Die Gesellschaft achtet echte Gewinner und Erfolgsmenschen

Die Wirtschaftstheorie geht von der These aus, dass der Mensch im Grunde risikoscheu ist und Ungewissheit aus Vernunftgründen meidet. Doch ein anderer entgegengesetzter Zug seines Wesens treibt ihn dazu an, sich auch riskanten Situationen auszusetzen. Robert J. Shiller erklärt: „Dieser natürliche Impuls, der mit Abenteuerlust und Selbstachtung zu tun hat, ist ein Triebfaktor für Unternehmergeist. Robert J. Shiller lehrt Wirtschaftswissenschaften an der Yale University.

Eine florierende Wirtschaft erfordert ein gewisses Maß an Ungleichheit

In der menschlichen Kultur hat sich, innerhalb gewisser Grenzen, Achtung und Bewunderung für Menschen eingebürgert, die Risikobereitschaft zeigen. Instinktiv respektiert die Gesellschaft Menschen, die sich Gefahren aussetzen, solange sie dabei nicht unsozial sind. Robert J. Shiller fügt hinzu: „Ein Ergebnis ist unsere Toleranz gegenüber sozialer Ungleichheit. Trotz allen Unmuts, den sie erregen kann, tut sie das nur, wenn sie als unverdient gilt. Auch großer Wohlstand findet Bewunderung.“

Alle finanzwirtschaftlichen Vorkehrungen dienen laut Robert J. Shiller der Ausmerzung und Verhinderung unrechtmäßiger und zufälliger Ungleichheit. Die Achtung vor den echten Gewinnern und Erfolgsmenschen bleibt erhalten. Ungleichheit ist seiner Meinung nach nicht an und für sich schlecht, solange sie nicht mit erdrückender Armut und Feindseligkeit einhergeht. Eine Zukunft, die Wohlstand bringt, ist nur möglich, wenn die Wirtschaft floriert, was wiederum ein gewisses Maß an Ungleichheit voraussetzt.

Von Hans Klumbies

 

 

 

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