Identität und Erinnerung sind eng verbunden

Das Alter ist auch die Zeit der Erinnerung. „Erinnerung ist die Gegenkraft zur Ohnmacht des Lebens“, so der Philosoph Emil Angehrn. Durch die Erinnerung wird das Vergangene durchschaubarer und verstehbarer. Barbara Schmitz ergänzt: „Uns bietet sich damit eine Möglichkeit, der vergangenen Zeit etwas entgegenzusetzen. Und die Erinnerung erlaubt uns zu verstehen, wer wir sind, wie wir die geworden sind, die wir sind.“ Die enge Verbindung zwischen Identität und Erinnerung wird im Alter besonders sichtbar. Der narrative Ansatz ist auch im Kontext von Generativität hilfreich. Das Erzählen der eigenen Lebensgeschichte, die Weitergabe von eigenen Erfahrungen kann einen positiven Effekt auf schmerzhafte Erlebnisse des eigenen Lebens haben, kann mit ihnen versöhnen. Barbara Schmitz ist habilitierte Philosophin. Sie lehrte und forschte an den Universitäten in Basel, Oxford, Freiburg i. Br., Tromsø und Princeton. Sie lebt als Privatdozentin, Lehrbeauftragte und Gymnasiallehrerin in Basel.

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Altern kann ganz unterschiedlich aussehen

Ein positives Bild kann bei dem Gedanken ansetzen, dass Altern ein individueller Prozess ist, der ganz unterschiedlich aussehen kann. Barbara Schmitz rät: „Statt an dem Bild des leistungsstarken, unabhängigen Individuum krampfhaft festhalten zu wollen, kann das Alter als eine Zeit verstanden werden, in der zwar neue, innovative Potenziale entdeckt werden können, in der aber auch eine andere Einstellung, eine neue Haltung entwickelt werden kann.“ Alter kann ebenso bedeuten, dass man sich von Fähigkeiten, die im mittleren Lebensalter noch wichtig waren, abkehrt und sich unverwirklichten Träumen zuwendet. Vielleicht entdeckt man gerade im Alter Seiten und Fähigkeiten bei sich, die vorher in einem von Leistungsdruck geprägten Leben zu kurz kamen. Barbara Schmitz ist habilitierte Philosophin. Sie lehrte und forschte an den Universitäten in Basel, Oxford, Freiburg i. Br., Tromsø und Princeton. Sie lebt als Privatdozentin, Lehrbeauftragte und Gymnasiallehrerin in Basel.

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In jedem Alter kann man Neues lernen

Die Weichenstellungen für die drei Themen Lernen, körperliche Gesundheit und seelische Zufriedenheit werden früh gestellt und beeinflussen das ganze Leben eines Menschen. Es gibt die faszinierenden Möglichkeiten, in jedem Alter zum lernenden Menschen zu werden. Vom Geografieunterricht sind Andreas Salcher nur zwei interessante Dinge in Erinnerung geblieben: „Dass in Boston die berühmteste Universität der Welt steht. Und dass durch Südamerika der längste Fluss der Welt fließt, der Amazonas.“ Harvard und der Amazonas lösten in seiner Fantasie jedenfalls großartige Bilder aus, und er beschloss schon auf der Schulbank, beide einmal Wirklichkeit werden zu lassen. Lernen von den Besten und Reisen in ferne Länder, zwei seiner großen Leidenschaften, wurde früh geweckt. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs.

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Die Menschen werden immer älter

Es ist eine angenehme Vorstellung, wenn man von der Zeit ab seinem 60. Lebensjahr als „der zweiten Hälfte des Lebens“ redet statt von der letzten Lebensphase, auch wenn das statistisch nicht ganz korrekt ist. Andreas Salcher erklärt: „Vor hundert Jahren war man mit 60 seit 13 Jahren tot, im Jahr 2000 hatte man noch 17 Jahre vor sich. Und wer im Jahr 2018 seinen Sechzigsten feiert, der hat mit etwas Glück und gesunder Lebensweise vielleicht sogar noch 30 Jahre vor sich.“ Spätestens bei diesem Gedanken werden viele Menschen zu rechnen beginnen und sich fragen: Wie lange werde ich mir meinen Lebensstandard mit meiner staatlichen Pension leisten können? Worauf muss ich vielleicht verzichten? Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen.

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Die Zeit verrinnt im Alter immer schneller

Je älter ein Mensch wird, desto schneller verrinnt seine Zeit. Andras Salcher blickt zurück: „In der Kindheit fehlte uns noch jedes Gefühl für die Zeit, die Sommerferien dauerten endlos lange, die Zukunft erschien uns in weiter Ferne.“ Erst in der Pubertät ahnte man, dass jedes Leben endlich ist. Man fühlte sich davon aber nicht wirklich betroffen. Der Tod eines Verwandten oder Haustieres irritierte einen zwar kurzfristig, den Bezug zur Endlichkeit des eigenen Lebens erfasste man freilich nicht. Mit 30 Jahren sind viele Menschen noch angenehm überrascht, wie wenig ihnen dieser runde Geburtstag ausmachte. Mit 40 kam dann allerdings die Bestätigung, dass alle recht hatten, die meinten, dass das Leben umso schneller verfliegt, je älter man wird. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Autor von Bestsellern und kritischer Vordenker in Bildungsthemen.

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