Fritz Künkel sieht in der Erziehung die charakterbildende Macht par excellence, da jeder Mensch lebenslänglich die Spuren seiner frühen Sozialisation mit sich herumträgt. Man kann einen Charakter nur dann in seinem Innersten verstehen, wenn man die Kindheitsbedingungen kennt, die ihn geprägt haben. Psychologisch gesunde Menschen können seiner Ansicht nach allerdings kaum typologisch fixiert oder erfasst werden.
Psychologie Guide
Alfred Adler analysiert die menschlichen Phantasie
Zu den künstlerischen Leistungen der Seele zählt Alfred Adler die Phantasie. Diejenigen Kinder werden laut Alfred Adler ihre Phantasie stärker entwickeln, die das Leben mit feindlichen Augen betrachten. Mit dieser Einstellung ist bei ihnen gewöhnlich auch eine stärkere Anspannung der Vorsicht gegeben. So haben schwächliche Kinder, denen das Leben so manches Übel bereitet, eine verstärkte Phantasie und die Neigung, sich mit Phantasien zu beschäftigen.
Ein Kind kann nur in der Gemeinschaft existieren
Die Gemeinschaft setzt laut Alfred Adler eine Anzahl von Forderungen und beeinflusst dadurch alle Normen und Formen des Lebens eines Menschen, somit auch die Entwicklung seines Gehirns. Bei der langsamen Entwicklung des Kindes lässt sich feststellen, dass an die Entfaltung menschlichen Lebens nur gedacht werden kann, wenn eine schützende Gemeinschaft vorhanden ist. Das Kind, das so sehr der Hilfe der Gemeinschaft bedarf, findet sich einer Umgebung gegenüber, die nimmt und gibt, fordert und erfüllt. Es sieht sich mit seinen Trieben vor gewissen Schwierigkeiten, deren Überwindung ihm Pein verursacht.
Denken ist für Nathaniel Branden das größte Geschenk
Laut Nathaniel Branden ist der Mensch zum Denken geschaffen und er muss denken, um sich selbst zu achten. Wenn er sein Bewusstsein dämpft, passiv oder ängstlich ist, tötet er nach und nach sein größtes Geschenk. Am Ende wird er sich hassen. Um sich selbst zu lieben, muss er seine Denkfähigkeit würdigen. Die psychische Reife ist gemäß Nathaniel Branden die Fähigkeit, das Denken an Prinzipien auszurichten und nicht an Gefühlen.
Edward de Bono verbessert die Effizienz des Denkens
Der Sinn des Denkens liegt für Edward de Bono darin, n anwenden kann.
Der Orgasmus spendet dem Menschen das Leben
Der Therapeut und Psychiater Eric Berne vertrat die These, dass man sich ohne alle Vorbehalten einem Orgasmus hingeben soll. Folgendes ist dagegen eher kontraproduktiv: Menschen versuchen etwa, durch akrobatische Bewegungen bei der sexuellen Vereinigung mit dem geliebten Partner, einen luxuriösen Orgasmus, der in eine Explosion der Farben mündet, zu erzielen. Wieder andere sehen laut Berne den Orgasmus als Siegesbeute oder Geschenk an. Viele so genannte Sexexperten sprechen in ihren Artikeln vom Orgasmus als etwas, dass man sich erarbeitet.
Die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt
Die psychologische Ökologie bezieht die Gesamtheit der Personen, Dinge und Ereignsetzt.
Eine gesunde Seele braucht die offene Kommunikation
Die Grundlage einer Interaktion ist das Verstehen zwischen Ich und Du, das allerdings immer lückenhaft ist. Jeder Mensch kann laut Ronald David Laing nur vermuten, was der andere denkt und meint. Hier tut sich seiner Meinung nach ein Tor zu allen möglichen seelischen Vergewaltigungen auf, wenn eine Person A soviel Macht besitzt, um einer Person B zuschreiben, was diese bewusst oder unbewusst befindet. Ronald David Laing definiert das Unbewusste als jenen Seelenanteil, den der Mensch weder sich selbst noch anderen mitteilt. Es ist kein Sack mit perversen Trieben, sondern ein Teil der Persönlichkeit, der nicht kommunizierbar ist.
Theodor Reik erklärt den Beruf des Psychoanalytikers
Für Theodor Reik ist das Hauptwerkzeug eines jeden Psychotherapeuten seine eigene Persönlichkeit. In seinem Buch „Hören mit dem dritten Ohr – Die innere Erfahrung eines Psychoanalytikers“ beschreibt er sein ganzes Berufswissen. Er hat erkannt, dass das Verstehen einer fremden Person mit dem Verstehen des eigenen Selbst untrennbar miteinander verbunden ist. Der Erforscher des eigenen Selbst muss dabei von starken ethischen Impulsen geleitet wird. Denn der Akt der Selbsterkenntnis muss mit der Bereitschaft zum Lernen und Wandlung des eigenen Selbst verbunden sein.
Theodor Reik stellt eine Theorie des Liebeslebens auf
Mit seinem Buch „Geschlecht und Liebe“ trennte sich der Analytiker Theodor Reik von der Psychoanalyse Sigmund Freuds, obwohl er den Begründer dieser Wissenschaft immer noch bewunderte und verehrte. In diesem Werk formuliert er eine Theorie des Liebeslebens, die stark von der psychoanalytischen Libidotheorie abweicht. Die Liebe ist bei Theodor Reik kein Derivat der Sexualität mehr und kann auch nicht aus der postulierten Entfaltung von angeblichen Libidophasen abgeleitet werden. Liebe und Sexualität sind seiner Meinung nach von verschiedener Art und Abstammung. Er erkennt aber an, dass es neben den Sexualtrieben autochthone Ichtriebe gibt, die nicht aus der Triebhaftigkeit entspringen und ihre eigenen Ziele verfolgen.