Sogar mit der Wahrheit lässt sich lügen

Durch Manipulation sorgt ein Mensch dafür, dass die Wirklichkeit des anderen sich für ihn so darstellt, wie er es möchte. Thorsten Havener weiß: „Eine sehr bewährte Methode ist diesbezüglich die Darstellung der Wirklichkeit über Statistiken.“ Hier wird, wie Gerd Bosbach und Jens Jürgen Korff, Autoren des Buches „Lügen mit Zahlen“, es so trefflich ausdrücken, „mit der Wahrheit gelogen“. Die folgenden Tricks sind nur ein Teil der unzähligen Täuschungen, die in dem Buch vorgestellt werden. Zum Beispiel: Lange Zeiträume – wie Mücken zu Elefanten werden. Wenn man sagt, der Bund einigt sich auf ein Bildungspaket von 18 Milliarden Euro, dann klingt das erst mal toll. Aber wenn die 18 Milliarden auf die nächsten zehn Jahre verteilt werden, dann ist das wenig. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist.

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Gedanken sind mit Emotionen verbunden

Thorsten Havener definiert einen Gedanken wie folgt: „Ein Gedanke ist eine Form, die unser Geist annehmen kann. Das kann richtig sein oder falsch, eine Fantasie, eine Erinnerung, eine Meinung, eine Ablehnung oder eine Vorliebe. Unsere Gedanken entstehen aufgrund äußerer Ereignisse, aber auch innerer gespeicherter Eindrücke.“ Die Reaktion eines Menschen hinsichtlich von äußeren Ereignissen ist auch abhängig von den gespeicherten Eindrücken wie beispielsweise negativen Erfahrungen, Erinnerungen, Meinungen. Die Gedanken sind mit Emotionen verbunden, die sowohl förderlich als auch hinderlich sein können. Die Gedanken und die damit verbundenen Emotionen können einerseits zu neuen Eindrücken führen oder auch bestehende Gedanken festigen. Das Handeln wird von Gedanken beeinflusst und umgekehrt beeinflusst das Handeln das Denken. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist.

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Das Leben ist eine einzige Manipulation

Über Manipulation sagte der Hypnosetherapeut Milton H. Erickson: „Man hat mir vorgeworfen, Menschen zu manipulieren, worauf ich antworte: Jede Mutter manipuliert ihr Baby, wenn sie möchte, dass es überlebt. Und jedes Mal, wenn du einkaufen gehst, manipulierst du den Angestellten, deinen Anweisungen zu folgen. Und wenn du ins Restaurant gehst, manipulierst du den Kellner. Und der Lehrer in der Schule manipulierte dich, damit du lesen und schreiben lerntest. Das Leben ist eine einzige große Manipulation.“ Thorsten Havener definiert die Manipulation wie folgt: „Der Begriff Manipulation setzt sich zusammen aus den lateinischen Wörtern „manus“ (Hand) und „plere“ (füllen).“ Schlicht übersetzt heißt es also „eine Handvoll (haben)“ und „etwas in der Hand haben“. Übertragen würde es Thorsten Havener mit „Handgriff“ oder auch „Kunstgriff“ übersetzen. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist.

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Kontrollverlust führt zur Selbstabwertung

Wenn man fragt, warum es bei manchen Menschen immer wieder zu Kontrollverlusten kommt, dann sind Teufelskreise zu beobachten. Heinz-Peter Röher erklärt: „Wer unter einem Kontrollverlust oder den Folgen leidet, tendiert zur Selbstabwertung. Er macht sich Vorwürfe und redet negativ mit sich selbst.“ Durch die Selbstabwertung labilisiert sich die Psyche. Dies ist wiederum die Basis dafür, dass es zu neuen Kontrollverlusten kommt. Der Vorsatz, dass es so etwas nicht mehr geben wird – nie mehr –, gehört in aller Regel auch dazu. Typischerweise gibt es nach dem oder schon während des Kontrollverlustes ein „Erklärsystem“, eine Rechtfertigung, eine Beweisführung, warum alles so kommen musste. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig.

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Johannes Steyrer kennt die Falle der Beständigkeit

Die meisten Menschen beharren umso mehr auf ihren Entscheidungen, je mehr sie Zeit, Energie, Gedanken, Gefühle oder Geld investiert haben. Johannes Steyrer fügt hinzu: „Wir tun das auch dann, wenn wir im Zuge dessen vorteilhafte Alternativen ausblenden oder nicht umsetzen, weil das Verlangen nach Konsistenz zur Falle wird. Jede Befreiung aus einer Selbstverpflichtung hieße, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen.“ In Summe sind es fünf Faktoren, die schnurstracks in die „Beständigkeitsfalle“ führen. Erstens: Ein Mensch wird weniger durch Gedanken oder Gefühle als durch eigene Handlungen verpflichtet. Zweitens: Je größer das Publikum bei diesen Handlungen, umso stärker wirkt die innere Pflicht und Schuldigkeit. Drittens: Schrittweises, mehrmaliges Tun ergibt eine zunehmend solide und schwere Kette der Selbstverpflichtung. Johannes Steyrer ist seit 1997 Professor für Organizational Behavior an der Wirtschaftsuniversität Wien.

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Manipulative Tricks sind dreimal wirksamer als rationale Argumente

Wo es um Beeinflussung und Überzeugung geht, wird immer manipuliert. Diese These vertritt Johannes Steyrer in seinem neuen Buch „Die Macht der Manipulation“. Einer ist dabei obenauf, der andere hat das Nachsehen. Der Strategieprofi Johannes Steyrer schärft bei seinen Lesern die Wahrnehmung kleiner und großer Manipulationen. Wer sich die dahinter liegenden Prozesse bewusst macht, ist in der Lage, sie für sich selbst vorteilhafter zu gestalten. Denn manipulative Tools, Tipps, und Tricks sind dreimal wirksamer als rationale Argumente. Wer sie anwendet, erscheint auf einen Schlag um 20 Prozent sympathischer und erhöht den Anteil derer, die ihm in einer misslichen Lage helfen, um das Dreifache. Seine Erkenntnisse verknüpft der Autor mit amüsanten Geschichten des Alltags und belegt sie mit aktuellen Forschungsergebnissen aus der Psychologie und der Wirtschaftswissenschaften. Johannes Steyrer ist seit 1997 Professor für Organizational Behavior an der Wirtschaftsuniversität Wien.

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