Robert J. Sternberg hat aus eigener Erfahrung gelernt, dass negative Erwartungen von Autoritätspersonen zu den größten Hinderist nicht dort. Wenn es um Erfolgsintelligenz geht, ist es laut Robert J. Sternberg gleichermaßen wichtig, zu wissen, wann man einen Rat annimmt und wann man ihn besser ablehnt.
Psychologie Guide
Phasen der Depression bei Kindern und Jugendlichen
Dahr bei jenen Kindern angezeigt, die von der Trauer herabsinken in eine Schwermut, die sie hoffnungslos und introvertiert werden lässt, also für Fälle einer sehr viel ernsteren Melancholie.“
Der Faschismus erfasste wie ein Lauffeuer die Massen
Wilhelm Reich beobachtete zwischen 1930 und 1933 das flutartige Anwachsen der nationalsozialistischen Bewegung, die schließlich zur Machtergreifung Adolf Hitlers führte. Um dieses politische Massenphänomen zu erklären, veröffentlicht er 1933 das Buch „Massenpsychologie des Faschismus“. Seiner Meinung nach erfasste ein elender Mystizismus, wie ihn die nationalsozialistische Ideologie propagierte, wie ein Lauffeuer die Volksmassen, die ihre eigene Unterdrückung bejubelten. Für ihn bestand kein Zweifel, dass der Nationalsozialismus zunächst in den kleinbürgerlichen Schichten die meisten Anhänger fand. Der Kleinbürger wurde zutiefst von einer Lehre angesprochen, die nicht nur seinem Autoritätsbedürfnis entsprach, sondern auch alle seine traditionellen Vorurteile bestätigte.
Kindliche Aggression führt leicht zu Jugendkriminalität
Gereizte, isolierte Kinder sind Opfer und können zahlreiche Fälle aufzählen, wo sie zu Unrecht bestraft wurden. Eines zeichnet diese Kinder noch aus. Daniel Goleman erklärt: „Haben sie sich erst in den Zorn hineingesteigert, fällt ihnen als Reaktion nur eines ein – um sich zu schlagen.“ Diese Aggressiven neigen zu vorschnellen Urteilen, wodurch ihre Wahrnehmung stark verzerrt wird.
Harald Schultz-Hencke untersucht die Gehemmtheit
Harald Schultz-Hencke ist fest davon überzeugt, dass es weit reichende Konsequenzen für die Struktur und Gestaltung der Gesamtpersönlichkeit hat, wenn das Expansive oder das von Sigmund Freud so genannte „Es“ gehemmt wird. Ein Mensch bei dem die Antriebe gehemmt sind, entwickelt regelmäßig den Charakterzug der Bequemlichkeit. Seine gesamte psychische Aktivität ist gedämpft. Harald Schultz-Hencke nennt als Beispiel brave, stille, häusliche Kinder, die der Stolz ihrer Eltern sind, aber in Wirklichkeit die besten Chancen haben, neurotisch zu werden. In der Vorliebe für das Bequeme ist auch ein Schuss Mutlosigkeit verborgen. Was als normales Phlegma erscheint, ist zum großen Teil das Ergebnis von Entmutigung, Angst und die Gewohnheit, andere für einen selbst entscheiden und machen zu lassen.
Die Intentionalität ist die Urströmung der Seele
Die Ideen der Neurosenlehre von Harald Schultz-Hencke sind nach seinen eigenen Worten eine Mischung der Ideen von Sigmund Freud, Alfred Adler und C.G. Jung. Dennoch hatte seine Form der Psychoanalyse durchaus etwas Originelles, da er in seine Lehre nicht nur die Tiefenpsychologie, sondern auch die Biologie, die Philosophie und die Humanwissenschaften hineingearbeitet hatte. Vor allem kritisierte Harald Schultz-Hancke den psychoanalytischen Triebbegriff und das Konstrukt der Libido. Triebe waren seiner Meinung nach erschlossene seelische Instanzen, die nicht direkt beobachtet werden können. Er vertrat das Konzept, dass Seelenleben durch eine Vielzahl von autochthonen Antriebserlebnissen oder Bedürfnissen bewegt werden.
Peter Lauster enthüllt die vier Mythen der Liebe
Für Peter Lauster ist es ein Trugschluss, anzunehmen, dass die zunehmende Befreiung der Sexualität von Tabus den Einzelmenschen oder die Gesellschaft freier machen. Nur die Liebe schafft die Voraussetzung dafür, dass die Sexualität an Schönheit, Klarheit und seelischer Freude gewinnt. Sexualität ohne Liebe ist schal und leer. Sie verbreitet Melancholie und Depressionen. Die sexuelle Triebenergie sucht ihre Entladung sowohl beim Mann wie bei der Frau im Orgasmus. Der Orgasmus ist laut Peter Lauster das Ziel der Sexualität, deren Aufgabe die Arterhaltung ist.
Fritz Künkel stellt eine allgemeine Neurosenlehre auf
Für Fritz Künkel muss jede Theorie der Neurose in einer Charakterkunde begründet sein. Wer sachlich zu sein lernt, wird sein Ich mehrheitlich in der Hingabe an überpersönliche Ziele und Werte empfinden. Die Sachlichkeit ist für Fritz Künkel keineswegs mit Kälte und Nüchternheit identisch. Er denkt eher an den Bedeutungsgehalt sachgemäß, so dass man zum Beispiel von einem Liebenden sagen kann, seine Form der Sachlichkeit setzt sich aus Güte und Zuwendung, Verstehen und Großzügigkeit sowie Anerkennung und Gefühl für das Du zusammen. Ichhaftigkeit dagegen bedeutet laut Fritz Künkel Angst vor dem Leben und vor den Mitmenschen, Selbstbewahrung und übersteigertes Sicherheitsstreben.
Robert Bolton beschreibt die Fallen der Kommunikation
Robert Boltons berühmtestes Buch heißt „People Skills. How to assert Yourself, Listen to Others, and Resolve Conflicts“. Laut Robert Bolton gibt es faktisch keinen Beruf, in dem soziale Kompetenz nicht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmacht. Mangelnde Kommunikation hat ihren Ursprung darin, dass die Menschen einen Großteil ihrer Kommunikationsfähigkeiten in der Familie erwerben. Und hier stehen die Chancen leider sehr gut, dass die Eltern keine Kommunikationsexperten sind und deren Eltern ebenso wenig waren. Wenn sich Menschen unterhalten, fällt es ihnen schwer zuzuhören, ohne dem anderen ins Wort zu fallen.
Karl Abraham studiert die Impotenz und die Frigidität
Karl Abraham beschäftigt sich in vielen seiner Schriften mit der Sexualität des Kindes und des Erwachsenen. Er diagnostiziert zum Beispiel bei Männern, die von Ejakulatio praecox betroffen sind, Furcht und Feindseligkeit gegenüber der Frau. Diese Männer haben laut Karl Abraham meistens Angst, die Partnerin durch aktive oder aggressive Handlungen zu schädigen, weshalb sie sich den Frauen gehemmt, zögernd und schüchtern nähern. Für Karl Abraham spiegelt sich die Deformation des sexuellen Aktes in der Deformation der Beziehung wider.