Harald Koisser, der Autor des Buchs „Die Kunst, sich zu verändern“, antwortet auf die Frage, warum heute so viele Menschen unter Stress leiden wie folgt: „Weil wir in einem System der Unruhe leben, dem wir uns freiwillig unterwerfen. Da ist keine dunkle Macht. Niemand zwingt uns.“ Viele Menschen unterwerfen sich freiwillig dem martialischem Rhythmus der Gegenwart. Man könnte dies aber auch lassen, denn die meisten Menschen sind freier als sie glauben. Harald Koisser erklärt: „Wir haben viel mehr Freiheiten, als wir uns bewusst machen. Alles, was in unserer Freizeit geschieht, entscheiden wir selbst.“ Eine stressfreie Freizeit liegt laut Harald Koisser vor allem in der Stille. Denn die Stille ist eine Wohltat und wirkt auf zwei Weisen: Zum einen ist Stille die Abwesenheit von Reizen.
Freiheit
Nur der Mensch hat die Fähigkeit zur Selbstbestimmung
Das Wählen ist für den Menschen eine Pflichtaufgabe. Das hat der Philosoph Jean-Paul Sartre den „Zwang zur Freiheit“ genannt. Ein Mensch wählt immer, ob er sich nun dessen bewusst ist oder nicht. Reinhard K. Sprenger betont: „Aber das bewusste Wählen ist es gerade, dass der Wahl die Würde gibt. Echte Verantwortung erwächst also aus einer bewussten Wahlentscheidung.“ Ein Weiser sagt: „Wähle, was du tust, dann tust du immer, was du gewählt hast.“ Wer sich dagegen als Opfer der Umstände erlebt, macht andere verantwortlich, lebt nicht selbstbestimmt. Dann hat das Jammern kein Ende. Dann zahlt man den höchsten Preis, den man in diesem Leben zahlen kann: den Verlust der Selbstachtung. Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands.
Die Freiheit erschreckt viele Menschen zu Tode
Die Freiheit ist ein wundersames Ding. Die meisten Menschen sehnen sich danach, schätzen sie als höchstes Gut. Gleichzeitig aber erschreckt sie viele zu Tode. Weil aus ihr auch Schuld resultiert. Reinhard K. Sprenger schaut sich beispielsweise an, wie in modernen Gesellschaften Verbrechen reflektiert werden: „Der Bildungsbürger führt sie auf die Gräuel desolater Familienverhältnisse, auf seelische Defekte und soziale Missstände zurück. Da müsse man ja geradezu zwangsläufig kriminell werden!“ So werden die Dinge allerdings ins Gegenteil verkehrt – aus Tätern werden Opfer. Sie sind von vornherein unmündige Personen; ihr Rechtsbruch insofern verstehbar, ein Unfall. Der Unhold gehört dann in die Gesellschaft der Kranken, Armen und Ausgestoßenen, denen fürsorglich und therapeutisch zu begegnen ist. Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands.
Peter Lauster lehrt die hohe Kunst des Alleinseins
Laut Peter Lauster versuchen viele Menschen dem Alleinsein zu entkommen, indem sie sich in die Geselligkeit stürzen, in Gespräche und Diskussionen eintauchen und in ihrem Leben nach Aktionen und Sensationen suchen. Sie flüchten vor ihrem Denken, das sie scheinbar am Erleben hindert. Deshalb ist es für Peter Lauster so wichtig, zu lernen, das Denken abzuschalten, damit sich in der Gegenwart ein intensives Erleben entwickeln kann. Dann hat Alleinsein hr mit schrecklicher Einsamkeit zu tun, sondern ist ein wunderbares, beglückendes Erlebnis, eine Erfahrung ganz neuer Lebensqualität, in der die Offenheit zu lieben die höchste Form des Glücks darstellt. Peter Lauster ist fest davon überzeugt, dass der Mensch das Alleinsein lernen muss, weil dies der einzige Weg zur individuellen Zufriedenheit und Freiheit ist.