, werden sie laut Osvaldo Poli kleine Tyrannen heranziehen. Seiner Meinung nach tun Eltern, die nie nein sagen können und ihren Kindern alles erlauben, nichts Gutes. Oswaldo Poli erläutert: „Die Kinder wachsen ihnen bald über den Kopf oder zu unsicheren Jugendlichen heran, die ihren Weg im Leben nur schwer finden. Eine Mutter, die zu sehr liebt, ist kurz vor dem Zusammenbruch stehend. Sie tut alles für ihre Kinder, selbst wenn sie sich dabei selbst verleugnen muss.

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Der evolutionäre Sinn des Gefühls der Eifersucht

Die Eifersucht ist keineswegs nur ein Phänomen der Erwachsenenwelt. Kinder können schon im Alter von einem halben Jahr eifersüchtig auf ihre Geschwister werden, die anscheinend mehr Zuneigung von den Eltern erfahren. Besonders stark ausgeprägt ist die Eifersucht bei Menschen, die sich selbst wesentlich unattraktiver empfinden als ihren Partner. Männer und Frauen entwickeln unterschiedliche Formen der Eifersucht. Männer sind beispielsweise besonders gereizt, wenn sie den Verdacht haben, dass ihre Frau Sex mit einem anderen Mann hat. Sie sind dann eher bereit als Frauen, eine Beziehung zu beenden.

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