Morgan Housel schreibt: „Ich hatte einen Jugendfreund, der weder mit einem Silberlöffel im Mund noch mit bemerkenswerter Intelligenz gesegnet zur Welt kam. Aber er strengte sich an wie kein anderer. Von solchen Menschen lässt sich viel lernen, weil sie jeden Zentimeter des Wegs zum Erfolg aus eigener Anschauung kennen.“ Als Teenager träumte er davon, Arzt zu werden. Das war seine Mission. Dass die Chancen schlecht für ihn gestanden hätten, wäre eine gewaltige Untertreibung gewesen. Kein vernünftiger Mensch hätte ihm das damals zugetraut. Aber er strengte sich an du wurde schließlich Arzt – zehn Jahre später als eine Mitstudenten. Was für eine Erfüllung musste es gewesen sein, sich ins und durch das Medizinstudium zu kämpfen, und gegen alle Wahrscheinlichkeit einen der nobelsten Berufe zu ergreifen? Morgan Housel ist Partner bei der Risikokapitalgesellschaft The Collaborative Fund.
Ziel
Andreas Salcher stellt das PERMA-Konzept vor
Es gibt fünf Faktoren des „PERMA-Konzepts“ das der US-amerikanische Psychologe Martin E. P. Seligman entwickelt hat. Der erste Faktor ist die positive Emotion. Andreas Salcher erläutert: „Das regelmäßige Erleben positiver Emotionen ist durchaus ein essenzieller Faktor für das Wohlbefinden von uns Menschen, aber eben nicht der wichtigste und schon gar nicht der einzige.“ Positive Emotionen wie Lust, Behaglichkeit oder Entspannung werden im Augenblick ihres Auftretens subjektiv genossen, sind allerdings wenig nachhaltig. Daher ist die Erwartung, dass Arbeit ständig Spaß machen soll, unrealistisch. Der zweite Faktor ist das Engagement. Menschen können aufblühen, wenn sie ganz in einer sie erfüllenden Tätigkeit aufgehen oder sich für einen höheren Zweck engagieren. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs.
Es gibt eine negative und eine positive Freiheit
Um herauszufinden, ob man etwas tun muss oder ob man nur glaubt, dass man es müsste, ist es sehr hilfreich, die Freiheit in zwei Sorten, zwei Teile oder besser gesagt in zwei einzelne Schritte zu zerlegen: in die positive und die negative Freiheit. Anja Förster und Peter Kreuz erklären: „Diese Unterscheidung geht auf den politischen Philosophen Isaiah Berlin zurück. Die negative Freiheit ist laut Berlin der Zustand, in dem die eigene persönliche Entfaltung nicht von anderen Menschen, Institutionen oder Ideologien und den von ihnen ausgehenden Zwängen begrenzt oder sogar verhindert wird. Negative Freiheit beruht also immer auf einem Akt der Befreiung, es ist die Freiheit von etwas.“ Anja Förster und Peter Kreuz nehmen als Managementvordenker in Deutschland eine Schlüsselrolle ein.
Im Traum arbeitet der Geist an wichtigen Zielen
Sogenannte Traumbotschaften haben noch immer etwas Geheimnisvolles an sich. Die moderne psychologische Forschung auf diesem Gebiet hat viel dem Motivationsexperten Eric Klinger zu verdanken. Bei wichtigen Zielen nehmen Menschen gerne mentale Auszeiten. Dies geschieht nicht nur im Zustand des Wachseins, sondern auch im Schlaf. Auch in der Nacht ist das Unbewusste offensichtlich hellwach. John Bargh erläutert: „Während wir träumen, arbeitet unser Geist also an unseren wichtigen Zielen und Anliegen. Dabei reagiert er sensibler als sonst auf eingehende Informationen, die für diese Ziele relevant sind.“ Eric Klinger und seine Kollegen gelangten zu folgendem Schluss. Die Priorität, die der Geist den wichtigen Zielen einräumt, besteht auch im Traum weiter, während man schläft. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet.