Nur der Mensch hat die Fähigkeit zur Selbstbestimmung

Das Wählen ist für den Menschen eine Pflichtaufgabe. Das hat der Philosoph Jean-Paul Sartre den „Zwang zur Freiheit“ genannt. Ein Mensch wählt immer, ob er sich nun dessen bewusst ist oder nicht. Reinhard K. Sprenger betont: „Aber das bewusste Wählen ist es gerade, dass der Wahl die Würde gibt. Echte Verantwortung erwächst also aus einer bewussten Wahlentscheidung.“ Ein Weiser sagt: „Wähle, was du tust, dann tust du immer, was du gewählt hast.“ Wer sich dagegen als Opfer der Umstände erlebt, macht andere verantwortlich, lebt nicht selbstbestimmt. Dann hat das Jammern kein Ende. Dann zahlt man den höchsten Preis, den man in diesem Leben zahlen kann: den Verlust der Selbstachtung. Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands.

Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich

Sich seiner Wahlfreiheit bewusst zu sein, heißt: sich bewusst sein, dass man alles, was ist, gewählt hat. Alles was ein Mensch tut, macht er freiwillig. Jeder, der heute neu wählen will, kann dies tun. Er muss nur bereit sein, den Preis zu bezahlen. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Die Umstände oder andere Menschen für Ihr Glück oder Unglück verantwortlich zu machen, schwächt Sie und bringt Sie nicht weiter. Es gelingt Ihnen vielleicht, die Aufmerksamkeit von sich abzulenken. Aber das verändert nichts. Reine Zeitverschwendung.“

Die Schuld bei anderen zu suchen, ist lediglich eine Ausrede dafür, passiv bleiben zu können und die eigene Duldungsstarre zu rechtfertigen. Das unterscheidet den Menschen von allen Lebewesen auf der Erde: die Fähigkeit zu wählen, die Fähigkeit zur Selbstbestimmung. Nur wenn ein Mensch aufhört, andere zu beschuldigen, nur wenn er anerkennt, das er und nur er selbst für sein Leben verantwortlich ist, wird er das höchste Maß an Erfolg, Glück und Gesundheit erreichen. Oder auch Geld: Wer finanziell erfolgreich sein will, braucht Macht über sein Leben.

Der Weg vom „Man müsste“ zum „Ich tue“ verspricht Erfolg

Denn erst wenn man ein Mensch die Schuldzuweisungen gegenüber anderen einstellt, ermächtigt er sich selbst, kann er aktiv werden und etwas zur Verbesserung der eigenen Lage unternehmen. Die steilste Karriere ist für viele Menschen der Weg vom „Man müsste“ zum „Ich tue“. Anstatt sich also als Opfer der Umstände, ohnmächtig zu fühlen, ist es wesentlich praktischer, die Preise bewusst zu vergleichen, um sich dann für das eine oder das andere zu entscheiden. Wie immer man sich dann auch entscheidet, man hat die Verantwortung für sein Leben übernommen.

Auf die Frage, ob die Wahlfreiheit Grenzen hat, antwortet Reinhard K. Sprenger: „Ja, es gibt sie zweifellos: das Grundphänomen der Geburt zum Beispiel.“ Auch den Naturgesetzen müssen sich die Menschen unterwerfen. Die Tatsache des Todes ist ebenso unvermeidlich. Wann ein Mensch dagegen stirbt, kann er schon eher beeinflussen. Ebenso kann man Krankheit und Unfälle nicht ausschließen, aber man kann sich vorsehen und die Risiken verringern. Reinhard K. Sprenger fasst zusammen: „Das alles macht deutlich: Was hier mit Wahlfreiheit beschrieben ist, ist ein Tun, zu dem Sie sich entscheiden können, das willkürlich wählbar ist. Was nicht willkürlich getan werden kann, das ist auch nicht wählbar.“ Quelle: „Die Entscheidung liegt bei dir!“ von Reinhard K. Sprenger

Von Hans Klumbies

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