John Bogle, der 2009 verstorbene Gründer des Finanzdienstleisters Vanguard, erzählte einmal eine Geschichte über Geld, die etwas betont, was man oft genug übersieht: „Auf einer Party eines Milliardärs auf Shelter Island verriet John Vonnegut seinem Kumpel Joseph Heller, ihr Gastgeber, ein Hedgefondsmanager, habe an einem Tag mehr verdient als Heller in all den Jahren mit seinem extrem populären Buch Catch-22.“ Darauf antwortete Heller: „Stimmt, aber ich habe etwas, dass er nie haben wird … genug.“ Genug. Die einfache Eloquenz dieses Wortes verblüffte Morgan Housel – aus zwei Gründen. Erstens, weil ihm in seinem Leben so viel gegeben wurde und zweitens, weil Joseph Heller es nicht besser hätte treffen können. Morgan Housel ist Partner bei der Risikokapitalgesellschaft The Collaborative Fund.
Risiko
Ein selbstbestimmtes Leben erfordert Mut
Neben der Disziplin, auf die eigene Stimme zu hören, braucht man den Mut, ihr zu folgen. Menschen, die die Welt verändert haben wie Mahatma Gandhi, Nelson Mandela, Martin Luther King, Mutter Teresa, hatten zwar keine Macht, keine Position, keine Legitimation, keine protzige Visitenkarte, keine riesige Organisation. Was sie aber hatten, war ein großes Ja und jede Menge Mut. Anja Förster und Peter Kreuz erklären: „Sie begannen ihre Mission mit nichts als ihrer Persönlichkeit, mit außergewöhnlicher Integrität und mit der Beharrlichkeit, die einen Menschen vorantreibt, der sich auf dem richtigen Weg weiß.“ Mut zum selbstbestimmten Leben erfordert Antrieb und Ausdauer: Dabei werden sich Widersacher und Besserwisser in den Weg stellen und versuchen den Mutigen vom selbigen abzubringen. Anja Förster und Peter Kreuz nehmen als Managementvordenker in Deutschland eine Schlüsselrolle ein.