Eric Berne entwickelt die Transaktionsanalyse

Eric Berne wuchs in Montreal in Kanada auf. Er studierte Medizin. Ende der 40iger Jahre ging er nach Kalifornien, wo er die Transaktionsanalyse entwickelte. Die Grundeinheit einer sozialen Verbindung ist für Berne das Streicheln. Tauschen zwei Menschen Streicheleinheiten aus, ist das eine Transaktion beziehungsweise eine dynamische soziale Interaktion. Eric Berne nennt diesen Vorgang Transaktionsanalyse, die ihre Wurzeln in der Psychoanalyse von Sigmund Freud hat.
 Das Spiel dient dazu verborgene Ziele zu erreichen

Die Menschen sehnen sich nach sozialem Austausch und machen deshalb Spiele mit, die als Ersatz für den echten mitmenschlichen Kontakt dienen. Der Psychoanalytiker und Psychiater Eric Berne geht in seinem berühmtesten Buch „Spiele der Erwachsenen. Psychologie der menschlichen Beziehungen“, davon aus, dass die Menschen spielen, um ein verborgenes Ziel zu erreichen, an das jedes Mal ein Gewinn gekoppelt ist. In Beziehungsspielen geht es meistens darum, mehr emotionale Befriedigung oder mehr Kontrolle über den Partner zu gewinnen. Für machen Menschen wird das Spiele spielen zu einem Teil ihrer Selbst. Andere Leute finden Beziehungen nur dann spannend, wenn sie mit dem Partner streiten oder Intrigen schmieden können.

Eric Berne warnt in solchen Fällen eindringlich vor der Tendenz der Selbstzerstörung, die diese Spiele in sich tragen. Spiele zu spielen ist laut Eric Berne aber kein Zwang, der dem Menschen unabänderlich auferlegt ist. Er kann sich von den Fesseln befreien, indem er sich seiner drei Ichs besser bewusst wird. Dann ist er in der Lage, die Spiele durch echte Vertrautheit zu seinen Mitmenschen zu ersetzen. Eric Berne hat weitere bedeutende Bücher und Bestseller geschrieben wie „Was tun Sie, nachdem Sie „Guten Tag“ gesagt haben?“, „Struktur und Dynamik in der Organisation von Gruppen“ und „Sprechstunden für die Seele“.

Von Hans Klumbies

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